Anbieter von privaten Krankenversicherungen mit Provisionscashback

  • Hallo,


    ich habe mich dazu entschieden, von der gesetzlichen in die private KV zu wechseln.
    Bei meiner Suche bin ich auf http://www.selbermakler.de gestoßen. Hier werden Provisionen (diese sind ja gerade bei privaten KV sehr hoch) mit dem Versicherungsnehmer geteilt. Warum also nicht mitnehmen, wenn man sowieso weiß, welche KV man möchte?!


    Gibt es hier weitere Anbieter und gibt es hier Erfahrungswerte (mit diesem oder anderen Anbietern)?


    Danke und Grüße

    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie dann ihren Standpunkt.

  • Warum nimmst Du nicht gleich einen provisionsfreien Netto-Tarif, und willst Dir stattdessen das Provisions-Gedöns antun?


    Gehe mit Deinem Anliegen besser zu einem Versicherungsberater (https://www.gesetze-im-internet.de/gewo/__34e.html ). Er schafft es evtl., Dich in einem Gruppentarif oder Nettotarif unterzubringen. Das bringt auf Dauer deutlich mehr, als einmalig 500€ oder so :cool:.

  • Re: Anbieter von privaten Krankenversicherungen mit Provisionscashback


    Zitat

    Original geschrieben von Freak9899
    ich habe mich dazu entschieden, von der gesetzlichen in die private KV zu wechseln.


    Ich setze alles gerade dran, aus der PKV wieder raus zukommen - hast du dir das verdammt gut überlegt auch in Hinblick auf die nächsten 20 - 30 - 40 Jahre.


    Die PKV erhöhen ihre Beiträge genauso und das ohne irgentwelche gesetzlichen Limitierungen und da kannst du nicht mal so eben in eine günstiger PKV wechseln, wie es bei der GKV möglich ist.


    Lass dich nicht von niedriegeren Beiträgen oder Provisionen in jungen Jahren locken, die können ganz schnell höher werden als die max. Beiträge der GKV.


    PKV-Beiträge kann man zudem nicht über Vergleichsportale miteinander vergleichen, weil es Individualtarife für jeden einzelen Versicherten sind auf Basis seiner aktuellen Gesundheits, evtl. Gesundheitsrisiken und mit Sicherheit auch eines Gesundheitschecks, die du abliefern muss.

  • Bei einer PKV auf einen einmaligen Cashback beim Abschluss zu setzen, ist in meinen Augen der falsche Weg für ein Produkt, bei dem der Cashback außer Verhältnis zu den entstehenden Beiträgen steht. Wichtig ist in meinen Augen die Prognose für die Beitragsentwicklung in der Zukunft.


    Persönlich bin ich seit den 1980er-Jahren Kunde der Debeka und kann - jedenfalls bisher - nur über Betragsanpassungen berichten, die sich im engen Rahmen hielten. Die Horrorszenarien über Beitragsanpassungen der Konkurrenz würden mich aktuell allerdings von einem Wechsel abhalten und eher zum Abschluss einer privaten Zusatzpolice verleiten. Wie sich die Beiträge der PKV entwickeln werden, steht völlig im Ungewissen.

  • Re: Re: Anbieter von privaten Krankenversicherungen mit Provisionscashback


    Zitat

    Original geschrieben von VoIPTom
    Ich setze alles gerade dran, aus der PKV wieder raus zukommen - hast du dir das verdammt gut überlegt auch in Hinblick auf die nächsten 20 - 30 - 40 Jahre.

    Die nächsten X Jahre mögen ja noch gehen, aber die _letzten_ 20 Jahre wird's dann richtig fies. Weniger Geld in der Tasche als während des Erwerbsleben und dazu dann stetig steigende Beiträge.

    Zitat

    Die PKV erhöhen ihre Beiträge genauso und das ohne irgendwelche gesetzliche Limitierungen und da kannst du nicht mal so eben in eine günstiger PKV wechseln, wie es bei der GKV möglich ist.

    Kommt noch erschwerend dazu, daß man im Alter immer schlechter in eine andere PKV wechseln kann wegen des deutliche Abschlags bei der Mitnahme der persönlichen Altersrückstellungen und der bis dahin aufgelaufenen Krankengeschichte.

    Zitat

    Lass dich nicht von niedriegeren Beiträgen oder Provisionen in jungen Jahren locken, die können ganz schnell höher werden als die max. Beiträge der GKV.

    Zum Sparen in die PKV ist schon ein grundfalscher Ansatz, wenn das Lebensmotto nicht gerade "Live fast, die young" lautet. Wegen des Leistungsspektrums kann man's noch erwägen, aber andererseits kann man das auch als GKV-Kunde über Zusatzversicherungen oder Direktbezahlung erreichen. Anders als in der GKV sind Partner, sowie aktueller und zukünftiger Nachwuchs nicht automatisch mitversichert.


    Ganz sicher aber sollte man seine zukünftige PKV nicht über Cashback oder andere Werbegeschenken bewerten. Bei so einer Lebensentscheidung wirkt ein Goodie von ein paar hundert Euro nur ablenkend.

    Je suis Charlie

  • Noch etwas:


    Ein geehelichtes Weib (in unserem Fall bei der HUK-Coburg versichert) - oder all das, was man demnächst wird ehelichen können :) - kostet extra. Dazu kommen noch Kevin & Co, die aus einer solchen Verbindung hervorgehen.


