Spinnt unsere Polizei? Verfolgungsübungen & künstliche Staus mit Verletzten und Toten

  • Kann man das überhaupt noch irgendwie kommentieren? Mir zumindest fällt zu dieser späten Stunde nicht viel mehr ein als: "Die hamse doch nich mehr alle..."
    :rolleyes:
    Ich dachte immer, bei uns wäre man im Gegensatz zu Amiland vor solchen Eskapaden geschützt.


    Aber lest selbst:


    Quelle: FR-Online


    zum gleichen Thema:




    Quelle: freenet.de




    und zur Thematik der künstlichen Staus:



    Quelle: sueddeutsche.de

    Die Tastatur liegt einsam dort, weil father in der mother bohrt (Willy Astor)

  • Naja,das bestätigt meine Meinung immer wieder.Unsere Bullerei ist irgendwie nich' so richtig ausgelastet.Aber was solls,ich will mit denen auch nichts zu tun haben.Bisher hatte ich nur miese Erfahrungen mit den Jungs und Mädels :( .

    "Ich bin wie ich will und ich rede wie ich will. Wer das nicht kapiert, kann mich mal am Arsch lecken."

  • Zitat

    Bei einer Observationsübung nahe Koblenz sind zwei Teilnehmer eines Polizei-Lehrgangs in BKA-Autos auf der falschen Fahrbahnseite gefahren und haben einen tödlichen Unfall verursacht.


    Ist zwar tragisch :( , aber ich denke das solche Übungen notwendig sind. Immerhin schreien im nachhinein wieder alle, wenn die Polizei nicht irgendwas verhindert hat. Man kanns auch keinem Recht machen :rolleyes:


    Zitat

    Ein Unfall auf der A 3 zwischen Würzburg und Nürnberg wirft die Frage auf, ob die Polizei auf Verbrecherjagd künstliche Staus herbeiführen darf.
    ...
    Zwei Angetrunkene waren auf der A2 in einen künstlichen Stau gerast.
    ...
    Gegen drei zuständige Beamte wird nun wegen des Verdachts des fahrlässigen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt


    So ein Quatsch ! Jetzt werden die Beamten schuldig gemacht dafür, dass zwei Angetrunkene einen Unfall verursacht haben. Wäre es ein normaler Stau gewesen, wäre der Unfall doch genauso passiert, also was macht da den Unterschied ? Ich hab zufällig einen Bericht im TV dazu gesehen. Einseitige Berichterstattung.
    Die Polizei versucht einen Raser/Geisteskranken zu stoppen - da ist ein künstlicher Stau schon hilfreich. Wenn der Raser/Geisteskranke durchdreht - hilft auch nix, wenn man keinen Stau erzeugt und ihn einfach weiterfahren läßt. Verursacht imho eine viel größere Gefahr.


    Die Leute die es kritisieren sollten am besten mal Vorschläge für eine Verbesserung machen ;)


    Gruß,
    Dominik

  • Ich weiss jetzt nicht, was die im Gegenverkehr verloren haben aber zur zweiten Thematik: Ob betrunkene in einen künstlichen oder in einen echten Stau rasen ist relativ gleichgültig - da trifft die Polizei nach meinem Empfinden keine Schuld.


    -SF³

  • ...solche Unfälle passieren jährlich zu tausenden. Kaum sitzt aber ein Polizist am Steuer oder ist darin verwickelt, wird geschossen was nur geht und der Aufschrei in den Medien und dadurch auch in der Bevölkerung ist riesengroß. Umgehend wird ein ganzer Berufsstand als "nicht ausgelastet" und unfähig dargestellt, ohne auch nur eine Sekunde lang die Hintergründe und die Verhältnismäßigkeit der Reaktion zu erörtern.


    Aber es ist nunmal sooo toll gegen Staat oder Polizei zu sein - kommt man selbst in eine Notlage, möchte man auf sie aber wiederum auch nicht verzichten.



    Vielleicht folgt diesmal schon auf er ersten Seite ein Schloss - sinnvoller als eine unsägliche Diskussion wäre es allemal.



    Stefan


  • Stimmt, solche Unfälle passieren jährlich zu tausenden. Es wär mir aber neu, das die auch absolut fahrlässig von Polizeibeamten herbeigeführt werden. Es gibt einen Unterschied zwischen Bekloppten, die Geisterfahrer spielen und Polizeibeamten die meinen sie müßten auf öffentlichen Straßen Need for Speed spielen.


