NFC Bezahlapp von Bank aus Deutschland verfügbar?

  • Gibt es irgendeine bekannte Bank in Deutschland, welche eine NFC Zahlung per Smartphone bietet?


    Ich kenne hier bisher nur diverse ausländische E-Geld-Buden wie clickandbuy oder Wirecard UK, welche ausnahmslos den Nachteil haben, dass ich vor der Zahlung erst Geld ins Ausland überweisen muss.
    Ich hätte gern einen Anbieter, welcher zum vollwertigen deutschen Konto so eine App mit anbietet, deren Umsätze genau wie eine Kartennutzung mit vom Girokonto abgebucht werden.


    Fidor arbeitet angeblich daran. Gibt es eine deutsche Bank, bei der das bereits verfügbar ist?


    Danke.

  • Danke. Bei dem Anbieter kann die NFC-Funktion des Smartphones scheinbar nicht genutzt werden (freier nicht vom Akku abgedeckter microsd-Steckplatz für extra NFC-SD-Karte notwendig). Ist besser als nichts, kann ich nicht nutzen.


    Gibt es noch mehr Anbieter?


    Ich kann es irgendwie nicht glauben, dass sich die deutschen Banken von den ausländischen E-Geld-Buden so die Butter vom Brot nehmen lassen, und fast alle einfach nichts anbieten.

  • Ich kann irgendwie nicht verstehen warum manche unbedingt mit ihrem Schmartfon bezahlen wollen.
    Möglicherweise ist der Markt hierfür in De Land nicht vorhanden, zumindest sehe ich ihn nicht.
    Für NFC Zahlung nutze ich meine VISA oder MasterCard Karten.
    Allerdings habe ich bisher auch noch niemanden vor mir an der Kasse per NFC zahlen sehen, daher siehe zweite Zeile. Die Leute nutzen entweder Bargeld oder Girocard.

    MagentaMobil L flex ff
    Samsung Galaxy S23U, Galaxy S9

  • Zitat

    Original geschrieben von nemesis001
    Ich kann irgendwie nicht verstehen warum manche unbedingt mit ihrem Schmartfon bezahlen wollen.
    Möglicherweise ist der Markt hierfür in De Land nicht vorhanden, zumindest sehe ich ihn nicht.


    Du siehst den Markt nicht. Genau wie andere, die sich vor Jahren nicht vorstellen konnten, dass Kompaktkameras als Standalone-Gerät fast komplett von Kameras in Smartphones abgelöst wurden.
    Gerade junge Leute machen alles nur noch am Smartphone.


    Zitat

    Original geschrieben von nemesis001 Für NFC Zahlung nutze ich meine VISA oder MasterCard Karten.


    Die Tendenz ist überdeutlich, dass immer mehr Funktionen in die Smartphones gepackt werden.


    Wobei NFC ja eigentlich überhaupt nix mit VISA oder Mastercard zu tun hat, sondern ein völlig separates Zahlungsmittel ist. Es wurde einfach nur die NFC-Antenne und der NFC-Chip (fest an einen Anbieter angedockt) mit in die Kreditkarte integriert, weil das ein praktischer Ort dafür ist.
    Technisch ist es etwas komplizierter, die im Smartphone vorhandenen NFC-Antenne und NFC-Chip je nach App an verschiedene Anbieter anzudocken, aber unlösbar ist das nicht.

  • Was spricht gegen das Lastschriftverfahren bei der Telekom MyWallet?
    Dann musst Du keine Überweisungen tätigen und auch nicht schauen ob genug Guthaben geladen ist.

  • Zitat

    Original geschrieben von t-tommy1 Was spricht gegen das Lastschriftverfahren bei der Telekom MyWallet?


    Da hast Du eigentlich Recht. Der einzige Nachteil ist nur noch, dass persönliche Daten an eine ausländische Nichtbank übermittelt werden, und evtl. zusätzlich an die Telekom.


    Im Idealfall hätte ich meine Daten nur bei der einen deutschen Bank, die das Girokonto führt (von der bei Mywallet die Lastschriften abgehen). Und das ganze Overhead-Gedöns nicht. Aber was ist im Leben schon ideal :cool: .


