Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von suka


    Und mal ganz nebenbei, wieso nennt die "Rus. Orthodoxe Armee" ihre Panzer Pogrom ("Sputin und Pogrom")?!



    Also ich lese da Sputnik und Pogrom!

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Jedenfalls ist die russische Außenpolitik nicht gerade durch besondere Schläue aufgefallen...

    Ist natürlich eine Frage, wie Du Schläue definierst. War es denn schlau von den Amerikanern im Vorfeld 5Mrd Dollar in eine opportunistische Opposition zu investieren, die dann das eigene Land in Klump haut um anschließend überall Hilfsgelder einzusammeln (von DE übrigens 500Mio).
    Ich glaube nicht, dass Russland bisher so viel ausgegeben hat.


    Bei Deiner 'internationalen Ächtung' vergisst Du, dass die US-Hegemonie auf der Welt immer weniger Unterstützung erfährt. Die Konstellation der zwei Blöcke ist langst passe - auch wenn Scharfmacher, wie Rassmussen und Co gerade wieder versuchen das herbei zu reden.
    Es gibt immer mehr 'lachende Dritte', die die sich jetzt bietenden Marktchancen nutzen. Bspw ist die Obst-Exportquote der Türkei beeindruckend gestiegen... zur 'Freude' der Griechen.
    ...von der Stärkung der BRIC-Staaten-Gemeinschaft mal ganz zu schweigen...


    ....und natürlich wird Russland nicht in zwei Wochen auf Kiew marschieren,
    obwohl sie das sicher könnten - was Putin dem Vernehmen nach sagte und was man in Anbetracht des Kräfteverhältnisses sicher auch als realistisch einstufen kann.
    Es zeigt eben, dass Russland die Ukraine längst hätte militärisch bezwingen können, es aber eben nicht tat und tun wird.


    Krieg kennt keine Gewinner - das wissen die Russen sicher besser als die Amerikaner, die nie einen 'modernen' Krieg auf eigenem Boden erleben mussten.


    Insofern mag es aus der arroganten Sicht aller sich überlegen fühlenden Mitmenschen vom Stammtisch aus als dumm erscheinen. Es ist aber in jedem Fall sparsamer und ggf auch vernünftiger, wie wir vllt bald sehen werden.

  • Eine Grundregel der Demagogie lautet:
    Wird eine Lüge immer wiederholt, wird sie irgendwann geglaubt.... irgendwas bleibt immer hängen.
    Andererseits habe ich manchmal den Verdacht, dass auch den Journalisten nicht mehr ganz wohl bei dieser oktroyierten Propaganda ist. Bauen die vllt extra so offensichtliche Fehler ein, damit die Leser quasi mit der Nase drauf-fallen, dass es schon weh tun muss?


    Eigentlich müsste man bei manchen 'Meldungen' schon von selbst über Ungereimtheiten stolpern. Bspw die 10 kürzlich gefangenen russischen Soldaten:
    Würde eine so kleine Einheit ohne begleitende Kampftechnik einen Übergriff ins 'Feindgebiet' wagen? ...und das auch noch abseits der prorussischen Korridore zur russischen Grenze?
    Wenn es tatsächlich eine Spezialeinheit gewesen wäre, hätten die Soldaten mit Sicherheit keine Papiere bei sich gehabt, die über Auftrag oder Herkunft Aufschluss geben.


    Bezeichnenderweise 'verschwinden' die Meldungen wieder zunehmend aus den online-Auftritten...
    bspw hier:
    http://www.nordbayerischer-kur…im-gebiet-donezk-gefangen
    im google-cash kann man die Ente aber noch lesen:
    http://webcache.googleusercont…nk&gl=de&client=firefox-a


    Es sei auch noch mal daran erinnert, dass dies bisher die einzigen regulären russischen Soldaten sind, die in der Ukraine gefangen wurden... obwohl ja laut Propaganda Tausende dort sein sollen.


    Dagegen wurden aber bereits Hunderte ukrainische Soldaten auf russischem Boden festgesetzt.... und umgehend wieder heim geschickt - in die Ukraine, zum vermeintlichen Gegner.
    Verhält sich so eine Kriegspartei?

