Ukraine / Krimkrise

  • Na endlich! :top:


    Ukraine beginnt mit Abzug schwerer Waffen im Donbass


    Kiew (dpa) - Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben mit dem Abzug schwerer Waffen von der Front im Kriegsgebiet Donbass begonnen.
    Das sagte Armeesprecher Anatoli Stelmach in Kiew der Agentur Interfax.


    Mit diesem Schritt soll eine Pufferzone zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten entstehen.
    Die prowestliche Führung in Kiew hatte sich tagelang wegen der brüchigen Waffenruhe im Krisengebiet geweigert,
    ihre Geschütze wie vereinbart aus der Kampfzone zu verlegen.
    Russland und der Westen hatten die Konfliktparteien mehrfach zum Abzug des Kriegsgeräts aufgefordert.


    Quelle: http://www.zeit.de/news/2015-0…s-front-abziehen-26144607

  • Weil die Separatisten meinen Informationen zufolge ebenfalls ihre Waffen abziehen, dürfte der Waffenstillstand in trockenen Tüchern sein. Scharmützel mit Kleinwaffen könnte es noch eine Weile geben, weil vielleicht nicht jeder örtliche Militärführer mit der "von oben" verordneten Linie konform geht. Hier ist halt jede Seite berufen, den Waffenstillstand in ihrem Verantwortungsbereich durchzusetzen.


    Viel kann jetzt eigentlich nicht mehr schieflaufen ... oder sehe ich das zu optimistisch?



    Ergänzung:
    Die europäische Initiative von Merkel und Hollande ohne Beteiligung der USA war die einzig richtige Entscheidung - und von Erfolg gekrönt.


    Ich erinnere mich noch an die Worte des amerikanischen Botschafters a.D. Kornblum, der in TV-Gesprächsrunden lautstark herumgetönt hatte, die Initiative von Merkel und Hollande könne nur scheitern, weil die USA an den Verhandlungen nicht beteiligt seien. Europa allein sei "zu schwach", um die eigenen Probleme selbst lösen zu können. :p

  • US-Geheimdienst: Separatisten greifen im Frühjahr Mariupol an


    Washington (dpa) - Der Nationale Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper, rechnet im Ostukraine-Krieg nach eigener Aussage
    im Frühjahr mit einem Angriff der prorussischen Separatisten auf Mariupol.
    Ein Vordringen in die Hafenstadt stehe zwar nicht kurz bevor, sei dann aber zu erwarten.


    Die Separatisten würden sich derzeit neu formieren, sagte Clapper am Donnerstag bei einer Anhörung im US-Senat in Washington.
    Der Koordinator der amerikanischen Geheimdienste machte Kremlchef Wladimir Putin für den Krieg verantwortlich.
    Der Russe habe schon länger auf die Gelegenheit gewartet, die Krim und Teile der Ostukraine unter seine Kontrolle zu bringen.
    Es gebe aber keine Erkenntnisse, dass er es auf das gesamte Land abgesehen habe.
    Moskau hatte solche Vorwürfe seitens des Westens wiederholt zurückgewiesen.


    Clapper sprach sich auch für die Lieferung tödlicher Waffen an die Ukraine aus.
    "Dies würde eine negative Reaktion bei Putin erzeugen", sagte er vor dem Streitkräfteausschuss der Kongresskammer.
    Er würde sich herausgefordert fühlen, mehr Kriegsgerät in das Land senden zu müssen.
    Dadurch würde noch mal deutlicher werden, dass die Russen entgegen ihrer Aussage tatsächlich in dem Konflikt involviert seien.


    http://www.zeit.de/news/2015-0…jahr-mariupol-an-27065807



    Eines muss man dem CIA lassen. Er lernt dazu.
    Jetzt 'verarschen' sie den Senat schon gar nicht mehr mit gefälschten Beweisen, wie weiland im Irak-Krieg,
    sondern kündigen ihre geplanten false flag-Operationen gleich ganz öffentlich an. :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von Boomer64
    US-Geheimdienst: Separatisten greifen im Frühjahr Mariupol an


    Washington (dpa) - Der Nationale Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper, rechnet im Ostukraine-Krieg nach eigener Aussage
    im Frühjahr mit einem Angriff der prorussischen Separatisten auf Mariupol.
    ...


    Ob sie ihre dummen Geschichten wenigstens selbst glauben?


    Oder nur darauf bauen, vergreiste Senatoren aufs Glatteis führen können?


    International glaubt die Geschichten ohnehin fast niemand - auch wenn "Freunde" das nicht unbedingt offen aussprechen.



