Bundesrat beschliesst Linksverkehr in Deutschland...

  • ;).
    Jaja das mit dem Alter :D. Kann ja auch nichts dafür, das Mama und Papa schon Anfang der 60iger aktiv waren.


    Ich habe mal einen Link für dich (auch für alle andere) rausgesucht. Ist als Untermauerung meiner These gedacht.


    Was sind wir doch alle für gute Fahrer!


    Wenn man sich das so anschaut, wundere ich mich doch etwas, das überhaupt Unfälle passieren ;).
    Also dann, geht mal in euch und sucht ob ihr tatsächlich alle so wunderbare, ausgezeichnete, fehlerfreie Autofahrer mit perfekter Fahrzeugbeherrschung seid.
    Meiner bescheidenen Meinung nach zeugt der obige Link von der maßlosen Selbstüberschätzung der meisten (nicht der Minderheit, wie Du weiter oben angemerkt hast, Stefan) motorisierten Zweibeiner.
    Ich persönlich gehe immer vom worst case aus, wenn ich mit Auto oder Motorrad unterwegs bin. Will heißen, es sind nur von sich überzeugte, selbst überschätzende Verkehrsteilnehmer unterwegs. Dann kann ich nicht böse überrascht werden ;).
    Wie gesagt, ich glaube niemanden hier, das er sein Auto/Motorrad jenseits der 200 km/H sicher beherrscht. Ich selbst natürlich auch nicht ;).


    cu

  • Ja, Stefan, als Vielfahrer (40.000km im Jahr) kann Dich sehr gut verstehen.
    Aber es nutzt alles Aufregen nicht. Man wird die Leute nie ändern, nie belehren können und es wird imho nie anders sein, außer schlimmer. ;)
    Da hilft nur autogenes Training oder ein sehr ruhiges Gemüt.


    Ich habe es hier ja schon öfters geschrieben, daß ich etwa 80% der Autofahrer für ungeeignet und unfähig halte, sich im Straßenverkehr zu bewegen, insbesondere auf der Autobahn. 20% beherrschen ihr Auto gut, antizipieren den Verkehr und haben genug Fahrerfahrung.
    Unter denn 80% sind ca. 90%, die es schaffen, so zurecht zu kommen, daß nichts passiert und die irgendwie immer über die Runden kommen. Weitere 10% unter den 80% (Total) sind diejenigen, die es nie lernen werden und die einfachsten Dinge nicht hinkriegen.


    Autofahren ist so gesehen nichts anderes als jede andere Tätigkeit auch. Manche beherrschen sie, andere nicht, wieder andere halt "so lala".
    Nur, daß es eine soziale Angelegenheit ist, die auch andere betrifft und riesige Auswirkungen auf den gesamten Verkehr hat.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Erzieher u. Schwachsinnige


    Zitat

    Original geschrieben von GeneralCuster
    Nach über 20 Jahren (wieviele Hunderttausend Kilometer waren das wohl) aktivem Autofahrerleben weiß ich, das deine Einschätzung falsch ist und Du diese sicher auch noch relativieren wirst ;).


    cu


    Sorry, aber daß kann ich ruhigen Gewissens "toppen", ich habe meinen (damals hieß er noch 3 u. 1er) Führerschein schon in der Tasche, als die meisten hier noch ein Funkeln in den Augen ihrer Eltern waren. Soviel zum Erfahrungsschatz.
    Trotzdem kann ich (weiterhin) behaupten, dass ich mein Fahrzeug, auch jenseits v. 200 KM/h beherrsche. Klar, bewegt man sich dabei in einem Grenzbereich u. Sonderfälle wie z.B. Vorderrad-Platzer o.ä. sind gew. die halbe Eintrittskarte nach Walhall.
    Allerdings stoßen in diesen Grenzbereich bereits gewisse Sonntagsfahrer, beim Einfädeln z.B. in den örtl. Kreisverkehr.
    Genau diese Gruppe ist es, deren eingeschränktes Leistungsvermögen (auch) auf Autobahnen, aber insbes. in der Innenstadt zu grässlichen Unfällen führt.
    -Hier vor kurzem, 76jähriger weicht Vogel (!) aus, gerät auf den Gehweg u. tötet einen Fußgänger. Im Polizeiprotokoll stand ausdrücklich, keine überhöhte Geschwindigkeit ursächlich, sondern Koordinationsprobleme.
    Gefährlichkeit setzt also nicht immer Schnelligkeit voraus.-
    Natürlich will ich damit nicht (!) sagen, dass alle älteren Leute von den Straßen verbannt werden sollten (gerade weil ich vor kurzem einen sehr reaktionsschnellen 75jährigen beim Fahrertrainning als Instruktor -!!- erleben durfte ...) Sondern gew. Pers. davon abbringen, das Schnellfahrer immer auch gewissenlose Raser sind !
    Was mich viel mehr stört, sind 1. die zunehmende Anzahl von selbst ernannten Verkehrserziehern, die vorsätzlich (!) die linke Spur auf Kilometer dicht machen, bloß um den vermeintlichen "Nobel-Hobel" einen rein zu würgen. Aber auch die (gleiche) Klientel, die das berühmt berüchtigte Reißverschlußverfahren (insbes. in der City) nie u. nimmer beherrschen u. z.B. KM vor der Baustelle rüberziehen, um dann genüßlich vermeintlichen Dränglern (dann am tatsächlichen Engpass) das Einfädeln, begleitet von einem breiten Grinsen, gnadenlos zu vewehren.


