Ukraine / Krimkrise

  • 20.03.2015 13:33


    Putins Trolle posten angeblich in Zwölf-Stunden-Schichten


    Schon länger scheint es ein offenes Geheimnis, dass prorussische Ansichten systematisch in sozialen Medien gepostet werden.
    Nun sollen neue Belege dafür aufgetaucht sein.


    Quelle: http://www.heise.de/newsticker…en-Schichten-2581836.html


    "Die straff hierarchisch organisierten Angestellten betrieben diverse Accounts in sozialen Medien wie LiveJournal, Twitter und woanders.
    Sie arbeiteten in Zwölf-Stunden-Schichten für monatlich 40.000 Rubel, umgerechnet gut 600 Euro.
    Sie äußerten sich nicht nur im Sinne des Kremls in politischen Diskussionen, sondern auch in Foren, die sich um andere Themen kümmern.
    Dafür gebe es Richtlinien zu bestimmten Stichwörtern wie "EU", "Ukraine", "USA" und zur russischen Opposition und auch zur Länge der Beiträge – zudem oft vorgefertigte Antworten.
    Diese Vorgaben hätten die Angestellten der Agentur strikt einzuhalten."



    @ Gallium - Kannst du das so bestätigen oder bekommst du mehr oder weniger? ;):D



    Die andere Frage, die sich da aufdrängt: Wer bezahlt saintsimon und suka für die "Gegenposition" (Putinhasser) :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Als damals Vierjähriger kannst du den Unterschied davor/danach ja auch prima beurteilen, und selbst im wirklichen Wendejahr 1989 dürften dich vor allem Pubertätsprobleme beschäftigt haben :D


    Stimmt, aber ich habe Augen im Kopf und Ohren die vieles über die Zustände damals berichten.
    Ja, früher war halt (fast) alles besser :D

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Kleine Info am Rande weil es hier ja auch ab und an über Medien geht:



    Russia Today sendet nun auch einige Beiträge im Kabel TV auf Deutsch. Mir sind lokalisierte Artikel bisher nur über Internet bekannt. Vielleicht ist es schon länger so, aber mir ist das neu.

  • Folgender Artikel erschien gerade auf dem Schirm, als ich mich ins Netz eingebucht habe:


    Krim: "Wie in der Dritten Welt" - Zustände auf der Krim katastrophal - Russland muss Milliarden zahlen


    Hier wird deutlich, in welchem Zustand die Ukraine schon zu "Maidan-Zeiten" war. Zwar soll es laut Artikel auf der Krim noch einmal schlechter als im übrigen Land gewesen sein, aus dem Zustand der Krim lässt sich aber zumindest grob auf den Zustand des ganzen Landes schließen.


    Hatte ich bis dato noch mit einem Aufwand zur Stützung der Krim von monatlich 100 Mio. € (1,2 Mrd. € p.a.) gerechnet, scheint der Anschluss für Russland noch viel teurer zu kommen. Laut Bericht geht Putin inzwischen von 22 Mrd. € bis zum Jahr 2020 (also von ca. 4 Mrd. p.a.) aus.


    Geht man vom Finanzbedarf der Krim i.H.v. 4 Mrd. € jährlich aus, wird man die Dimension dessen erahnen können, in welcher Höhe der Finanzbedarf der Ukraine insgesamt ist, wenn sie einfach nur überleben will (einschließlich Bevölkerung).


    Wer soll das stemmen?


    Die Devisenreserven der Ukraine müssten zwischenzeitlich komplett aufgebraucht sein oder zumindest kurz davor stehen. Aber statt sich dieses Problems anzunehmen, diskutiert die Welt lieber über die Währungsreserven Russlands, von denen die Ukraine rein gar nicht hat.

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    ... unserer...


    Da ist sie wieder, die übliche West-Schuldvereinnahmungsformel "uns" bzw. "wir". Forget it.


    Aber im gleichen Magazin findet sich auch:
    http://www.cicero.de/weltbuehn…gie-putins-russland/58989


    "Feindbild Europa


    In Russland erlebt die Idee der eurasischen Bewegung gerade eine Renaissance. Und die europäische Rechte applaudiert. Prominentester Vertreter russischer Großmachtfantasien: Alexander Dugin. Kopf einer Bewegung, die ihren Ursprung in Europa hat ..."

