Agfeo DECT-IP oder doch etwas anderes?

  • Hallo zusammen,


    wir überlegen, im Zuge der Umstellung auf NGN unsere betagte ISDN-Telefonanlage rauszuwerfen und auf ein moderneres System umzusteigen.


    Als Basis-Anlage habe ich an eine Agfeo AS 200 gedacht, mit LAN-Modul und analogen Ports. Dazu den TK-Suite-Server und die -Clients. Als Systemtelefon wäre dann ein ST45IP denkbar. Soweit alles kein Problem.


    Warum Agfeo? Weil ich die (nicht-DECT)-Geräte/Anlagen kenne und sehr gute Erfahrungen damit gemacht habe.


    Wo ich nicht so ganz sicher bin ist das DECT-System. Die Lokation besteht aus zwei Hallen und einem Verwaltungstrakt. Künftig sollen darin mindestens acht bis zehn Mobilteile angemeldet werden und durchgängig telefonieren können (bei maximal vier gleichzeitigen Telefonaten). Ich denke, es werden dann vier DECT-Basen benötigt, aber das wäre später zu klären. Außerdem soll es noch möglich sein, dass bei eingehenden Anrufen die Namen aus dem globalen Adressbuch (TK-Suite) auf dem Display der Mobilteile erscheinen.


    Soweit sollte das alles mit dem Agfeo DECT-System zu machen sein. Nun meine Fragen:
    - Kann ich an der Agfeo DECT-Basis auch Gigaset-Mobilteile anmelden?
    - Wenn ja, wird der AnruferNAME aus dem globalen Adressbuch angezeigt?
    - Habt ihr für so eine doch relative kleine Umgebung (bezüglich DECT) andere Ideen zur Realisierung (keine Fritzbox!)?


    Bin gespannt auf eure Antworten!
    Viele Grüße

    Ich brauche keine Signatur.

  • Hallo,


    an die Agfeo IP-Basis können leider nur Agfeo-Handteile angemeldet werden.


    Wenn es Gigaset-Handteile sein sollen kommt eventuell die Gigaset-IP Reihe in Betracht.
    Nur wirst Du dann keine Systemvorteile wie Zugriff auf das Anlagentelefonbuch haben.


    Die Agfeo-Handteile sind recht gut. Die Bedienung der Gigasets gefällt mir besser. Die Sprachqualität ist ungefähr gleich. Vielleicht kannst Du Dir ja beide Systeme mal irgendwo anschauen und dann entscheiden.


    Gruss,
    Nils

  • Hallo,


    Die Agfeo-DECT-Mobilteile haben halt zwei Nachteile:
    Sie sind (finde ich) unverhältnismäßig teuer, wir müssten alleine für die acht Mobilteile 2500 € ausgeben - und wehe wenn mal eins kaputt geht (brauchen DECT65IP).
    Die Anwender verwenden bisher Gigaset, müssten sich also umstellen.


    Zum Gigaset-System (also N720?):
    Hier könnten wir evtl. mit den bestehenden Mobilteilen weiterarbeiten oder E630 zu akzeptablem Preis neu beschaffen - die Systemvorteile brauchen wir nicht (CLIP mit Namen aus dem Anlagentelefonbuch sollte ja dennoch funktionieren??).


    Ooooder, was ich gerade sehe:
    Zwei N510 Basen mit jeweils drei Repeatern dran sollte eigentlich auch funktionieren?


    Viele Grüße

    Ich brauche keine Signatur.

  • Hallo,


    die 65er kosten schon einiges, da hast Du wohl recht. Ich hab mein System so nach und nach günstig aus der Bucht heraus aufgebaut. Da waren die Preise zu verschmerzen, komme aber auch mit den 60ern gut zurecht. Systemfunktionalität ist halt teuer.


    Umgewöhnung.. OK, das braucht ein wenig, ist aber nicht so schlimm. Ich habe hier an einem DX600 in der Wohnung auch Gigaset-Mobilteile und im Büro die Agfeo. Das sind keine Welten.


    Beim Gigaset würde ich zum N720 tendieren, kostet zwar mehr, ist aber ein erweiterbares Multicellsystem. Zwei 510 Basen mit Repeatern haben zwar eine große Reichweite, können aber kein Handover.


    Ob die Namensanzeige aus dem Anlagentelefonbuch funktioniert musst Du mal testen, kann ich Dir mangels passender Gigaset-Anlage leider nicht sagen. Kann funktionieren - muss aber nicht. Und da wird jeder Hersteller dann sagen, daß es am anderen Hersteller liegt. :rolleyes:


    Prinzipiell muss man sich die Frage stellen, ob man alles "aus einem Guss" möchte, volle Systemfunktionalität eingeschlossen (und da gehört nicht nur das Telefonbuch dazu) oder vielleicht preiswerter mit zwei Herstellern arbeitet und dann halt auf etwas Komfort verzichtet.


    Gruss,
    Nils

  • Blöde Gegenfrage: Was ist an der bisherigen ISDN-Anlage kaputt bzw. betagt? Nur damit kein Missverständnis entsteht – Du könntest diese ISDN-Anlage auch bei einem IP-basierten Anschluss weiter verwenden (beispielsweise über FRITZ!Box 7580, FRITZ!Box 7490, Speedport W 922V oder Speedport W 921V; letztere kostet bei eBay keine 45 €).


