Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Er ist ja nicht so verwegen, daß er Rußland für den besseren Rechtsstaat hielte als Deutschland. ...


    Mache ich das?


    Vielleicht solltest Du meine Beiträge lesen, bevor Du sie kommentierst.



    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    ... Die Taktik von ihm und den seinigen ist dann einfach, daß sie Ursache, Schuld, Versagen und Fehlverhalten Deutschland/Europa/Nato/Amerika zuschreiben und die russischen und prorussischen Aktionen und auch Fehlverhalten zu einer Reaktion auf das Böse deklarieren.
    ...


    Das auch noch ... :rolleyes:



    Mir geht es doch gar nicht um Schuld. Ich rede davon, dass durch den Sanktionismus eine Spirale in Gang gesetzt wird, die ebenso aus dem Ruder zu laufen droht, wie der Konflikt in der Ukraine, der nun ein Bürgerkrieg ist.


    Und auch die Sanktionen zielen eindeutig auf Konfrontation und nicht auf Konsens. ALLE Beteiligten wissen, dass die gegen Russland verhängten Sanktionen das mit ihnen (angeblich) verfolgte Ziel gar nicht erreichen können.


    Dennoch verhängt man sie im Wissen, dass die Lage weiter eskalliert, weil Russland nicht mitziehen, sondern gegenhalten wird. Daran wird wohl niemand ernsthaft zweifeln können.


    Und nein, das finde auch ich nicht gut ... welche Überraschung ... aber ich weiß, dass es nur so kommen kann. USA und EU spielen Feuerwehr und löschen den aufflammenden Brand mit Benzin. Auch wenn man denjenigen, der das Feuer gelegt hat, damit möglicherweise strafen kann, ist das objektiv gesenhen natürlich unfassbar dämlich.


    USA und EU haben einfach nicht die Macht, Russland zu irgendwelchen Handlungen zwingen zu können. Es wird einfach Zeit, dass sie sich das endlich eingestehen. Streiten sich zwei halbwegs potente Parteien (wie derzeit in der Ukraine), entsteht ein Gemetzel ... und hierauf steuert der Westen mit voller Absicht zu.



    Edit


    Und ein ganz wesentlicher Punkt wird vollkommen außer Acht gelassen:
    Das russische Volk und die russische Wirtschaft sind deutlich leidensfähiger als der kapitalistisch geprägte Westen. Eine schwächelnde Wirtschaft, die wir schon als drohenden Weltuntergang empfinden, holt die Russen nicht einmal von den Stühlen.


    Ganz unabhängig davon, ob die Folgen die russische Wirtschaft härter treffen, als unsere ... wenn es "knallt", dann zuerst in unserem filigran abgestimmten Wirtschaftssystem.

  • A) man kann bei bestehenden Verträgen nicht "irgendwie" die Preise erhöhen. Punkt.


    B) du verwechselst die russische wirtschaftliche Leidensfähigkeit des 20. Jahrhunderts mit der des 21. Jahrhunderts.


    Edit:
    Es ist übrigens nicht so, dass Russland bisher keine Gegensanktionen verhängt hätte. Im Agrarbereich sind seit 3 Tagen Sanktionen in Kraft gegen einzelne Länder der EU

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    [...] wie der Konflikt in der Ukraine, der nun ein Bürgerkrieg ist.

    Die Welt außerhalb von Russland und Wedau nennt es einen nicht erklärten Krieg Russlands gegen die Ukraine...

  • Nun, zunächst (bzw. am/ab Anfang Februar 2014 ) war es ein innerukrainischer Konflikt (Euromaidan), da hat er schon recht. Dazu kam der ukrainisch-russische Gaskonflikt als Dauerstreit(thema).


    Oder ist Russland damals in die Urkaine einmarschiert? Die erste "offizielle Aussage" zum Schutz der Russen, zum Schutz der pro-russuisch eingestellten Bevölkerung ist am 14.03. erfolgt, nach dem Vorfall mit den beiden prorussischen Separatisten, oder irre ich mich da? Es macht auch keinen Sinn, Frank jetzt irgendwas zu unterstellen oder gar die Fakten zu vergessen.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Schon klar, aber auch da hat Frank teils recht bzw. nicht unrecht. Am Anfang war es eine innerukrainische Angelegenheit, die man als "Bürgerkrieg" bezeichnen kann. Die Einmischung, bzw. die "offiziellen" Aussagen zum "Schutz" der einen Seite (Russland) bzw. der Verteidung der anderen Seite (EU/USA/NATO) erfolgten frühestens am 14.03.14, also nach Beginn der Proteste, Gefechte und Schießereien.


