Strategy Analytics ist eine unabhängige Beratungsgesellschaft für Telefonanbieter beheimatet in den USA. Sie gibt regelmäßig Berichte heraus zum Stand der Preise, Geschwindingkeiten, Angebote usw. in allen OECD-Ländern. Dazu benutzen sie sog. Benchmark-Tests.
Ihr neue Bericht zeigt, wo wir gerade stehen im Q4/2016: Deutschland ist jetzt (mit) das teuerste OECD-Land für Mobiles Breitband weltweit geworden! Damit sind alle Angebote für Daten im mobilen Internet über Breitbandnetze für Tablets, Laptops, Modems etc. gemeint.
Synopse auf English: https://www.strategyanalytics.…usage-prices#.WJK0odLhCpq
Auf deutsch:
- der Preis pro GB fällt international durchschnittlich um 10% pro Jahr in postpaid Verträgen
- es gibt enorme Preisunterschiede von 1:14 zwischen den OECD-Ländern: Polen unter 1$, Deutschland über 13$ im Durchschnittspreis pro GB.
Diese Grafik mit den Durchschnittspreisen vergleicht die Länder und die hat es in sich: Länder-Grafik
(Der braune Balken ist das günstigste Angebot, der orangene der Durchschnittspreis)
Verglichen wurden 2600 SIM-only, Modem, Laptop und Tablet Tarife von 100 Providern in 36 Ländern.
38% davon waren prepaid, 62% postpaid, 84% beinhalteten LTE
Das größte Paket ist um das 5-fache von 2011 of 2016 gestiegen von 200 auf 1000 GB. Der durchschnittliche Preis pro GB ist in den letzten 6 Jahren um 39% gefallen gegenüber einem Index von 100 im Jahr 2010.
Was Deutschland betrifft: Wir sind das teuerste Land in der OECD neben einigen lateinamerikanischen Staaten. Nirgendwo anders in der EU werden über 13$ durchschnittlich pro GB genommen. Zum Vergleich: Polen 0,99$, Dänemark 2,01$, England 4,38$, Frankreich 5,79$, Spanien 7,11$, USA 8,38$, Japan 10.05, Deutschland 13,27$.
Ich glaube langsam kriegen wir ein Problem.