Nochmal ne kleine Uhren-Frage

  • Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Verkauf doch mal eine gebrauchte IWC oder Omega, und dann schau doch mal, was von der vielgepriesenen Wertbeständigkeit dieser Luxusmarken übrigbleibt.

    Wo habe ich etwas von IWC oder Omega geschrieben? Hast Du mein Posting gelesen, oder verwechselst Du mich?


    IWC und Omega gehören schon lange nicht mehr zu der Elite der Uhrenmanufakturen und haben dementsprechend auch einen hohen Preisverfall. Neue IWC's (z.B. Portugieser) bekommt man teilweise bis zu 40% unter LP.


    Die von mir genannten Marken waren u.a.: Panerai, Patek Philippe, Vacheron & Constantin, Audemars Piquet.... :rolleyes: und genau auf diese Uhren treffen auch meine Aussagen zu.


    Also, erst richtig lesen und dann entsprechend antworten bzw. reagieren.


    ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von garnixan
    Schade, daß ich hier auf Unverständnis stoße.


    Das Problem liegt meines Erachtens bei Dir.


    Dir gefallen ausgerechnet die Uhren, die die Hersteller machen, welche traditionell schon seit Ewigkeiten rein mechanische Uhren auf höchstem Niveau bauen.


    Es gibt doch durchaus Hersteller, die Schmuckuhren bauen, und die dann hochwertige Gehäuse mit billigen Quarzwerken kombinieren. Es gibt aber offensichtlich wenige Kunden, die bereit sind, für ein Gehäuse aus unedlen Werkstoffen mit einem Massenware Quarz Werk, nennenswerte Beträge auf den Tisch zu blättern.


    Deshalb gibt es wahrscheinlich nicht, was Du suchst.

  • Ich hatte es früher in diesem Thread schon mal gesagt: Es gibt durchaus eine ganze Reihe von verarbeitungstechnisch sehr hochwertig gebauten Quarzuhren, die - abgesehen vom verwendeten Werk - einer höherwertigen mechanischen Uhr in nichts nachstehen. Beispiele (IMHO jedenfalls) hierfür sind z.B. die TX-Serie von Timex, die Quarz-Modelle der Premier- und GS-Linie von Seiko, aber natürlich auch die Quarzvarianten von Omega, Breitling usw.. Auch Rolex baut Quarzuhren. Und wer will, kann problemlos 1500 Euro für eine tadellos verarbeitete Funkuhr ausgeben: Junghans Avantgarte Worldtimer.


    Das Problem ist, wie hier ja auch schon mehrfach gesagt wurde, dass einfach kaum jemand bereit ist, größere Geldbeträge für eine Quarzuhr zu investieren. Dies ist allerdings ein im wesentlichen völlig subjektiv begründeter Fakt, denn bei Lichte betrachtet ist es keineswegs so, dass eine mechanische Uhr aufgrund des verwendeten mechanischen Werkes erheblich teurer sein muss als eine Quarzuhr. Natürlich ist ein mechanisches Werk teurer als ein Quarzwerk (wobei es auch von dieser Regel Ausnahmen geben dürfte), aber wenn man sich überlegt, dass die meisten der teureren Edelmarken letztlich auch nur ETA-Massenware einschalen und teilweise auch nicht soo wahnsinnig viel am Grunduhrwerk nachfinnisieren, dann dürfte sich rein von den Kosten her der Preisunterschied zwischen Mechanik und Quarz wohl i.d.R. im zwei- oder maximal niedrigen dreistelligen Eurobereich bewegen.


    Gute mechanische Uhren sind also nicht deswegen teurer als gute Quarzuhren, weil die Kosten dies bedingen würden, sondern weil die Käufer für eine gute mechanische Uhr proportional mehr ausgeben als für eine Quarzuhr.


