Landtagswahl Thüringen 2014

  • Dass die Linke das Vermögen der SED nicht aufgeben wollte ist doch absolut logisch. Hätte wahrscheinlich jeder so gemacht. Nachteil davon ist eben, dass ihr nun für immer anhaftet, dass die direkte Nachfolgepartei der SED ist.


    Hätte man eine neue Partei gegründet, wäre diese sehr wahrscheinlich in der Versenkung verschwunden und erst nach Gerhard Schörder als WASG entstanden. Es ist nun mal so, dass die einzige Partei links von der Mitte die ehemalige PDS ist.


    Sich nun hinzustellen und zu sagen: die haben aber ja das Vermögen der SED übernommen halte ich für naiv, denn jeder der die Möglichkeit gehabt hätte, hätte dies auch so gemacht. Egal ob SPD, CDU oder welche Partei auch immer.

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  • [QUOTE] Original geschrieben von Nokiahandyfan
    Dass die Linke das Vermögen der SED nicht aufgeben wollte ist doch absolut logisch. Hätte wahrscheinlich jeder so gemacht. Nachteil davon ist eben, dass ihr nun für immer anhaftet, dass die direkte Nachfolgepartei der SED ist.


    Hätte man eine neue Partei gegründet, wäre diese sehr wahrscheinlich in der Versenkung verschwunden und erst nach Gerhard Schörder als WASG entstanden. Es ist nun mal so, dass die einzige Partei links von der Mitte die ehemalige PDS ist.


    Sich nun hinzustellen und zu sagen: die haben aber ja das Vermögen der SED übernommen halte ich für naiv, denn jeder der die Möglichkeit gehabt hätte, hätte dies auch so gemacht. Egal ob SPD, CDU oder welche Partei auch immer. [/QUOTE
    Die Linke ist keine Nachfolgepartei der SED, sondern die alte Partei mit mehrmaliger Namensänderung.Sie hat deshalb auch kein Vermögen übernommen sondern es einfach schon besessen. Ist jetzt aber auch nicht so wichtig, endscheidend ist doch vielmehr welche Ziele verfolgt diese Partei eigentlich und was geht in den Köpfen vieler Mitglieder dieser Partei vor?(z.b. Kommunistische Plattform und die Zirkel um Sarah Wagenknecht?)Was da im Parteiprogramm steht ist da ziemlich unwichtig und dient eher der Verschleierung poltischer Ziele.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Abgesehen von einigen wenigen vollkommen absurden Ideen halte ich das Wahlprogramm der Linken nicht für falsch.


    Insbesondere ihre erkennbare Absicht, eine weitere Öffnung der Einkommenschere zwischen Gut- und Geringverdienern zu verhindern, um so der Entstehung weiterer sozialer Brennpunkte entgegenzuwirken, halte ich für wesentlich. Unruhen gibt es vor allem in Ländern, in denen ein nennenswerter Anteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. Momentan befindet sich die Bundesrepublik auf dem Weg dorthin.


    Die beiden großen Volksparteien sind in der Mitte zusammengerückt, so dass es aus meiner Sicht keine andere Kraft gibt, die ernsthaft und zuverlässig auf der Seite der sozial Schwachen steht.


    Bei den Grünen ist das so eine Sache. Zwar gilt das momentan auch für sie, bei dem Schlingerkurs in jüngerer Vergangenheit kann man aber nicht sicher sein, wo die Reise hingeht. Bildet sie nur mit einer Partei aus der Mitte eine Regierungskoalition, wird das soziale Gewissen notfalls auch (zumindest in Teilen) geopfert. Die Linken könnten hier als Korrektiv dienen.


    Auch in Sachen Rechtsstaatlichkeit liegen sie vorn. Paradoxerweise sind/waren sie zusammen mit der FDP die Einzigen, die sich stets mit Nachdruck gegen die Bespitzelung der eigenen Bürger gewendet haben. Was CDU und SPD schon realisiert haben bzw. noch vorhaben, stellt schon fast das SED-Regime in den Schatten. Warum wohl wird der NSA-Skandal klein gehalten? Weil sie eben nicht viel besser ist.


    Weltweit steht die Bundesrepublik bei der Überwachung der Kommunikation ihrer Bürger auf einem der vorderen Plätze. In der Zahl der Auskunftsersuchen an Google, Facebook (auch private Nachrichten) und Co steht sie hinter den USA auf Platz zwei - deutlich vor Russland und China. In der Telefonüberwachung liegt sie m.W. sogar noch vor den USA (insoweit leider nicht ganz aktuelle Infos).


    Die Linken halte ich heute für so notwendig, wie vor 30 Jahren die SPD.

  • Welche Parteien notwendig sind entscheidend eh der Wähler durch seine Stimmabgabe. Das ist mal nun so, auch wenn es individuell sehr unterschiedlich gesehen wird welche Partei(en) da überflüssig wären.Bei den Grünen ist es ähnlich wie bei den anderen bedeutenden Parteien, sie hat mehrere Flügel,welche auch zu bestimmten Themem keine einheitliche Meinung haben. Man tut sich dann schwer dem Wähler zu vermitteln das man einen klaren poltischen Kurs fährt und nicht als zerstrittene Truppe wahrgenommen wird.

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  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Die Linke ist keine Nachfolgepartei der SED, sondern die alte Partei mit mehrmaliger Namensänderung.Sie hat deshalb auch kein Vermögen übernommen sondern es einfach schon besessen. Ist jetzt aber auch nicht so wichtig, endscheidend ist doch vielmehr welche Ziele verfolgt diese Partei eigentlich und was geht in den Köpfen vieler Mitglieder dieser Partei vor?(z.b. Kommunistische Plattform und die Zirkel um Sarah Wagenknecht?)Was da im Parteiprogramm steht ist da ziemlich unwichtig und dient eher der Verschleierung poltischer Ziele.


    Das meine ich ja mit Nachfolgepartei.


    In dem Sinne, dass es immer als Argument genommen wird, warum die Linke an keiner Regierung beteiligt sein sollt, ist es aber schon wichtig.


    Also ich kann die Kommunistische Plattform in den Medien nicht wahrnehmen. Wenn ich nicht wüsste, dass Sarah W. ihr angehören würde, würde ich wahrscheinlich nicht mal wissen, dass es die gibt.


    Wie Helmut Kohl schon sagte: Entscheiden ist, was hinten bei raus kommt.


    Ich bin kein Befürworter von R2G, für hat es wahrscheinlich einige Nachteile, aber ich finde es schon komisch, wie manchmal versucht wird ein Schreckgespenst zu erzeugen.

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  • Für eine Verteidigungsarmee braucht es auch keine Einsätze im Ausland.


    Und, sind die Länder Berlin, Brandenburg oder MV bewahrheitet untergegangen? Hat man dort die Mauer wieder aufgebaut, Betriebe enteignet, die Banken vertstaatlicht, die Planwirtschaft eingeführt?

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  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau


    Die Linken halte ich heute für so notwendig, wie vor 30 Jahren die SPD.


    Ein wahrlich bizarrer Vergleich. Die SPD hat trotz allen ideologischen Fragwürdigkeiten ("demokratscher Sozialismus") in 150 Jahren wohl unzweifelhaft ihre demokratische Zuverlässigkeit bewiesen. Von der Partei der Mauermörder kann man das nun wirklich nicht behaupten. Um so bedauerlicher ist es, daß sich thüringische SPD nun derart gegenüber der SED 2.0 prostituiert. Was Kurt Schumacher wohl dazu sagen würde?

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