ZitatOriginal geschrieben von Goyale
Die Antwort ist ganz einfach: Weil man zu dumm für das Erlangen der Hochschulreife war, oder weil man keine Lust hatte, noch 2 Jahre Schule dran zu hängen.
Ehm, nein?
Ich bin nach dem Abi an eine FH gegangen, um dort Elektrotechnik auf Bachelor zu studieren. Andere aus meinem Abi-Jahrgang sind an eine Uni gegangen.
In der FH hatte ich teilweise eine 1:1 Betreuung, beispielsweise erinnere ich mich an eine Übungsrunde mit dem Prof, seinem Betreuer (Dipl-Ing) und zwei Studenten! Das diese Förderung massive Vorteile für mein rudimentäres Verständnis der Thematik hatte ist wohl klar. Meine Uni-Kollegen hingegen saßen in Tutorien zu angeblich mehreren hundert Leuten bei denen vorher jemand der zwei Semester höher war versucht hat etwas vorzurechnen.
Kurzum: Ohne den intensiven Kontakt zu den Profs und deren Mitarbeitern, sowie die wesentlich familiärere Atmosphäre hätte ich das Studium geschmissen. So ist das Ergebnis, dass ich den Bachelor of Engineering habe und meine Uni-Kollegen nicht. Die haben frustriert abgebrochen und auf BWL umgesattelt.
Von meinen FH-Kollegen haben sich dann diejenigen mit Abschluß auch prächtig entwickelt (wir hatten auch nur ~20% die das Studium geschafft haben), ziemlich viele haben einen Master gemacht (mich eingeschlossen), davon auch an "richtigen" Unis. Manche haben sogar einen Doktor gemacht, witzigerweise im europäischen Ausland, weil die deutschen Unis mit der Nase gerümpft hatten und die notwendige Qualifikation bezweifelt haben.
Ich führe nun aber weder den Bachelor noch den Master in der Visitenkarte, sondern meine Position in der Firma, sowie fachspezfische Zertifizierungen, die einem Kunden gegenüber mehr Aussagekraft haben, als die "normalen" Abschlüße.