Islamistischer Terror in Europa

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Printus, es gibt auch christlichen Fundamentalismus, und bis vor wenigen Jahren starben etliche Menschen in einem nicht zuletzt religiös bzw. konfessionell geprägten Krieg in Nordirland.


    Das ist ein einzelner lokaler Brennpunkt. Ohne es zu verharmlosen, aber da gehen 2 Gruppierungen untereinander aufeinander los. Sie versuchen nicht, Dritte auf der ganzen Welt zu terrorisieren. Insofern kein besonders guter Vergleich.


    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Die Religion ist übrigens nicht der einzige Unterschied zwischen den westlichen und den Gesellschaften im Nahen Osten - den krassen Wohlstandsunterschied zwischen Europa und dem Nahen Osten (minus Israel) und die politische Situation im Nahen Osten muss eigentlich fast nicht erwähnen, oder? Vom miserablen außenpolitischen Management des Westens ganz zu schweigen.


    Den Radikalismus auf den Islam zu schieben ist ein wenig kurz gegriffen.


    Das sind mir zu diffuse Behauptungen, die immer gerne benutzt werden, aber nicht zielführend sind. Es spielen zu viele komplexe Faktoren mit und dem Westen anzulasten, dass der Islam hunderte Jahre humanistischer Entwicklung verpasst hat, geht für mich nicht auf.


    Eher ist es doch so, dass die Interpretation und das Selbstverständnis relativ vieler Muslime ist, dass Ungläubige nichts wert seien und bekämpft werden müssen. Einige Radikale gehen so weit, deswegen zu morden. Daran ist nicht der Westen schuld.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Ich finde die sogar sehr zielführend - an materiellen Verhältnissen lässt sich eher etwas ändern als an Glaubenssystemen. Schlechte materielle Verhältnisse sind immer eine hervorragende Voraussetzung für Radikalisierung. Dafür ist gerade Nordirland ein gutes Beispiel, und genau deshalb war es als Analogie gewählt.


    Ich habe übrigens sehr große Zweifel, dass wir hier wirklich Kompetenz haben festzustellen, was die gegenwärtig herrschende Dogmatik der führenden islamischen Schulen lehrt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese eben nicht lehrt, dass Anhänger anderer Religionen unwürdig sind. Auf Fanatiker als Gegenbeispiel zu verweisen ist da nicht besonders zielführend - ich möchte auch als Protestant auch eher nicht gleichgesetzt werden mit Evangelikalen aus dem Bible Belt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Das sind mir zu diffuse Behauptungen, die immer gerne benutzt werden, aber nicht zielführend sind.


    Konkreter nochmal:
    Siehst du nicht, welche ziemlich direkten Folgen die Außerkraftsetzung der irakischen Streitkräfte hatte auf die Situation heute samt Quelle des Terrors? Wer sollte da eingegriffen haben?
    Wie siehst du die Folgen der antisunnitischen Politik dort durch die USA?
    Inzwischen ist man in der westlichen Welt doch relativ konsens, dass das nach hinten losgegangen ist.


    Sollte man nicht außer acht lassen.

    Mit Grüßen ...

  • Re: Re: Re: Re: Innenminister



    Ich kann nicht beantworten welche Instanzen innerhalb der muslimischen Gemeinden sowas initiieren können. Aber es geht doch schon damit los, was der Imam predigt. Allzuoft erfährt man von erzkonserativen Hasspredigern. Wo sind denn die Positivbeispiele, wo ist eine Leitfigur, die sich herausbildet und in die richtige Richtung vorranschreitet?


    Bei den Katholen ist gerade einer Papst, der das z. B. für die kath. Kirche anpackt. Er predigt Bescheidenheit und Rücksichtnahme und prangert Fehlentwicklungen klipp und klar an. Wo gibt es einen maßgeblichen Islamfürer, der dasselbe macht?

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Re: Re: Innenminister


    Zitat

    Original geschrieben von rajenske
    Das war - wie man lesen kann - die "islamistische Terrormiliz Boko Haram". Übelst.


    Deshalb sind auch wieder hier nicht alle Muslime grundsätzlich Schuld, weil sie nun mal dieser Religion angehören. Diesen Eindruck erwecken ja immer wieder einige hier.


    Um auf Dein posting mal eine ziemlich platte Antwort zu geben: Auf diesem Planeten leben etwa 7,2 Mrd. Menschen, davon ca. 1,6 Mrd. Moslems, also gut 22%. Die Mitgliederzahl islamistischer Terroristenbanden wie Boko Haram, IS, Al-Quaida, den Taliban, Abu Sayyaf etc. dürfte realistisch betrachtet weltweit irgendwo im sechsstelligen Bereich liegen. Man kann somit mit Fug und Recht sagen, daß nur ein mikroskopisch winziger Teil der Moslems Terroristen sind.
    Andererseits gehen von den weltweit rund 18000 Terrortoten im Jahr 2013 etwa 12000 - also ca. 66% - auf das Konto islamistischer Terroristen (http://www.faz.net/aktuell/pol…orism-index-13271774.html).
    Somit bleibt ganz simpel festzustellen: 1. Fast kein Moslem ist ein terroristischer Mörder. 2. Ein erschreckend hoher Anteil terroristischer Mörder ist Moslem.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Die Religion ist übrigens nicht der einzige Unterschied zwischen den westlichen und den Gesellschaften im Nahen Osten - den krassen Wohlstandsunterschied zwischen Europa und dem Nahen Osten (minus Israel) und die politische Situation im Nahen Osten muss eigentlich fast nicht erwähnen, oder?


    Welcher krasse Wohlstandsunterschied? Das Bruttoinlandsprodukt vieler arabischer Länder ist (kaufkraftbereinigt) pro Kopf höher als das von Ländern wie Italien, Portugal, Tschechien und Polen.


    Wo ist denn die Burj Khalifa von Deutschland? Oder das Skigebiet im Death Valley?


    Das Problem ist IMHO eher, dass davon beim Volk nichts ankommt, sondern das Geld in europäische Fußballvereine investiert wird.

    Meine Beiträge können Spuren von Zynismus und Sarkasmus enthalten.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe


    Was für eine Staatsbürgerschaft haben eigentlich Deine muslimischen Kollegen?

    Türkisch, Marokanisch und Jordanisch. (Nein keiner von den hat die deutsche Staatsbürgerschaft)

  • Deutsche Staatsbürger sind in Deutschland in ihrer Meinungsfreiheit nicht eingeschränkter als ausländische Staatsbürger. Für beide gilt das gleiche Recht.

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