    Und was den Stau angeht, hat die Polizei nunmal in den Straßenverkehr eingegriffen, der Stau entstand nur wegen dem Eingriff und somit hat die Polizei IMHO auch die Verantwortung für Unfälle, welche auf den Stau zurückzuführen sind, zu tragen. Dürfte doch irgendwie auf der Hand liegen, oder?


    Und es ist natürlich sooo viel besser alles was von Staats- und Polizeiseite her passiert, einfach hinzunehmen und gutzuheißen, hm? ;)


    Gruß und schönen ersten Advent,


    Tom

    Nutze den Tag


    Das Wort "Würde" kennen manche Menschen nur noch als Konjunktiv II in dem Satz: "Für Geld würde ich alles machen."

  • Zitat

    Original geschrieben von Tom_le_ours
    Stimmt, solche Unfälle passieren jährlich zu tausenden. Es wär mir aber neu, das die auch absolut fahrlässig von Polizeibeamten herbeigeführt werden. Es gibt einen Unterschied zwischen Bekloppten, die Geisterfahrer spielen und Polizeibeamten die meinen sie müßten auf öffentlichen Straßen Need for Speed spielen.


    Also ist es ein Unterschied, ob er durch die Polizei fahrlässig oder durch betrunkene, geisteskranke oder selbstüberschätzende etc. genauso fahrlässig verursacht wird? Ein "normaler" Unfall interessiert doch heute keinen Menschen mehr. Aber sobald eine Berufsgruppe oder eine Person daran beteiligt ist, auf die man öffentlich schiessen kann, wird es wieder sensationgeil aufgezogen.


    Zitat

    Und was den Stau angeht, hat die Polizei nunmal in den Straßenverkehr eingegriffen, der Stau entstand nur wegen dem Eingriff und somit hat die Polizei IMHO auch die Verantwortung für Unfälle, welche auf den Stau zurückzuführen sind, zu tragen. Dürfte doch irgendwie auf der Hand liegen, oder?


    Also fändest Du es genauso gerecht, wenn Dir z.B. ein Reifen platzt, Du mitten auf der AB liegenbleibst, ein Stau und ein darauf folgender Unfall eines angetrunkenen verursacht wird und Du dafür natürlich (durch Deinen Eingriff in den Strassenverkehr) finanziell und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wirst...(?)


    Zitat


    Und es ist natürlich sooo viel besser alles was von Staats- und Polizeiseite her passiert, einfach hinzunehmen und gutzuheißen, hm? ;)


    Darum geht es doch garnicht. Es wird einfach nur verkannt, dass Polizisten ungeschickter Weise auch einfach "nur" Menschen sind, die genauso Fehler machen können, wie jeder andere von uns auch. Selbstverständlich kann man solche Vorfälle nicht gutheissen, die Medienreaktionen und das polemische gekloppe durch die Bevölkerung auf diese Berufsgruppe aufgrund solcher Vorfälle, ist einfach nur zum kotzen.


    Wie schon geschrieben: Befindet man sich selbst in einer Notsituation, ist man froh, dass es Staat und Polizei gibt - gibt es hingegen was zum Prügeln in diese Richtung, macht jeder gerne und mehr oder weniger intensiv mit.



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Also ist es ein Unterschied, ob er durch die Polizei fahrlässig oder durch betrunkene, geisteskranke oder selbstüberschätzende etc. genauso fahrlässig verursacht wird? Ein "normaler" Unfall interessiert doch heute keinen Menschen mehr. Aber sobald eine Berufsgruppe oder eine Person daran beteiligt ist, auf die man öffentlich schiessen kann, wird es wieder sensationgeil aufgezogen.


    Ich denke schon, das es einen Unterschied macht, ob Polizisten (die ja deshalb Polizisten sind um die Leute zu schützen und vor Schaden zu bewahren) fahrlässig handeln oder Betrunkene und Geisteskranke. Ich mein nur, so vonwegen Verantwortung und so.. :rolleyes:


    Zitat


    Also fändest Du es genauso gerecht, wenn Dir z.B. ein Reifen platzt, Du mitten auf der AB liegenbleibst, ein Stau und ein darauf folgender Unfall eines angetrunkenen verursacht wird und Du dafür natürlich (durch Deinen Eingriff in den Strassenverkehr) finanziell und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wirst...(?)