    Die USA werden es einfach nicht "verknusen" können, dass Merkel und Hollande ihnen die sichere Aussicht auf einen Krieg von Poroschenkos Gnaden verhagelt haben. Nun müssen sie schon selbst aktiv werden, wenn weitergekämpft werden soll.


    Nur unterschätzen sie dabei die Fähigkeit der älteren Generation in "Good Old Europe", die sich nicht so einfach hinters Licht führen lässt. :p

  • Zitat

    Unterdessen hat die spanische Polizei acht Männer festgenommen. Sie sollen sich zur Unterstützung des Kampfes der prorussischen Separatisten in der Ostukraine aufgehalten haben. Die Festgenommen hätten prorussische und "extrem linke" Einstellungen, hieß es aus Ermittlerkreisen. Laut dem Innenministerium erfolgten die Festnahmen am Morgen zeitgleich in sechs spanischen Provinzen.

    SPON


    Mal sehen wann die ersten Deutschen drankommen, ein paar Fälle waren hier ja schon verlinkt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Boomer64
    US-Geheimdienst: Separatisten greifen im Frühjahr Mariupol an
    kündigen ihre geplanten false flag-Operationen gleich ganz öffentlich an. :rolleyes:


    Ah ja. Und die Angriffe auf Debalzewe und all die anderen Ukrainischen Städte waren wohl auch alle false flag Operationen der bösen Amerikaner? :D


    Wir werden ja sehen, ob sich Putin mit dem Status Quo zufrieden gibt, oder ob es bald wieder zu Angriffen kommt. Aber praktisch, wenn man dafür schon einen Schuldigen gefunden hat, nämlich die Amerikaner.

  • Wie ich schon geschrieben habe, US-Amis und Russen in einen Sack und dann draufhauen,
    da trifft es immer den Richtigen.


    Die beiden stehen sich, was 'weltpolitische Sauereien anzetteln' betrifft, in nichts nach. :p

  • Sollte Minsk II zum Erfolg werden, hat zumindest die EU wieder ein Pfrund in Sachen Glaubwürdigkeit auf der Rechnung.


    Wer gestern bei Illner den Parlamentspräsidenten Martin Schulz hat hören dürfen, wird überrascht gewesen sein, welche vernünftige Linie die EU inzwischen verfolgt. Die Zeit pauschaler "Russenhetze" ist Vergangenheit, und nüchterner und glaubwürdiger Kritik an Russland gewichen. Auch wenn ich in Teilen anderer Meinung bin als er, halte ich die von ihm vorgetragene Position für nachvollziehbar und vertretbar. Allein das Entfallen des tendenziösen Untertons, der bis vor kurzem noch jeden Satz begleitete, bringt die Diskussion auf ein vernünftiges und konstruktives Niveau.


    Das wird ganz sicher auch Putin wohlwollend zur Kenntnis genommen haben. Dass er mit sachlicher Kritik an seinem Vorgehen leben muss, dürfte ihn nicht überraschen.


    Ist Europa inzwischen doch erwachsen geworden und kann für sich selbst reden? :)

  • Nein. Einer hat erkannt, dass er sich selbst aus der Schusslinie nehmen muss. Schließe nicht vom Verhalten eines Einzelnen auf Alles.


    BTW: Wie soll Minsk II zum Erfolg werden? Es war der totale Reinfall; oder hast du ein anderes Abkommen und eine andere Verhandlung gesehen?

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Beide Seiten haben begonnen, schweres Material dem Abkommen entsprechend zurückzuziehen. Bewohner des Donbass berichten, es herrsche eine nahezu "gespenstische" Ruhe (obwohl sie der Sache immer noch nicht so ganz trauen).


    Warum soll es kein Erfolg sein, wenn zumindest das systematische Töten ein (vorläufiges) Ende gefunden hat?



    Dass Poroschenkos "Anti-Terror-Einsatz" das Klima im Land über Jahrzehnte vergiftet hat, ist nun einmal Fakt und lässt sich mit keinem Vertrag der Welt ändern - und mit Waffenlieferungen erst recht nicht. Wie Martin Schulz und die Kanzlerin erklärt haben, wird es diese Jahrzehnte benötigen, will man die Bevölkerung beider Gebiete wieder versöhnen. Insoweit hat Poroschenko ganze Arbeit geleistet. Und das noch effektiver als Walter Ulbricht mit seinem Mauerbau längs durch Deutschland, weil die Spaltung der Ukraine regelrecht in die Köpfe der Bevölkerung gemeißelt wurde.

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