Anbieter von privaten Krankenversicherungen mit Provisionscashback

  • Zitat

    Original geschrieben von eteog
    Etwas differenzierter sehe ich dieses Thema bei Selbstständigen, die nicht über die entsprechenden Einnahmen verfügen und teilweise sehr stark unter der Last der Beitragsanpassungen der letzten Jahre zu leiden haben.


    Selbstständige haben ja noch das Problem, sich PKV- versichern zu müssen.


    Einzige Alternative für diejenigen dann nur, wenns Geld nicht mehr reicht, alle Leistungen soweit aus der PKV zu streichen und Minimals versichert sein oder der Notlagentarif, den jede PKV anbieten muss.
    Aber mit dem ist man beim Arzt und KH nocht deutlich schlechter dran, aber als GKV-Versicherter. Da ist nämlich nichts mit 3,5-fach Behandlungssatz für den Arzt.



    Ich bin genauso wie Goyale für eine Bürgerversicherung für alle inkl. Beamte. Dann wird das Krankenrisiko gerecht auf alle verteilt.
    Aber dank guter Lobbypolitik der PKVs hat auch die SPD wieder einen Rückzieher gemacht und es aus dem Wahlprogramm gestrichen - die Weichlinge

  • VoIPTom:
    Kein Selbstständiger muss sich privat versichern. GKV geht auch (freiwillig), aber nur wenn man vorher in der GKV war.
    Ich war als Selbstständiger jahrelang GKV- versichert.

  • Was ist denn das Tolle an einer Bürgerversicherung? Alle sind dort nämlich eben gerade nicht gleich. Die Versicherten die Geld haben schließen teure Zusatzversicherungen ab und werden eben auch besser behandelt als die welche weniger Geld in der Tasche haben. Wieder hat man eine Mehrklassen-Medizin...


    Also im Vergleich zu jetzt keine Verbesserung oder Gleichstellung. Die PKV beschäftigt auch zig Menschen...was sollen diese tun, wenn sie abgeschafft werden sollte?


    Im Endeffekt mehr Probleme als die derzeitigen Systeme, welche sich über Jahre bewährt haben und von anderen Ländern bewundert werden unnötig neu regeln??? Man sollte nicht immer alles nur schlecht reden, sondern auch die Konsequenzen mit im Auge halten. Und nein, ich arbeite nicht bei einer Gkv oder Pkv.

  • Probleme die im Moment bestehen sind:
    -Ärzte verdienen für die gleiche Leistung an einem Privatpatienten mehr
    -->Dadurch Bevorzugung von Privatpatienten
    -Die gesetzlichen Versicherten müssen haufenweise Nichtzahler und Geringverdiener mitbezahlen. Dadurch zahlt man im Durchnschnitt also für weniger Leistung mehr Geld.
    --> Die Gutverdiener koppeln sich also von der Solidarität mit den Geringverdienern ab.


    Und genau das wäre bei einer Bürgerversicherung eben nicht mehr der Fall. Alle müssten die Kosten für Familienversicherte, Sozialleistungsempfänger etc. zahlen. Und wer dann noch genug Geld hat kann sich zusätzlich versichern.

  • Zitat

    Original geschrieben von TTubbie
    Was ist denn das Tolle an einer Bürgerversicherung?
    Die PKV beschäftigt auch zig Menschen...was sollen diese tun, wenn sie abgeschafft werden sollte?


    In der Bürgerversicherung zahlt eben jeder ein. Keiner kann sich aus der Solidargemeinschaft ausklinken.


    Und natürlich finden gesuchte Fachleute schnell wieder eine andere Arbeit.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Kein Selbstständiger muss sich privat versichern. GKV geht auch (freiwillig), aber nur wenn man vorher in der GKV war.


    Das ist doch genau der Punkt! Als Selbstständiger darf man überhaupt nur in der GKV bleiben, wenn man vorher (!) drin war. Man muss ja erstmal irgendwie reinkommen in die GKV. Das geht nur mit einer Anstellung (!). Selbstständige sind im Normalfall in der PKV und DÜRFEN nur in die GKV BLEIBEN, wenn sie vorher drin waren.