    HDs Unterscheidung zwischen "Uhr" und "Zeitanzeigegerät" ist natürlich auch eine völlig subjektive Geschichte, die durch Begriffsdefinitionen nicht gedeckt ist. ;) Denn eine Uhr ist per Definition ein Instrument, das die Zeit anzeigt, wobei es völlig ohne Belang ist, ob sie das mit einem mechanischem, einem Quarzwerk, per Schattenwurf oder wie auch immer bewerkstelligt. :D

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • Zitat

    Original geschrieben von garnixan
    [...] Schade, daß ich hier auf Unverständnis stoße. [...]

    Das einzige, was ich nicht verstanden habe, ist, dass Du mit "fjordgrau" unterschrieben hast?!

    Zitat

    Ich hätte gerne das beste aus beiden Welten und wäre froh, wenn mal ein Hersteller auf die Idee kommen würde, schöne Quarzuhren in hochwertigen Gehäusen zu bauen. [...]

    "Schön" ist ja immer subjektiv, jedoch verbaut z. B. Rolex (wie BB007 auch erwähnt) Quartz in Oystergehäuse. Hier eine schöne Webseite: http://www.oysterquartz.net


    Cheers
    Laubi

    Newbie-Reloaded :-)

  • Zum Thema Quartz vs. Mechanik:


    Diese zwei "Lager" gibt es tatsächlich:


    Zum einen diejenigen, die Uhren ganz nüchtern als Zeitanzeigegeräte nutzen. Die sind mit einer Quartz-Uhr gut bedient. Wer aber diese sachliche Einstellung zu dem Gegenstand Uhr hat, wird den Maßstab an die Ganggenauigkeit legen. Und genau an diesem technisch messbaren Faktor wird er den "Wert" einer Uhr ausmachen. Und da preiswerte Quartzuhren mithin "wirtschaftlicher" sind als teure, gibt es für teure einfach kaum einen Markt, den es zu bedienen lohnen würde.


    Zum anderen diejenigen, die eine Uhr neben ihrer Funktion im wesentlichen als "Schuckstück" sehen. Und zu einem Schmuckstück gehört eben auch das Werk ... und insoweit haben Qurtzwerke eben nichts zu bieten. Und diese Klientel ist es, die bereit ist, für Schmuckstücke eben Preise zu zahlen, die nicht im proportionalen Verhältnis zur Ganggenauigkeit stehen.


    Und alle "anderen" Uhren können stets nur ein Nischendasein führen ... und da muss den Herstellern zugestanden werden, wenn sie nicht bereit sind, Dinge zu produzieren, die nicht am Handgelenk, sondern im Ladenregal altern ... ;)


    Gruß aus Wedau

  • Zitat

    Original geschrieben von garnixan
    Ich nutze keine mechanischen Uhren, weil mir DCF77-Empfang und Stromversorgung über eine gepufferte Solarzelle wichtig ist. Ich habe mir diese Woche folgende Uhr gekauft:
    [...]
    Es handelt sich um eine Casio GW-M5600BC-1JF

    Tja, aber diese Teile gibt's halt nur im Design "Stück aus'm Brückengeländer."



    Zitat

    Original geschrieben von garnixan
    Daß mechanische Uhren schöner aussehen empfinde ich auch so. Allerdings ziehe ich rein aus technischer Sicht Quarzuhren vor. Wenn es endlich mal ein Hersteller schaffen würde, Quarztechnik mit DCF77-Empfänger in ein Gehäuse einer IWC Mark XV oder Porsche Design P'6500 Heritage zu setzen, würde ich mir sofort eine kaufen.

    Das wird kein Hersteller hochpreisiger Mechanikuhren tun, denn es gibt wohl keinen sichereren Weg, sich seine Stammkunden zu verprellen. Das wäre so wie ein Rolls-Royce mit Dieselmotor oder ein Louis Vuitton-Koffer aus Plastik. :rolleyes:




    Zitat

    Original geschrieben von SunnyStar
    Die von mir genannten Marken waren u.a.: Panerai, Patek Philippe, Vacheron & Constantin, Audemars Piquet.... :rolleyes: und genau auf diese Uhren treffen auch meine Aussagen zu.


    Also, erst richtig lesen und dann entsprechend antworten bzw. reagieren.