    Ich würde eine so große Anlage solange betreiben bis sie auseinander fällt. Vielleicht stellt Euer Betrieb in ein paar Jahren komplett auf Mobiltelefon um, die über eine Festnetz-Nummer zugeteilt/erreicht werden (siehe bereits heute beispielsweise sipgate team mobil).


    Wenn Du doch eine Systemlösung willst (Agfeo oder Gigaset Pro), dann würde ich mir einen Spezialisten in der näheren Umgebung suchen, der das System wartet bzw. betreut. Dann bist Du zwar noch teurer und kannst Dich nicht mal für ein bestimmtes System entscheiden – aber Du hast einen externen Schuldigen, wenn was nicht läuft. Und wenn der Spezialist sein Handwerk versteht, rechnet er mit Dir die Alternativen durch.


    Gigaset N510 IP PRO ist ein feines Gerät. Aber wie Du selbst schon gemerkt hast, für Euren Betrieb reicht eine Basis nicht aus und Du müsstest anfangen zu basteln. Einige der Gigaset (Pro) Tisch-Telefone haben die Gigaset N510 IP PRO bereits eingebaut (vier Gespräche gleichzeitig), beispielsweise die Gigaset DE900 IP Pro oder Gigaset DX800A. Hiermit könntest Du erstmal testen. Wenn Du nicht zufrieden bist, kannst Du Letztere immer noch als ISDN-Telefon an Deiner bisherigen ISDN-Anlage betreiben. Aber ich würde nicht basteln, sondern lieber zu umfangreich kaufen.

  • Re: Agfeo DECT-IP oder doch etwas anderes?


    Zitat

    Original geschrieben von PerfectFe
    ... Künftig sollen darin mindestens acht bis zehn Mobilteile angemeldet werden ...


    Das sollte schon Grund sein, die alte Anlage ersetzen zu müssen.

    WIEDERERÖFFNUNG: Frankies SAFTLÄDEN!
    - Saftladen 2015: Fa. SEAGATE (Speichermedien zur Datenvernichtung)
    - Saftladen des Jahres 2016: Apotal.de (Versandapotheke für Medis, die man erst Wochen später benötigt)
    - Saftladen des Jahres 2017: THERMy (EUROtronic) Heizkörperregler (für alle, die es saukalt mögen)
    "Wenn es heißt 'Alle müssen den Gürtel enger schnallen' fummelt jeder immer nur am Gürtel des Nachbarn herum" (N.Blüm)

  • Was ist draus geworden?

    Zitat

    Original geschrieben von Abi99
    Einige der Gigaset (Pro) Tisch-Telefone haben die Gigaset N510 IP PRO bereits eingebaut (vier Gespräche gleichzeitig), beispielsweise die Gigaset DE900 IP Pro […]

    Ich muss mich berichtigen: Dessen DECT-Basis ist nicht für sechs sondern nur für ein einziges Mobilteil (siehe Anleitung). Bliebe also nur die Gigaset DX800A.

  • Re: Agfeo DECT-IP oder doch etwas anderes?


    Zitat

    Original geschrieben von PerfectFe
    wir überlegen, im Zuge der Umstellung auf NGN unsere betagte ISDN-Telefonanlage rauszuwerfen und auf ein moderneres System umzusteigen.


    Als Basis-Anlage habe ich an eine Agfeo AS 200 gedacht, mit LAN-Modul und analogen Ports. Dazu den TK-Suite-Server und die -Clients. Als Systemtelefon wäre dann ein ST45IP denkbar. Soweit alles kein Problem.

    - sofern das Projekt jetzt nach zwei Monaten noch aktuell ist - das ist nicht nur nicht "kein Problem", sondern m.E. maximaler Murks. Abgesehen davon, daß ich bei Mehrzellen-DECT als wirklich allerletztes an Agfeo dächte, ist die AS-Serie auch ein Widerspruch zu einem "modernen System". Sie mag noch ein Weilchen lieferbar sein, die weitaus aktuelleren Agfeos sind aber die ES. Bei einem Umstieg auf NGN eine ISDN-Telefonanlage rauszuwerfen, macht nur dann auch Sinn, wenn man dafür nicht eine andere wieder mit TDM-Kern arbeitende Anlage anschafft. Aus je mehr DECT eine Anlage besteht, um so bezahlter macht sich gründliche Planung. Repeater sind, wo es um die Schaffung von DECT-Zellen geht, ausgesprochene Krücken. Mit Repeatern baut man keine Funkzellen, mit Repeatern beult man Funkzellen aus.


    Im übrigen ist DECT kein wirklicher Standard: mit herstellergemischten Kompositionen führt man es auf DECT-GAP zurück, nur dieser Kern ist wirklich Standard, und alles was über Geradeaustelefonie hinausgeht ist proprietär gelöst. Das bedeutet hier zwar meist eine geringere Inkompatibilität als in anderen Bereichen, aber dennoch i.d.R. deutlich spürbare Abstriche ggü. einem abgestimmten System.


    - Wohlgemerkt, sofern es denn noch aktuell ist - was ist denn derzeit eingesetzt, und welche Wünsche läßt das vor allem offen ?

    meine Einschätzungen zu VIP-SIM-Nummern und vielen anderen TK-Themen (mit dem Schwerpunkt Beschaffung von TK-Anlagen) gab es seit November 2012 auch auf http://www.telthies.de - wegen Implementierung der DSGVO pausiert dieses Angebot

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