  • Tja, die Wähler der Linkspartei schgeinen ja gar nicht so links zu sein, wenn sie schon rechten Geschichtsrevisionismus betreiben.


    ich beobachte hin und wieder den Facebook-Eintrag von Gysi. Die Fan-Kommentare dort sind teils die reinste politische Sondermüll-Deponie:


    https://www.facebook.com/grego…fset=0&total_comments=261


    "Andreas Wittig: Herr Gysi, ich halte sie für den besten deutschen Politiker und bin auch Wähler ihrer Partei. Trotzdem finde ich es bedenklich wenn auch Sie in den allgemeinen Tenor von deutscher Schuld am Ausbruch des 2 WK. einstimmen. Zunächst war der Angriff auf Polen mal ein ordinärer Krieg zwischen zwei Staaten wie es ihn vorher und hinter her leider immer wieder gegeben hat und hatte. Zum europäischen Krieg ist er durch Englands und Frankreichs Kriegserklärung an Deutschland, geworden.Zum Weltkrieg wurde es ja erst, als Amerika gegen Japan eintrat an dem Deutschland aber keine Aktie hatte außer das Hitler im Zuge der Buendnisstreue zur Axenmacht Japan, Amerika den Krieg erklärte. Nach eingängigem Studium der ganzen Angelegenheit 2 WK. Komme ich zu dem Schluss,Hitler wurde zum Krieg gedrängt wie man heute Putin drängt. Man sollte sich mal Schlau machen, was Hitler und Putin in Sachen Fiskalpolitik gemeinsam haben bzw. hatten"

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Hatten Großbritannien und Frankreich nicht die Souveränität Polens garantiert?
    Gegen Deutschland wurde der Krieg erklärt.
    Gegen die Sowjetunion nicht, obwohl die sich Teile Polens einverleibte.
    Heute gehören der Ukraine auch Teile der annektierten polnischen Gebiete.
    ---
    Ist die Meldung Ernst zu nehmen, dass die Rebellen unter bestimmten Bedingungen im Staat Ukraine bleiben wollen?
    Quelle: http://www.zeit.de/politik/aus…aratisten-unabhaengigkeit

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Nochmal, der Spiegel hat aus einer Quelle erfahren, dass Barroso behauptet, etwas aus einem Telefonat, wo keiner zugegen war, über Putin zu wissen (eben jene Aussage!) und führt als zusätzliche Quelle eben jenen Diplomaten an, der die Schilderung von Barroso gehört hat.... Großes Kino!

    Nicht nochmal, denn das hattest du nicht geschrieben.


    Hingegen hattest du behauptet, SPON schrieb etwas anderes als Repubblica - und das ist falsch.
    SPON beruft sich vielmehr direkt auf die Italiener und zitiert sie in Ausschnitten.
    Vermutlich angeregt durch Republicca befragte SPON nach eigenem Bekunden einen "westeuropäischen Diplomaten", der das Barroso zugeschriebene Zitat aus dem Telefonat bestätigt haben soll.


    Eine direktere journalistische Berichterstattung kann es gar nicht geben, wenn man
    a) das Telefonat nicht selbst geführt hat, bzw.
    b) bei dem EU-Gipfel mit der Außerung Barrosos nicht anwesend war - und das war vermutlich kein Journalist. Auch Republicca dürfte das Zitat nur von einem "westeuropäischen Diplomaten" haben - insofern waren sie nur schneller als SPON.


    Scheinbar hast du ein Problem damit, dass SPON nicht als erstes Medium von dem Vorfall berichtete bzw. du die Barroso zugeschriebene Äußerung für falsch verstanden/falsch übersetzt/falsch wiedergeben hältst - dann musst du das aber auch klar artikulieren.


    Und dass du aufgrund deiner "Medienkompetenz" den Republicca-Artikel vor dem SPON-Artikel kanntest, das nehme ich dir nicht ab :D

  • Es tut sich was:


    Die Armee hat aus Kiew den Befehl zum geordneten Rückzug vom Flughafen Lugansk erhalten.