    Ist letztlich aber nicht von Bedeutung, Krieg ist Krieg, egal, wer mitmischt.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Passt ja:


    http://www.spiegel.de/politik/…-eskalation-a-983744.html


    "......Als besonders beunruhigend erscheint den Sicherheitsexperten, dass sich Krisen ohne Vorwarnung zuspitzen könnten. "Eine Eskalation in einem dieser Konflikte, ausgelöst durch unabhängige Drittkräfte wie kürzlich beim Abschuss von Flug MH17, kann die Krise zwischen Russland und dem Westen vertiefen, ohne dass eine Seite das will......."

    Der Mitbeteiligte Rühe hat sich nun ausführlicher dazu geäußert. Am Ende des Interviews macht aber auch eher deutlich, dass er Zweifel an einem Ausweg aus der Krise und Reformen unter Putin hat.

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Mein Einwand bezog sich nicht auf das Wort "Konflikt", sondern auf das Wort "Bürgerkrieg"...


    Das erinnert mich an die Diskussion im Rahmen des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan.


    Zuerst war er ein Friedenseinsatz, dann durften die Verhältnisse in Afghanistan nach längerer Diskussion als "kriegsänhnlich" bezeichnet werden, und zuletzt durfte dasselbe unverblümt Krieg genannt werden.


    Die Kämpfe der Truppen der (west-) ukrainischen Regierung gegen die selbst ernannten Machthaber der Republik Donezk (oder wie immer man das auch nennen mag), halte ich zweifelsfrei für einen Bürgerkrieg. Dass Bürgerkriegsparteien von dritter Seite Unterstützung erhalten, ist beileibe nichts ungewöhnliches. Insbesondere paramilitärische Gruppen aus dem Ausland (oder vom Ausland finanziert) sind sogar in aller Regel beteiligt. Dadurch wird es kein internationaler Krieg ... insbesondere kein Angriffskrieg.


    Ich frage mich immer wieder, warum im Ukraine-Konflikt (und ausschließlich hier) andere Maßstäbe gelten sollen. So hatten die USA auch schon vor dem Eingreifen der NATO in Libyen die Rebellen finanziell, mit Sachleistungen (Waffen) und personell (durch Ausblider) unterstützt. Jedenfalls wurde den USA das vorgeworfen und mehr als ein (ebenso schlüssiger) Vorwurf existiert auch gegen Russland nicht.


    Niemand kam auf die Idee (jedenfalls ist mir niemand bekannt) den damals in Libyen tobenden Bürgerkrieg als Krieg der USA gegen Libyen anzusehen. Es ist für mich absolut unverständlich, warum alle bisher geltenden Denkgesetze im Falle der Ukraine auf den Kopf gestellt werden und kaum jemand das merkt (oder vielleicht auch nur merken will). :confused:

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Die Kämpfe der Truppen der (west-) ukrainischen Regierung gegen die selbst ernannten Machthaber der Republik Donezk (oder wie immer man das auch nennen mag), halte ich zweifelsfrei für einen Bürgerkrieg. Dass Bürgerkriegsparteien von dritter Seite Unterstützung erhalten, ist beileibe nichts ungewöhnliches. Insbesondere paramilitärische Gruppen aus dem Ausland (oder vom Ausland finanziert) sind sogar in aller Regel beteiligt. Dadurch wird es kein internationaler Krieg ... insbesondere kein Angriffskrieg.

    Nun, für mich ist es sehr wohl ein Angriffskrieg. Ohne den Angreifer wäre dieser "Bürgerkrieg" gar nicht erst entstanden. Dass der Angreifer nicht als solcher wahrgenommen werden möchte ist ja nichts ungewöhnliches - alle Kriege werden nur "zur Verteidigung" geführt. Der Titel "Bürgerkrieg" ist ideal, um den ausländischen Agressor zu kaschieren. In dem Fall nur sehr unpassend, denn dann würde dem Angreifer nicht ein Teil des angegriffenen Staates anheimfallen.

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