    Was aber eben auch (immer mehr) zunimmt, sind 2. die total schmerzfreien "Einzeller" (so nenne ich sie nun mal), die einfach "nur" von der Intellektseite total überfordert sind, (irgendwelche) Fahrzeuge zu führen, die sich schneller als ein Bollerwagen bewegen lassen. Leicht erkennbar an dem gew. (weil ohnehin nie gebrauchten) seitwärts od. ganz runtergeklappten Innenspiegel.
    Diese Figuren sind eben in der Stadt, aber auch auf der AB eine Gefahr, ganz egal, was für ein Auto sie unterm Axxx haben.



    Noch etwas zum Einwurf : erste Hilfe Kurs, sorry- aber auch da muß ich den Schreiber enttäuschen. Zumindest bei den renomierten Trainningsveranstaltungen gehört eben (immer!) auch ein entspr. Kurs dazu !

    Ich bin zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen!

  • Re: Erzieher u. Schwachsinnige


    Zitat

    Original geschrieben von dr zuzelbach
    Sorry, aber daß kann ich ruhigen Gewissens "toppen", ich habe meinen (damals hieß er noch 3 u. 1er) Führerschein schon in der Tasche, als die meisten hier noch ein Funkeln in den Augen ihrer Eltern waren. Soviel zum Erfahrungsschatz.
    Trotzdem kann ich (weiterhin) behaupten, dass ich mein Fahrzeug, auch jenseits v. 200 KM/h beherrsche. (...)


    GeneralCuster:


    Siehste - Nä-nä-nänä-nääääää Äääätsch! :D



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen

    Ich habe es hier ja schon öfters geschrieben, daß ich etwa 80% der Autofahrer für ungeeignet und unfähig halte, sich im Straßenverkehr zu bewegen, insbesondere auf der Autobahn. 20% beherrschen ihr Auto gut, antizipieren den Verkehr und haben genug Fahrerfahrung.
    Unter denn 80% sind ca. 90%, die es schaffen, so zurecht zu kommen, daß nichts passiert und die irgendwie immer über die Runden kommen. Weitere 10% unter den 80% (Total) sind diejenigen, die es nie lernen werden und die einfachsten Dinge nicht hinkriegen.


    Autofahren ist so gesehen nichts anderes als jede andere Tätigkeit auch. Manche beherrschen sie, andere nicht, wieder andere halt "so lala".
    Nur, daß es eine soziale Angelegenheit ist, die auch andere betrifft und riesige Auswirkungen auf den gesamten Verkehr hat.


    Moin
    das ist doch genau mein Punkt: Egal, ob man Recht hat oder was auch immer, es sind MENSCHEN, und die machen Fehler, mit 60km/h genauso wie bei 200km/h. Man könnte und ich weiß, daß ich mich wiederhole, das Ganze jedoch deutlich durch ein Tempolimit entschärfen. Dann entstehen viele gefährliche Situationen erst gar nicht. (natürlich hilft Tempolimit nicht gegen so einen hirnverbrannten Raser wie der aus dem hier zitierten Zeitungsauschnitt, solche stoppt man damit leider nicht.)
    @ Stefan:
    Fahrsicherheitstraining 100% ACK !
    Wenn im Ferienverkehr Gedränge auf der Bahn herrscht, dann wäre ein Tempolimit IMHO sogar eher hilfreich, weil die Bandbreite der gefahrenen Geschwindigkeit gering gehalten würde und so der Verkehr insgesamt besser fließt.
    Ich gebe Dir recht, daß der Zeitungsartikel leider nicht in unser Schema paßt...


