Der Telefónica-Geschäftsbericht für das Q1 liegt vor:
http://boerse.ard.de/aktien/telefonica-deutschland102.html
OBIDA: + 2,1%, Umsatz: - 4,7%
Telefónica zeigte sich zufrieden, die Aktionäre nicht.
Wie kann man denn bei einem Umsatzminus von 4,7% zufrieden sein? Die OBIDA-Steigerung geht zumeist auf Synergieffekte der Netzfusion zurück.
Angeblicher Grund für den Umsatzrückgang:
Dies lag unter anderem an geringeren Umsätzen im Festnetz und mit Handys und Tablets, aber auch am Wettbewerb im Kerngeschäft mit dem Mobilfunkservice. Zudem kosteten den Konzern gesenkte Roaming- und Durchleitungsentgelte im Vorjahresvergleich rund 35 Millionen Euro Umsatz - ohne diese Regulierungseffekte hätte das Minus im Kerngeschäft 0,6 Prozent betragen, hieß es.
http://www.onvista.de/news/tel…schwindet-weiter-61461673
und weiter:
Der Umsatz sei gleichzeitig aufgrund einer von der Bundesnetzagentur verordneten Gebührensenkungen um fünf Prozent auf 1,77 Milliarden Euro gefallen.
http://www.wiwo.de/unternehmen…-der-gewinn/19759716.html
Wo hat denn die BNetzAG die Gebühren generell um 5% zwangsgesenkt? Es stimmt, es sind Durchleitungsentgelte neu geregelt worden und die Roamingverordnung. Nur die neuen Roamingregeln können noch keine Auswirkungen haben, da sie weitgehend noch nicht umgesetzt wurden (nur seit ein paar Wochen im Prepaid) und die alten wurden von Telefónica bekanntlich sehr zögerlich und wesentlich weniger weitgehend als bei den Hauptkonkurrenten realisiert. Diese müssten dann ja schon Pleite sein.....
Wir sehen also Telefónica Deutschlands Argumentation. Warum es Telefónica so schlecht geht, liegt höchstens an den staatlichen Zwängen wie der Roamingverordnung. Man kann sich alles schönreden und andere Schuldige für die Misere finden. Könnte ein Umsatzrückgang von knapp 5% im Mobilfunkgeschäft nicht auch eigene Gründe haben, liebe Telefónica?
Der offizielle Bericht liest sich etwa so wie ein 4-Jahresplan eines sozialistischen Staats, nur Erfolge:
https://blog.telefonica.de/201…ivem-trend-ins-neue-jahr/