Immobilie zur Altersvorsorge?

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Gerade bei Grundsicherung im Alter halte ich ein EFH für sinnfrei. Wer dann in einer Mietwohnung in guter Lage wohnt, braucht sich um nichts Gedanken machen, weil das Amt alles bezahlt. Hier ist es leider wirtschaftlich am besten, nichts zu sparen.

    Die Frage ist ost das Sozialamt dann wirklich die Miete einer Mietwohnung in Guter Lage zahlt - oder nicht zum Umzug in den "Slum" noetigt.


    Bei einer eigenen Immobilie duerften da die Huerden schon gruesser sein.


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Abgesehen davon ist das EFH den größten Teil der Zeit zu groß oder zu klein. Wer immer die passende Wohnung am passenden Ort mietet, spart massig Geld.

    Kommt auf die Lebenssituation an.


    Wer 3-4 Kinder hat, der braucht entliche Jahre enorm viel Platz, und dann wenn sie mal alle ausgezogen sind nicht mehr.


    Aber wer nur 1 Kind hat, der kommt z.B. mit einer 4-Zimmer-Wohnung schon gut klar bis zum Umzug ins Pflegeheim.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Die Frage ist ost das Sozialamt dann wirklich die Miete einer Mietwohnung in Guter Lage zahlt - oder nicht zum Umzug in den "Slum" noetigt.

    Das Amt interessiert sich nicht für die Lage, sondern zuvorderst für den Preis und daneben noch für die Größe. So oder so wird vom Amt höchstens eine bestimmte Miete dauerhaft bezahlt. Wer teurer wohnt, der muss entweder umziehen oder den Rest seiner Miete selber tragen. Aber eine gute Lage zu einem günstigen Preis stört das Amt kein bißchen.

    Je suis Charlie

  • Da ist aber das Problem, gute Lage und guter Preis wird immer seltener. Die Mieten steigen sicher schneller als die Akzeptanzgrenzen beim Amt.


    Und wenn Prof. Rürup erklärt hat das so ein Haus immer zu groß oder zu klein ist, ist er dann ständig von Wohnung zu Wohnung gezogen? Das glaub ich auch nicht. Wer eine finanziell passende Wohnung hat bleibt da erstmal. Auch wenn die Platzverhältnisse nicht 100% sind. Wenn ich alle zwei Jahre umziehen müsste um in der passenden Wohnung zu leben konnte ich auch gleich ein großes Haus bauen und "reinwachsen", bei den anfallenden Umzugskosten.

  • Ein Haus kann niemals zu groß sein, solange man nicht in einem Schloss wohnt...
    Heimkino für den Herren, Nähzimmer, Arbeitszimmer, Werkzimmer, Garderobenzimmer, Vorratszimmer ... ein Haus muss schon wirklich gigantisch groß sein, dass man tatsächlich von "zu groß" sprechen kann und man absolut keine Verwendung für den Platz haben kann. Während der Kinderphase verzichtet man eben weitgehend auf die "Luxus-Zimmer" und wenn sie weg sind, hat man eine gute Größe.


    Von daher kauft man eben "zu groß" und hat nie ein Problem.

  • Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    Ein Haus kann niemals zu groß sein, solange man nicht in einem Schloss wohnt...


    Sehe ich komplett anders, gerade in Bezug auf Geldknappheit im Alter.


    Natürlich ist es schön viel Platz zu haben, wenn Freunde kommen, Abstellfläche u.s.w. Allerdings müssen die Räume auch alle beheizt werden und damit sind wir beim Totschlagargument gegen viel Fläche angelangt. Zweitens muss man die Räumlichkeiten auch putzen und Instandhalten, an dritter Stelle käme noch der Sicherheitsfaktor hinzu !

  • Nun gut, ich persönlich würde diese "Nachteile" zu Gunsten des Komforts immer in Kauf nehmen.
    Wenn das Geld so knapp ist, dass ich überlegen muss, ob ich im Alter ein paar zusätzliche Zimmer beheizen kann, dann besteht das grundsätzliche Problem aber wohl auch schon beim Kaufpreis, so dass sich die weitere Fragestellung erübrigt.

  • Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt Ein Haus kann niemals zu groß sein, solange man nicht in einem Schloss wohnt...


    Klar kann man das sehen. Das ist dann aber teurer Luxus, der bezahlt werden muss, und kein Geldsparmodell.


    Dazu kommt, dass evtl. das Amt bei Bedürftigkeit sagt: "Wir bezahlen Euch die üblichen Betriebskosten einer angemessenen Wohnung. Die Differenz zu den Schloß-Betriebskosten tragt ihr selber!"


    Wenn jemand bis zum Tod genug Geld hat, ist das freistehende altersgerechte (!) EFH mit 200m2 Wohnfläche super. Da bezahlt man auch gern z.B. 50.000€ zusätzlich für den altersgerechten Umbau. Aber wenn jemand im Bereich von Hartz/Grundsicherung lebt, kann das daneben gehen.


    Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt Nun gut, ich persönlich würde diese "Nachteile" zu Gunsten des Komforts immer in Kauf nehmen.


    Logisch kann ein Haus nie zu groß sein, wenn Du genug Kohle hast.


    Wenn es aber darum geht, dass im Alter evtl. Grundsicherung in Anspruch genommen werden muss, kann ein großes Haus immense Nachteile bedeuten. Niemand zahlt dann den Austausch der Heizungsanlage nach 30 Jahren!

  • Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass man sich im Bereich Hartz/Grundsicherung oder zu erwartender Altersarmut überhaupt keine Immobilie anschaffen sollte? ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass man sich im Bereich Hartz/Grundsicherung oder zu erwartender Altersarmut überhaupt keine Immobilie anschaffen sollte? ;)


    :top: :top: :top:


    Wir sind ja nur auf das Thema gekommen, weil besprochen wurde, ob/dass ein kleines EFH bei Grundsicherung zum nicht antastbaren Vermögen zählt.


    Bei zu erwartender Altersarmut (kann sich sich jeder für sich ausrechnen) heißt es rein wirtschaftlich gesehen nur: JETZT leben, alles Geld ausgeben, und später aus Steuergeldern alimentieren lassen, und dann aktiv um finanzielle Erleichterungen/Vergünstigungen kümmern.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale


    Bei zu erwartender Altersarmut (kann sich sich jeder für sich ausrechnen) heißt es rein wirtschaftlich gesehen nur: JETZT leben, alles Geld ausgeben, und später aus Steuergeldern alimentieren lassen, und dann aktiv um finanzielle Erleichterungen/Vergünstigungen kümmern.



    Falsch ! Natürlich sollte man sich gerade jetzt, wenn sich eine bevorstehende Altersarmut langsam abzeichnet, eine Immobilie kaufen ! Man sollte überhaupt all sein Geld irgendwie sparen und versuchen sinnvoll anzulegen.


    Alles aus den Fenster schmeissen und an ein System zu glauben, welches so in 20 oder 30 Jahren unter Garantie nicht mehr geben wird, wäre ein fataler Fehler ! Ich frage mich ernsthaft, wie du so einen Blödsinn überhaupt schreiben kannst ?

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!