    In der GKV gibt es für Selbstständige einen Mindestbeitrag von derzeit ca. 400 €, egal wie viel man in den ersten Monaten der Selbstständigkeit verdient. Wer das am Anfang noch nicht schafft, weil in den ersten 2 Monaten das Geschäft überhaupt erstmal anrollen muss, MUSS wegen der Krankenversicherungspflicht seit 2007 zwingend eine PKV abschließen. Das war's. Danach DARF er nie wieder zurück in die GKV, nur mit "Handständen", indem er sein Gewerbe/seine Existenz aufgibt und wieder angestellt oder arbeitslos wird. Wenn das Geschäft dann nach 1 bis 2 Jahren gut läuft und er die Beiträge für die GKV aufbringen könnte, darf er nicht mehr hinein! Sobald er Gutverdiener ist, DARF er nicht mehr in die GKV hinein. (Abgesehen davon kann er auch seine PKV kaum noch wechseln, nur unter großen Einbußen, was jeder GKV-Versicherte jederzeit kann.)


    Das ist der Normalfall: Der Selbstständige DARF NICHT in die GKV, egal wie wenig oder wie viel er verdient. Er hat nach der Entscheidung ganz am Anfang innerhalb von 2 Monaten keine Möglichkeit mehr, sich wieder ins Solidarsystem einzugliedern, selbst wenn er den Höchstbeitrag zahlen müsste und auch bereit ist, den für die nächsten 30 oder 40 Jahre zu zahlen.


    Solange die GKV für Selbstständige nicht geöffnet wird, so dass man als Selbstständiger in die GKV wechseln kann, wenn man sie sich leisten kann, ist das Lamentieren darüber, dass die Selbstständigen sich dem Solidarsystem entziehen würden, sehr ambivalent. Sie können nämlich gar nicht anders!


    Gruß
    Lisa

  • Danke, Lisa. Daran hatte ich nicht gedacht. Ich kenne nur den Fall (wie bei mir), dass man vor der Selbstständigkeit angestellt in der GKV war.


    Hier ist noch ein Tipp von mir, wie man auch mit 70 mit viel Aufwand zurück in die GKV kommt:
    Es gibt EU-Länder mit Versicherungspflicht in der GKV... Und wenn man dort >12 Monate in der GKV versichert war, gibt es beim Rückgang nach DE Versicherungspflicht in der deutschen GKV...


    Anstatt in Spanien nur zu überwintern, könnte man ja ganz dorthin umziehen... Wer dann nach über 1 Jahr zurückzieht (weil er es sich anders überlegt), kann sich GKV- versichern...
    Wer von Euch so etwas vorhat: Unbedingt vorher Rechtsberatung einholen!


    Evtl. geht es ja auch, nur mal ne Weile dort zu arbeiten, um z.B. in die dortige GKV reinzukommen... Das müsste ein Fachmann prüfen.

  • Hallo Goyale,


    ja klar, "Möglichkeiten" gibt es, auch ohne ins Ausland umzuziehen. Das sind jedoch im Prinzip (unbeabsichtigte) Schlupflöcher.


    Mir geht es jedoch um den "Normalfall": Der Gesetzgeber setzt hier eindeutig Prioritäten: Angestellte = GKV, Selbstständige = PKV. Die ganzen Vorschriften, die Selbstständige und die Krankenversicherung betreffen, sind aus gesetzgeberischer Intention so angelegt, dass die GKV vor Selbstständigen "geschützt" werden muss. Nur wenn sie mal angestellt waren, "erkaufen" sie damit das "Privileg", in der GKV "bleiben" zu dürfen. Das ist also eine "gesetzliche Ausnahme" vom Normalfall. Das ist die Absicht des Gesetzgebers. Der Gesetzgeber will die GKV vor Selbstständigen "beschützen", besodners vor älteren, die mehr Kosten verursachen könnten. Die Zugangsbarrieren für Selbstständige in der GKV dienen dem Schutz der GKV vor Selbstständigen.


    Man könnte es auch so sehen, dass der Gesetzgeber beabsichtigte, der PKV genügend Kunden zu lassen, damit die PKV ihr Auskommen hat und das Beamtenheer (die auch im Normalfall nicht in der GKV sind!) kostengünstig privat versichern kann.


    Beides stellt jedenfalls die gesetzlich gewollte Lage in Deutschland dar: Das wollen sowohl die GKV als auch die PKV und der Gesetzgeber so.


    Offenbar will der Gesetzgeber derzeit KEINE allgemeine Bürgerversicherung, auch wenn viele Bürger das sinnvoll und wünschenswert finden mögen. Aus meiner Sicht ist das eine Frage, die bei Wahlen entschieden wird. Dazu kann man die Wahlprogramme der Parteien lesen und daraus seine Schlussfolgerungen ziehen.


    Gruß
    Lisa

  • Ohne die Programme glesen zu haben vermute ich mal, dass man schon links außen wählen muss, wenn man die Bürgerversicherung will?!


    Da beweißt die Politik ja wieder Bürgernähe...

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