    coldblood (obwohl ich zu Deinen Thesen eigentlich nix mehr schreiben wollte)
    Leider sind aber nicht alle so einsichtig und genormt, vielen Verkehrsteilnehmern fehlt es an Erfahrung und sie reagieren anders, als es der Gestzgeber vorschreibt. Auch Dir wird das schon ein paarmal passiert sein, spätestens beim rechts überholen. Was wenn der den Du rechts überholst auch nach rechts fährt, weil er Dir, wenn auch verspätet, Platz machen will ? Nach Deienr Theorie der Norm braucht er mit der ja rechts nicht rechnen, weil gegen die Norm...schon krachts.
    Vielleicht möchte auch jemand, der 120km/h fährt, den LKW (oder die LKW Schlange) überholen, dann bist auch Du mit Rücksicht gefordert, Termin hin oder her. Das derjenige danach die Spur wieder frei macht, ist natürlich einzufordern. Wenn man deutlich über dem Durchschnitt der anderen Verkehrsteilnehmer fährt, dann kommen einem alle etwas langsam vor, das ist klar. Aber es sollte doch der, der soweit von der Mehrheit abweicht, Rücksicht nehmen. Gerade wegen Leuten wie Dir: Tempolimit und Ruhe ist.


    @dr.zuzelbach
    Die von Dir genannten Risikogruppen und Einzeller lassen mich auch wieder an ein...ihr ahnt es schon...Tempolimit denken. Denen sollte man doch lieber mit 130 als mit 200 begegnen.
    Was ich genausowenig wie Du nachvollziehen kann ist ausgelebter Sozialneid und das Verhalten ein einspurig werdenden Straßen...da gebe ich Dir 100% Recht.
    Grüße
    Der Dingens

  • Nun, ich möchte hier weder streiten noch meckern ;). Ich habe mich in diesen Thread nur eingemischt um uns allen einen Spiegel vorzuhalten und jeden einmal zu einer selbstkritischen Reflexion seines Verhaltens im Strassenverkehr anzuhalten.
    Ich bin der Meinung, das man mit "Ich fahre auch bei hohen Geschwindigkeiten absolut sicher", eine brisante Mischung mit in den Verkehr nimmt.


    An alle die zigtausende Kilometer im Jahr rossen ;).

    Zitat


    Weil sich die langjährige stillschweigende Voraussetzung, ein Führerscheinneuling werde sich durch Erfahrung automatisch zu einem guten Autofahrer mausern, als Irrtum erwies, wurde das "Sicherheitstraining für Pkw-Fahrer" vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat, dem ADAC, der Fahrlehrerschaft und der Bundesanstalt für Straßenwesen auf der Grundlage der Unfallforschung entwickelt und ständig verbessert. Denn der "Mensch am Steuer" - daran hat sich nichts geändert - ist noch immer die häufigste Unfallursache. Nicht nur, dass er im Ernstfall falsch reagiert: Er hätte bereits im Vorfeld der Gefahr den Unfall verhindern können.


    Dafür gibt es zwei Erklärungen: Entweder hatte der Fahrer eine solche Verkehrslage noch nie erlebt, so dass er alle Signale übersieht - oder er war nicht aufnahmebereit genug für den Hinweis auf eine unheilvolle Entwicklung. Dabei spielt häufig die unrealistische Einschätzung des Gefährdungsgrades eine Rolle. Schließlich ziehen auch reine Fahrfehler viele Unfälle nach sich, weil es an Erfahrung fehlt oder weil sich falsche Verhaltensweisen eingeschliffen haben.
    (Link)


    Und zum Schluß. Ich verstehe euch nicht. Was wollt ihr? Faustrecht auf den Strassen? Der Schnellere überlebt? Wer bremst verliert?
    Leute das ist kein Selbstfindungskurs auf der Autobahn, das ist der tägliche Wahnsinn und wir sind alle aufgefordert hier mäßigend einzuwirken.


    cu


    PS:

    Zitat


    GeneralCuster:


    Siehste - Nä-nä-nänä-nääääää Äääätsch! :D


    Nanana ;).
    Einer selbsteingeschätzten Auffassung kann ich nicht folgen. Wie ich schon oben beschrieben habe, halte ich diese Einstellung für gefährlich. Sorry, aber das erinnert mich an einen Freifahrschein nach dem Motto "Ich kann das, ich darf das, ich mach das". Aber beim Autofahren ist das wohl so. ;)