    Und wie VoIPTom schon andeutete:


    Der Weg zurück in die GKV gestaltet sich ab dem 55. Lebensjahr ein wenig schwierig ... dazu bedarf es schon einiger Kapriolen, welche übermorgen vielleicht schon nicht mehr möglich sind. Verantwortlich hierfür sind die Launen des Gesetzgebers. So saß eine Tante von mir über viele Jahre im Ausland fest, weil sie seinerzeit in Deutschland keine Versicherung fand, die sie ob ihrer Vorerkrankungen versichern wollte/durfte. Zwar ist diese Lücke im sozialen Netz inzwischen beseitigt, dennoch sollte der Schritt in die PKV wohl durchdacht sein.

  • Re: Re: Re: Anbieter von privaten Krankenversicherungen mit Provisionscashback


    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker Die nächsten X Jahre mögen ja noch gehen, aber die _letzten_ 20 Jahre wird's dann richtig fies. Weniger Geld in der Tasche als während des Erwerbsleben und dazu dann stetig steigende Beiträge.


    Dagegen gibt es ja die gesetzlich vorgeschriebene Beitragsrücklage für das Alter, eben damit die Beiträge nicht mehr/kaum noch steigen.


    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker Zum Sparen in die PKV ist schon ein grundfalscher Ansatz, wenn das Lebensmotto nicht gerade "Live fast, die young" lautet.


    Das sollte aber auch der dümmste begreifen, dass die PKV im Durchschnitt teurer als die GKV sein muss, schon alleine weil die Behandler mehr Geld für dieselbe Leistung abrechnen können. Alle anderen Umstände (Familienversicherung, Zuschuss vom Dienstherr bei Beamten...) mal ausgeklammert.


    Blöd ist, dass sich dümmere Zeitgenossen in jungen Jahren sehr leistungsstarke Tarife aufschwatzen lassen (für z.B. monatlich 400€), welche dann mit 70 Jahren 900€ kosten. Allerdings kann man jetzt gesetzlich vorgeschrieben innerhalb der PKV-Gesellschaft unter Anrechnung der Rücklagen in andere Tarife wechseln, z.B. in die Holzklasse, und zahlt dann mit 70 Jahren wieder 400€ Monatsbeitrag. Da hat man dann die doppelte A-Karte gezogen: Jung war man nie krank, und gut versichert. Im Alter ist man oft krank, und erhält aber nur Leistungen auf dem Niveau der GKV.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau Die Horrorszenarien über Beitragsanpassungen der Konkurrenz würden mich aktuell allerdings von einem Wechsel abhalten und eher zum Abschluss einer privaten Zusatzpolice verleiten. Wie sich die Beiträge der PKV entwickeln werden, steht völlig im Ungewissen.


    Das ist die nächste Frage: Lohnt sich die Zusatzpolice zur GKV?
    Die Antwort, die wir woanders in einem Kreis von Fachleuten (mich ausgeklammert) gefunden hatten, war:
    Zusatzpolicen sind zu fast 100% sinnfrei. Besser ist es meist, bei Bedarf zusätzliche Leistungen selber zu bezahlen. Sinnvolle Zusatzpolicen sollten nur Risiken abdecken, deren private Begleichung finanziell weh tut. Und nicht Mini-Risiken wie z.B. Brillen oder Zahnersatz (wo dann auch nur ein Teil der Kosten bezahlt wird).
    Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass man auch Sachen wie Zahnimplantate nicht versichern sollte (weder in der PKV noch in der Zusatzversicherung zur GKV).

  • Natuerlich wuerden bei den Meisten die Kosten fuer ein Zahnimplantat oder ein paar Tage Einzelzimmer im Krankenhaus nicht gleich den absoluten Ruin bedeuten, aber gerade wenn es doof laeuft und zwei, drei Sachen zusammenkommen, dann tut es schon finanziell weh.


    Da finde ich es schon bequemer fuer eine Zusatzversicherung zu zahlen, die im Ernstfall die finanzielle Belastung mildert.


    Weil der Fall das man irgendwann man frueher oder spaeter ein Zahnimplantat braucht oder ins Krankenhaus muss ist doch relativ wahrscheinlich. Und im Ernstfall hat man dann auch definitiv was davon.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Das ist die nächste Frage: Lohnt sich die Zusatzpolice zur GKV?
    Die Antwort, die wir woanders in einem Kreis von Fachleuten (mich ausgeklammert) ...


    Glauben wir Dir das? :)


    Mein Eindruck ist jedenfalls ein anderer ....


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    ...
    Zusatzpolicen sind zu fast 100% sinnfrei. Besser ist es meist, bei Bedarf zusätzliche Leistungen selber zu bezahlen. ...


    Das sehe ich als privat Versicherter (der zu 100% als Betroffener gelten darf) anders.


    Wäre ich gesetzlich krankenversichert, stünde für mich völlig außer Frage, in wesentlichen Dingen zusatzversichert zu sein.


    Unter Fachleuten: :)
    Du vergisst die psychische Komponente. Die Gewissheit, im Fall des Falles versichert zu sein und nicht einem finanziellen Risiko zu unterliegen (unabhängig davon, ob es beseht oder nicht), gehört für mich zur Lebensqualität.


    Rein rechnerisch magst Du natürlich Recht haben. Ob ich allerdings meine Kohle im Puff verprasse oder lieber mit dem Eheweib vor dem Fernseher dem Gedanken von der Heilen Welt fröhne, sollte eine höchstpersönliche Angelegenheit sein. Das wird gern vergessen, wenn wir über böse Versicherungsvertreter (und nein, ich bin ganz sicher keiner) schimpfen, die uns irgendwelchen Kram aufschwatzen, der uns (wenn auch gegen Entgelt) Ärger fernhält. ;)

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