    Eine erfreuliche Nachricht, die darauf hoffen lässt, dass vielleicht insgesamt bald Ruhe im Osten der UA einkehren könnte. Ist die ukrainische Armee weit genug von Wohngebieten entfernt, könnte Putin binnen Tagen die Truppe erledigen, die Jagd auf die Bürger im Osten der UA macht. Warten wir mal ab, was in der "Woche der Nachdenkens" (die die EU am Wochenende eingeläutet hat) geschieht.


    Möglicherweise können dann schon friedliche Verhandlungen über die Zukunft des Ostens der UA beginnen.



    Edit:
    Ich gehe weiterhin davon aus, dass der Osten der UA als Folge solcher Verhandlungen auf keinen Fall Russland angegliedert werden wird. Das hat Putin mehrfach klargestellt. Sogar ein Verbleib der Region in der Ukraine als föderalistisch gegliedertem Staat ist für mich mehr als nur vorstellbar.


    Einziges Hindernis von Beginn der militärischen Auseinandersetzung an war und ist das Regime in Kiew. Sollte es endlich einsehen, dass mit Gewalt nichts zu erreichen ist, wäre der Weg für eine friedliche Lösung frei.



    Jimmythebob:
    Eine Folge der "Isolation" Russlands ist natürlich, dass es nun keine Rücksicht mehr auf die Gemütslage der "Isolierenden" nehmen muss. In jeder Gesellschaft ist es so, dass man denjenigen die man ausgrenzt, neben ihrer Reputation auch die gesellschaftlichen Regeln nimmt. Für den Osten der Ukraine könnte das im Ergebnis nun von Vorteil sein (nachdem es sich über viele Wochen nachteilig ausgewirkt hatte)..

  • Die Ereignisse überschlagen sich:


    Link zu einem aktuellen Ticker


    Zitat:
    "22.58 Uhr: Russland hat scharfe Worte des ukrainischen Verteidigungsministers Waleri Geletej über den Konflikt in der Ostukraine als "Provokation" verurteilt. Geletej hatte vom Ende der "Anti-Terror-Operation" gegen prorussische Separatisten und vom Beginn eines "großen Vaterländischen Kriegs" der Ukraine gesprochen, bei dem Zehntausende umkommen könnten."


    Sollten diese Worte von ukrainischer Seite so gefallen sein, dürfte auch den Zweiflern langsam klar werden, welcher Gesinnung das Regime in Kiew ist. Gedanken Putins, einem solchem Regime, welches den systematischen Tod Zehntausender eigener Bürger plant, ebenso zu begegnen, wie es die NATO in Jugoslawien getan hat, könnte ich ihm dann nicht einmal verübeln. Und wenn er durch ein frühzeitigeres Eingreifen den in Jugoslawien gesehenen Folgen noch vorbeugen kann, wäre das im Interesse aller.


    Hervorzuheben ist im übrigen, dass diese Worte nicht von einem beliebigen Politiker stammen sollen, sondern von einem ranghohen Regierungsmitglied. :mad:



    Neueste Meldung:


    Nato sieht Ukraine bereits als Verlierer des Konflikts - (Alternative Quelle)


    Zitat:
    "'Militärisch ist der Konflikt für Kiew bereits verloren', konstatierte ein ranghoher Nato-General. Poroschenko, so das Urteil, blieben 'eigentlich nur noch Verhandlungen ...'
    [...]
    Aus Sicht der Nato-Strategen ist deswegen eine Invasion mit noch mehr russischen Kräften gar nicht nötig. Eine erneute Wende zu Kiews Gunsten schließen sie aus."


    Eine friedliche Zukunft der Ukraine könnte früher beginnen, als man es noch vor Stunden zu träumen gewagt hatte. :top:

  • rmol:


    Zitat

    Nicht nochmal, denn das hattest du nicht geschrieben.


    Doch, denn das lesen und verstehen des in Rede stehenden Artikels (Spon und Republicca) setzte ich voraus (Medienkompetenz!).


    Sorry, aber war und ist ganz klar.


    BTW: Der Inhalt des Spiegelartikels: Null, Informationswert: Null. Erkenntnis: Der Spiegel verlässt sich auf Hörensagen der zweiten und dritten Person, also der vierten Metaebene.


    Und der Leser fragt sich noch nicht mal, warum das so ist. Bitter, wirklich bitter.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

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