    Mich wundert, dass nicht einfach die Sparkasse ode die deutsche Bank eine Kopie der NFC-Technik von der Zahlkarte für das Smartphone anbietet. Die Sparkassen haben wohl etwas mit Name "girogo" proprietär zur Nutzung mit Zahlkarten gebastelt, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich das Ding spätestens im Ausland nicht nutzen kann. Paywave und Paypass dagegen sind international.
    Abgesehen davon gibt es girogo nach meinen Infos nicht als App für das Smartphone.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Du siehst den Markt nicht.


    Wenn Kontaktlos zahlen überall möglich ist, die klassische Karte mit Prägung, Magnetstreifen und Chip also überflüssig ist, sehe ich schon einen Markt für andere Verpackungen. Schlüsselanhänger, Armbänder und -uhren, Ringe und meinetwegen auch Aufkleber für das Telefon wären durchaus praktische Orte für das "Bezahl-Dings".


    Eine App auf dem Telefon hat demgegenüber den klaren Nachteil, das sie nicht benutzt werden kann wenn mal wieder der Akku leer ist (und man dann auch kein Bargeld abheben kann). Hinzu kommt daß das Telefon als "feindliche Umgebung" zu betrachten ist, in der geheime Daten nicht wirklich sicher sind. Deshalb verwenden meines Wissens die Apps die jetzt schon den NFC-Chip des Telefons zum Bezahlen nutzen ein zusätzliches, in die SIM integriertes, Sicherheitsmodul für die Kartendaten - und sind daher vom Netzbetreiber abhängig. Will man das?

  • Zitat

    Original geschrieben von kmak Eine App auf dem Telefon hat demgegenüber den klaren Nachteil, das sie nicht benutzt werden kann wenn mal wieder der Akku leer ist (und man dann auch kein Bargeld abheben kann).


    Das wäre noch zu klären: Beim NFC-Zahlvorgang mit der Kreditkarte wird die Spannung zum Betrieb des NFC-Chips vom Terminal elektromagnetisch induziert. Möglicherweise wäre dasselbe mit der Antenne und dem Chip im Smartphone möglich: Sobald dieser einmal über die App programmiert wurde, könnte dieser ohne App und bei ausgeschaltetem Smartphone funktionieren.


    Zitat

    Original geschrieben von kmak Hinzu kommt daß das Telefon als "feindliche Umgebung" zu betrachten ist, in der geheime Daten nicht wirklich sicher sind.


    Da könnte man genauso argumentieren, dass der Wettbewerber (Brieftasche mit Bargeld) eine feindliche Umgebung für das Bargeld darstellt, welches z.B. gestohlen werden oder verloren gehen kann, und dann weg ist.


    Im Gegensatz dazu müssen über NFC oder Leaks in der Smartphone-Software gestohlene Geldbeträge durch das Processing zum Geldempfänger gelangen. Dadurch ist der Weg des gestohlenen Geldes lückenlos nachvollziehbar. Münzen haben per default keine ID, und Geldscheine haben zwar eine, welche aber unterwegs nicht notiert wird.


    Aber klar, alternativ zur Nutzung des im Smartphone integrierten NFC kann man einfach einen fest programmierten NFC-Chip mit Antenne in einem Sticker unterbringen, und diesen z.B. auf die Smartphone-Rückwand kleben (wenn Platz ist, auch von innen), und umgeht manche Probleme.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Ich kann es irgendwie nicht glauben, dass sich die deutschen Banken von den ausländischen E-Geld-Buden so die Butter vom Brot nehmen lassen

    Zitat

    persönliche Daten an eine ausländische Nichtbank übermittelt


    Ich denke, da beantwortest du dir die erste (implizite) Frage, warum die sich die Butter vom Brot nehmen lassen, schon selbst: Weil die ausländischen Anbieter eben nicht den regulatorischen Rahmenbedingungen und Aufsicht in Deutschland unterliegen. Gerade das vereinigte Königreich wird da ja von vielen Anbietern sehr bewusst gewählt. Wie ich hörte (ohne da jetzt allerdings Details zu kennen) haben die sehr attraktive rechtliche Rahmenbedingungen und eine kooperative Aufsicht für Zahlungsdienste- und E-Geld-Anbieter.


    Dazu kommt wohl, dass der deutsche Markt recht von Preissensitivität und Preisdruck gekennzeichnet ist.

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