    Ich habe das gelesen und auch entsprechend reagiert. Ich schrieb, daß die o. g. Luxusmarken in eine völlig andere Preiskategorie gehören und sich von daher jeglicher Vergleich mit den Grand Seiko-Uhren von vorneherein verbietet. Man kann wohl nicht Uhren der "ab 10.000 €-Klasse" (wobei das wirklich nur die absolute Untergrenze ist, nach oben gibt's da praktisch keine Grenze) mit Uhren der "ab 2.000 €-Kategorie" vergleichen.


    Wenn Du also bereit bist, für eine Patek 15.000 € oder mehr auf den Tisch zu legen und die Uhr dann nach Möglichkeit nur im Bankschließfach aufbewahrst, weil jeder kleiner Kratzer den Wert der Uhr dramatisch reduziert, dann wirst Du sicherlich einen guten Werterhalt haben. Bloß: Wenn ich Geld anlegen will, investiere ich sicherlich nicht in Uhren.


    Panerai ist übrigens schon längst keine Marke mehr, die einen sonderlich hohen Werterhalt bietet. Vor zwei Jahren waren die Marktpreise einiger Modelle noch höher als die Listenpreise. Inzwischen gewähren Konzis bereits Rabatte auf die Listenpreise. Der PAM-Hype scheint also ein wenig abgeflaut zu sein... :rolleyes:

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Ich habe das gelesen und auch entsprechend reagiert. Ich schrieb, daß die o. g. Luxusmarken in eine völlig andere Preiskategorie gehören und sich von daher jeglicher Vergleich mit den Grand Seiko-Uhren von vorneherein verbietet. Man kann wohl nicht Uhren der "ab 10.000 €-Klasse" (wobei das wirklich nur die absolute Untergrenze ist, nach oben gibt's da praktisch keine Grenze) mit Uhren der "ab 2.000 €-Kategorie" vergleichen..

    Wer hat eine IWC oder Omega mit einer Seiko verglichen? Ich jedenfalls nicht... Ganz nebenbei bemerkt, es gibt IWC's bereits ab ~ 2300 € und Omegas ab guten ~ 1000 €. (Neuware)


    Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989 Bloß: Wenn ich Geld anlegen will, investiere ich sicherlich nicht in Uhren.

    Uhren sind eine sehr sichere Geldanlage. Man muss sich eben nur auskennen. Das ist der Knackpunkt an der ganzen Sache. Eine seltene Jahrgangspanerai, ein Jubiläumsmodell von Patek usw...sind absolute Garanten für einen Wertgewinn.

  • Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Ich hatte es früher in diesem Thread schon mal gesagt: Es gibt durchaus eine ganze Reihe von verarbeitungstechnisch sehr hochwertig gebauten Quarzuhren, die - abgesehen vom verwendeten Werk - einer höherwertigen mechanischen Uhr in nichts nachstehen. [...]

    Klar gibt's die. Aber offenbar nicht in derartig vielfältigen Designs, wie es der Kollege garnixan gern hätte. ;)


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Das Problem ist, wie hier ja auch schon mehrfach gesagt wurde, dass einfach kaum jemand bereit ist, größere Geldbeträge für eine Quarzuhr zu investieren.

    Tja, und da gilt dann eben: Der Markt hat immer recht, nicht wahr. :D



    @ SunnyStar: Du hattest Dich, und das war der Ausgangspunkt, ziemlich abfällig über die Grand Seiko-Uhren geäußert und als "Argumente" reichlich viele Allgemeinplätze und Marketing-Slogans der Schweizer Hersteller bzgl. Werterhalt usw. angeführt.
    Uhren sind KEINE gute Geldanlage, denn man darf die Uhren, die man als eine Anlage ansieht, nicht einmal tragen, weil jeder Mikrokratzer sofort den Wert dramatisch reduziert. Was soll man denn mit einer Uhr anfangen, die man nicht tragen darf? :confused:

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    @ SunnyStar: Du hattest Dich, und das war der Ausgangspunkt, ziemlich abfällig über die Grand Seiko-Uhren geäußert und als "Argumente" reichlich viele Allgemeinplätze und Marketing-Slogans der Schweizer Hersteller bzgl. Werterhalt usw. angeführt.
    Uhren sind KEINE gute Geldanlage, denn man darf die Uhren, die man als eine Anlage ansieht, nicht einmal tragen, weil jeder Mikrokratzer sofort den Wert dramatisch reduziert. Was soll man denn mit einer Uhr anfangen, die man nicht tragen darf? :confused:

    Sorry, aber selten soch ein ....... Argument gehört. Nochmals, die "richtigen" Uhren sind eine gute Geldanlage. Trägst Du Deine Aktien oder Fonds auch tagtäglich mit Dir rum? Was denkst Du, wieviele Menschen absolut ungetragene Uhren zwecks Wertanlage im Banksafe liegen haben? Was denkst Du, wieviele Menschen Oldtimer luftdicht versiegelt haben, um den Wert zu erhalten? Soll ich weitermachen...? ;) Es gibt verschiedene Sorten von Uhrenliebhabern.....die einen tragen die Uhren und erfreuen sich, den anderen genügt es, wenn sie sich die Uhren ansehen können. (...und somit natürlich auch den Wert erhalten). Ganz abgesehen davon, gibt es sehr viele Beispiele, wo selbst getragene Uhren das zigfache an Wert zugelegt haben. (Rolex 1655 Orange Hand, Rolex Paul Newman usw..usw..)

  • Zitat

    Original geschrieben von SunnyStar
    Sorry, aber selten soch ein ....... Argument gehört. Nochmals, die "richtigen" Uhren sind eine gute Geldanlage. Trägst Du Deine Aktien oder Fonds auch tagtäglich mit Dir rum?

    Natürlich nicht, denn Aktien sind auch nicht dazu gemacht, herumgetragen zu werden; abgesehen davon, daß Aktien und Fonds heutzutage nicht einmal mehr sind als Depotbescheinigungen, die auf billigem Papier ausgedruckt werden. Armbanduhren dagegen sind dazu gemacht, am Handgelenk getragen zu werden; sie werden nicht gebaut, um in Safes eingesperrt zu werden. :rolleyes:


    Zitat

    Original geschrieben von SunnyStar
    Was denkst Du, wieviele Menschen absolut ungetragene Uhren zwecks Wertanlage im Banksafe liegen haben? Was denkst Du, wieviele Menschen Oldtimer luftdicht versiegelt haben, um den Wert zu erhalten? Soll ich weitermachen...? ;)

    Nein, bitte nicht. Dein "Aktien-mit-sich-herumtragen"-Beispiel reicht schon... :rolleyes:


    Zitat

    Original geschrieben von SunnyStar
    Es gibt verschiedene Sorten von Uhrenliebhabern.....die einen tragen die Uhren und erfreuen sich, den anderen genügt es, wenn sie sich die Uhren ansehen können. (...und somit natürlich auch den Wert erhalten).

    Du verwechselst hier ganz offensichtlich Liebhaber mit Spekulanten... Wer sich Uhren mit der primären Motivation kauft, um sie hinterher mit Gewinn weiterzuverkaufen und sie daher nicht trägt, ist kein Liebhaber, sondern entweder ein Händler oder ein Spekulant. Mit Liebhaberei hat das jedenfalls nichts zu tun. :(


    Zitat

    Original geschrieben von SunnyStar
    Ganz abgesehen davon, gibt es sehr viele Beispiele, wo selbst getragene Uhren das zigfache an Wert zugelegt haben. (Rolex 1655 Orange Hand, Rolex Paul Newman usw..usw..)

    Die beiden aufgeführten Modelle sind zwei Beispiele. Von "sehr vielen" kann hier wohl kaum geredet werden. Es gibt vielleicht ein Dutzend Rolex-Modelle, bei denen auch getragene Exemplare im Wert gestiegen sind, aber ansonsten gilt die Regel, daß jeder Kratzer den Wert einer Uhr drastisch vermindert. Übrigens gilt das auch für die von Dir genannten Uhren, denn auch sie bringen im Neuzustand erheblich mehr als mit Tragespuren. :rolleyes:

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

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