  • Ich für meinen Teil lerne jeden Tag im Straßenverkehr, Autofahren ist ein Lernprozeß. So wie vieles.
    Und wie Ihr richtig sagt, geht ohne Rücksicht nichts. Darüber braucht man eigentlich nicht zu diskutieren. Das Problem ist sehr oft jedoch nicht, daß der, auf den man Rücksicht nehmen soll, sich so verhält, weil er hilflos ist oder ein zu langsames Auto hat oder andere Unzulänglichkeiten dieser Art den Ausschlag geben. Und darum ginge es ja bei Rücksicht.
    Wenn vor mir einer - um nur mal ein Beispiel zu nennen - auf der mittleren von drei oder linken Spur mit 130 oder 140 rumgurkt, nicht in den Rückspiegel guckt, dann hat das nichts mit Rücksicht meinerseits ihm gegenüber zu tun.
    Die allermeisten Probleme, die ich im Verkehr beobachte entstehen dadurch, daß Leute nicht wahrnehmen (weil sie dazu nicht imstande sind oder weil es ihnen nicht bewußt ist, daß sie das müßten), was um sie herum geschieht. Dadurch, daß sie sich nie darüber Gedanken gemacht haben, wie Straßenverkehr funktioniert. DAS ist in meinen Augen das Problem.
    Sie merken nicht, was um sie herum passiert und wenn sie es gemerkt haben, findet kein Denkprozeß statt über die Ursachen und eine mögliche Lösung, sprich korrektes Verhalten in der Zukunft.


    Vielfahrer aber machen sich diese Gedanken, weil sie es zum Überleben brauchen. Wenigfahrer tun das seltener. Für sie ist Autofahren ein punktuelles Ereignis. Geschehen, ist es abgehakt.


    Ganz so, wie man das eben mit manchen Dingen im Alltag tut.


    Das Hauptproblem besteht genau darin, imho.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Irgendwie stimmen mich eure Argumente pro >200 Sachen in dichtem Verkehr schon bedenklich. Wenn ich das so lese entsteht bei mir der Eindruck:


    ich komme mit 200 Sachen und Abblendlicht auf der AB angedüst und wenn ein Opa mit 120 mir den Platz auf "meiner" linken Spur wegnimmt und es knallt ist der Schuld...


    Seht ihr nicht auch die Möglichkeit, dass man mit 150 statt 200 den Knall selbst hätte vermeiden können. Ob nun der Opa zu langsam ist oder ihr zu schnell seit, ist doch jeweils nur ein subjektiver Blickwinkel. Fakt ist meiner Meinung nach jedoch, dass derjenige mit 200 Sachen offensichtlich an der Grenze seiner Kontrolle über das Fahrzeug war und nicht mehr angemessen auf das nicht vorhergesehene Ereignis reagieren konnte.


    Erzieht der Schnellere den Langsamen oder der Langsame den Schnelleren. Meiner Meinung nach ist gerade eine solche Position - egal wie herum - für die Agression auf den Straßen verantwortlich. Recht haben, koste es was es wolle! Statt einfach mal eine Ampel weiter zu denken...


    Von mir aus kann man im Jahr 100.000 km fahren und ich würde trotzdem nicht behaupten ein Fahrzeug mit 200 unter Kontrolle zu haben. Es ist schlicht albern oder mangelndes Problembewußtsein. Es gibt soviele externe Faktoren (z.B. technischer Defekt, Querrillen, Seitenwind, Tiere, Nässe, Steine auf der Fahrbahn und nicht zuletzt 0815 Verkehrsteilnehmer usw. usw.) die ein Fahrer überhaupt nicht beeinflussen kann aber berücksichtigen muss - erst recht bei Tempo 200.


    Wer das Speedgefühl als Kick braucht, soll das bei freier Fahrt oder noch besser auf irgendeinem Rennkurs machen. Wenn die mittlere Spur bereits dicht ist, finde ich es den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber unverantwortlich mit 200 daran vorbei brausen zu wollen - und dann noch mit der Einstellung: wenn was passiert war es der andere, weil der zu langsam war und nicht autofahren kann. :rolleyes: Das passt doch nicht zusammen.


    PS: ein generelles Tempolimit wurde ich ebenfalls als hilfreich erachten.

  • Zitat

    Original geschrieben von Dingens
    Moin
    so sieht das aus....interessant, daß aus diesem Konsens, den hier ja einige zu haben scheinen, nicht die gleichen Schlüsse gezogen werden. Sonst kämen wir ja alle zu dem Schluß: Tempolimit ist gut :D
    Grüße
    Der Dingens


    Tempolimit bringt bei denen, die ich anspreche überhaupt nichts!


    Ihr solltet Euch nicht an dem "Auto bei 200 beherrschen" totdiskutieren!

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

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