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • http://www.faz.net/aktuell/pol…-petersburg-13496640.html


    "Böse Nazis, gute Nazis


    Der Kreml versucht seit einiger Zeit, Freunde in Westeuropa zu finden und stützt sich dabei vor allem auf rechtsextreme Parteien. An diesem Sonntag trifft sich das „Konservative Forum“ in St. Petersburg. Was aber soll die Konferenz?


    Aus Sicht des Kreml gibt es böse Nazis und gute Nazis. Die bösen sind in der Ukraine, wo sich die besten Vertreter der „russischen Welt“ ihrer erwehren, heldenhaft und in der Freizeit. Die guten Nazis sind in Ländern der EU, wo sie gegen allgemeinen Werteverfall kämpfen - und an diesem Wochenende kommen sie nach Sankt Petersburg.


    Dort, in Russlands „nördlicher Hauptstadt“, treffen sich am Sonntag rechtsextreme Parteien aus ganz Europa, Russland für dieses Mal mit eingeschlossen, zu einem „Internationalen Russischen Konservativen Forum“. Man versammelt sich im „Holiday Inn“. ...
    ...


    Denn ohne Billigung der Obrigkeit gäbe es die Konferenz nicht. Sie liegt auf der Linie des Kreml - auch wenn ihre Organisation formal ausgelagert ist. Das Forum wird von der Partei „Heimat“ organisiert, der unter anderem der stellvertretende Ministerpräsident Dmitrij Rogosin und Putins Berater Sergej Glasjew zugerechnet werden.


    ...


    Rund 300 Teilnehmer werden zu dem Forum erwartet. Es ist ein Fest des paneurasischen Rechtsextremismus. Aus Deutschland ist die NPD angekündigt, vertreten durch den ehemaligen Vorsitzenden Udo Voigt. Aus Italien kommt Roberto Fiore, Gründer der „Forza Nuova“, die schon die Annexion der Krim unterstützte. Griechenland wird von der „Goldenen Morgenröte“ vertreten, Großbritannien durch die British National Party, Bulgarien durch „Ataka“. Weitere Vertreter nationalistischer Parteien sollen aus Dänemark, Schweden und Spanien anreisen.


    Sie treffen im „Holiday Inn“ auf Vertreter des großrussischen Expansionsgedankens. So soll Alexander Kofman, der „Außenminister“ der „Donezker Volksrepublik“, kommen und eine Reihe russischer Nationalisten. Etwa ein Vertreter der „Russischen Imperialen Bewegung“, die „russische Männer zum gemeinsamen Kampf für Neurussland unter imperialer Flagge“ aufruft. Die Konferenz soll ein Abgeordneter der Regierungspartei „Einiges Russland“ eröffnen, der als Autor von Gesetzesprojekten in Erscheinung getreten ist, etwa dem, Homosexuellen und Einwanderern, die keine Steuern zahlen, die Elternrechte abzuerkennen. ...


    ...


    Ziel sie die Schaffung einer neuen „Komintern“


    In der Tat hört man innerhalb Russlands wenig über des Kremls Versuche, in der EU neue Partner am rechtsextremen Rand zu finden, etwa über einen Millionenkredit an den französischen Front National. Der „Antifaschismus“ des Kreml sei, so Wischnewskij weiter, „genau wie das Recht auf Selbstbestimmung“ nach dem Muster der Krim, „ausschließlich für den Export“.


    ...


    Der Vorsitzende von „Heimat“, Fjodor Birjukow, sagte, die echten Nazis seien die Kräfte, welche die Macht in Kiew erobert hätten und ihre Unterstützer in Europa und den Vereinigten Staaten. Seine Partei hingegen habe „gesunde, patriotische, konservative Kräfte“ eingeladen, „denen die amerikanische Einmischung in europäische Angelegenheiten nicht gefällt. Sie unterstützen die russische humanitäre Mission im Südosten der Ukraine.“"

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