    Und auch hier gibt es einen kleinen aber feinen Unterschied. Absichtliches und unabsichtliches Verhalten. Bei einem absichtlich verursachtem Stau dürfte es nur gerecht sein, zur Verantwortung gezogen zu werden. Bei einem unabsichtlich verursachtem kann man ja nichts dafür. Und ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, das die Polizei für einen gewollten Stau ´n Pechvogel in petto hat, dem dann per Zufall jedesmal ein Reifen platzt.. :D ;)


    Zitat


    Darum geht es doch garnicht. Es wird einfach nur verkannt, dass Polizisten ungeschickter Weise auch einfach "nur" Menschen sind, die genauso Fehler machen können, wie jeder andere von uns auch. Selbstverständlich kann man solche Vorfälle nicht gutheissen, die Medienreaktionen und das polemische gekloppe durch die Bevölkerung auf diese Berufsgruppe aufgrund solcher Vorfälle, ist einfach nur zum kotzen.


    Es sagt ja keiner, das Polizisten keine Fehler machen dürfen. Nur eben nicht so schwerwiegende. Es darf doch wohl nicht zuviel verlangt sein wenn man von Menschen, deren Beruf der Schutz der Bevölkerung ist, erwartet das Sie Ihre Übungen an Orten durchführen wo keine unbeteiligten zu Schaden kommen können, oder?


    In dem Sinne..


    Gruß,


    Tom

    Nutze den Tag


    Das Wort "Würde" kennen manche Menschen nur noch als Konjunktiv II in dem Satz: "Für Geld würde ich alles machen."

  • Zitat

    Original geschrieben von Trauma
    Naja,das bestätigt meine Meinung immer wieder.Unsere Bullerei ist irgendwie nich' so richtig ausgelastet.Aber was solls,ich will mit denen auch nichts zu tun haben.Bisher hatte ich nur miese Erfahrungen mit den Jungs und Mädels :( .


    Das seh ich genauso! Ich hab letztens wieder so ne schöne Situation gesehen:


    Ein Bulle steht bei ner Straße weiter vorne und blitzt, weiter hinten stehen zwei Sixpack und ein normaler Streifenwagen um die geblitzten Raser zur Sofortkasse zu bitten.


    Ich hab in dem Moment echt gedacht mir fallen die Augen aus dem Kopf. Allerdings haben die mich ganz unfreundlich angesehen, als ich mich genau neben sie gestellt hab und mal ein paar Radiosendern nen Blitzdiensthinweis gegeben hab. :D

    my phone: iPhone SE
    "Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker, nicht mal schwimmen kann er."

  • Ich glaube, Ihr redet etwas aneinander vorbei.
    Stefan meint die journalistische Auskostung und die grundsätzliche Einstellung gegenüber der Staatsgewalt, die hier wieder deutlich wird.
    Ich denke, sachlich liegt Ihr gar nicht so weit auseinander.


    Was das Thema Staatsgewalt angeht, bin ich folgender Überzeugung:


    wie man denen gegenüber auftritt, so wird man auch behandelt. Das ist eine ganz normale Reaktion und das geht mir hier als Mod "im Kleinen" ganz genauso. Ich hatte bisher ein paar Mal das Vergnügen, von Polizei kontrolliert und bestraft (Bußgeld und Punkte im Straßenverkehr) zu werden. Bleibt man ruhig und freundlich und tritt auch sonst nicht auffällig auf, ist das auch gar kein Problem. Die Jungs und Mädels müssen eben auch Autorität zeigen. Die einen können das souveräner, die anderen werden schneller zu hart. Das soll im übrigen Chefs auch so gehen. Autorität ist keine leichte Aufgabe!


    Und schwarze Schafe gibt es überall.


    Davon abgesehen hatte ich als Rettungssani einige Begegnungen und auch unausweichliche Zusammenarbeit mit Polizisten. Daher kenne ich es auch von der "anderen Seite" aus ein bíßchen. Auch hier eigentlich keine Probleme.


    Ich möchte den Scheißjob nicht machen wollen, für das bißchen Kohle.



    Dennoch nehmen sie sich in diesem hier angesprochenen Fall einfach zuviel heraus. Es ist einfach nicht verhältnismäßig. Und es ist gut, daß der Staat hier eingreift und solche Auswüchse zu stoppen versucht. Wenn auch erst oft nach öffentlichem Druck.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

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