China Inc.-die rote Gefahr

  • Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Man kann die Ganze Sache, wo und was produziert wird auf relativ einfache Weise regeln.


    Alles was nicht aus der EU oder Deutschland kommt wird eben mit sehr hohe Zöllen belegt, deren Höhe die Lohn- und Nebenkosten mindestens ausgleicht.


    Also ist das Produzieren von Waren in Asien kein Vorteil mehr.


    ... und damit subventionierst Du die Hersteller. Es lässt sich recht leicht zeigen, dass in einer sochen Situation die Verbraucher die Verlierer sind :rolleyes:

    Zwar weiss ich viel, doch möcht' ich alles wissen...

  • Damit subventioniere ich keinen Hersteller. Das dieses Prinzip funktioniert haben Japan, die USA und Europa vor der sinnlosen Globalisierungswelle schon oft genug bewiesen.
    Richtige Handelsschranken können nämlich Binnenmärkte schützen und auch innerhalb dieser Märkte, solange sie groß genug sind, funktionieren die Preis- und Marktmechanismen.


    Lieber soll ein ein Produkt 10% mehr kosten, wenn dafür die Zahl der Arbeitslosen entsprechend reduziert ist und die Steuern entsprechend gesenkt sind.


    Ich sehe nämlich nicht ein mit dem Kauf gewisser Produkte Arbeitsplätze sonst wo zu schaffen, während im eigenen Umfeld immer mehr Jobs verloren gehen.


    Ich halte es auch wirklich so mir weitestgehend nur Produkte zu kaufen, die in Europa oder Deutschland produziert worden sind; eben Marken wie Mercedes, Miele, Philips, Loewe zu kaufen. Auch bei meinen genutzen Handys achte ich inzwischen darauf auch wenn meine Lieblingsmarke darunter leiden wird.

    ------------------------------------------------
    Ericsson T39m
    Legends never Die!
    ------------------------------------------------

  • Zitat

    Original geschrieben von galahad13


    Ich halte es auch wirklich so mir weitestgehend nur Produkte zu kaufen, die in Europa oder Deutschland produziert worden sind; eben Marken wie Mercedes, Miele, Philips, Loewe zu kaufen. Auch bei meinen genutzen Handys achte ich inzwischen darauf auch wenn meine Lieblingsmarke darunter leiden wird.


    Ich dachte, Philips lässt wie viele andere bei Flextronics fertigen ( http://www.brandeins.de/home/i…10&sid=su1939617214814885 ) und deren Hauptsitz ist in Singapur. Da geht das Geld hin während die Mitarbeiter in den einzelnen Werken ausgebeutet werden. Und mir kann keiner erzählen, dass die das gesamte Gerät in Paderborn bauen nur weil der Auftraggeber Wert auf Fertigung in Deutschland legt. Da wird dann höchstens zusammengeschraubt, sonst wärs ja viel zu teuer. Machen übrigend recht viele Elektronik-Hersteller so.

    "Technisch sind wir Übermenschen; moralisch sind wir noch nicht einmal Menschen." Aldous Huxley

  • Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Damit subventioniere ich keinen Hersteller. Das dieses Prinzip funktioniert haben Japan, die USA und Europa vor der sinnlosen Globalisierungswelle schon oft genug bewiesen.
    Richtige Handelsschranken können nämlich Binnenmärkte schützen und auch innerhalb dieser Märkte, solange sie groß genug sind, funktionieren die Preis- und Marktmechanismen.


    Du übersiehst dabei den globalen Zusammenhang: Richten wir Strafzölle ein, werden auch die anderen Strafzölle einrichten. Deswegen gibt es sowas wie die WTO. Zu der Wirkung von Strafzöllen gibt es viel Literatur, und es ist unbestritten, dass solche Zölle und Quoten in 90% der Fälle sich positiv für die Produzenten, aber negativ auf den Konsumenten auswirken. Gesamtwirktschaftlich sind sollte Quoten zudem immer negativ. Und somit haben wir es hier wohl kaum mit einen funktionierendem Marktmechanismus zu tun.


    greetz,
    autares

  • Es gibt genügend Gegenbeispiele. Drängt man das kommunistische China wieder hinter den eisernen Vorhang, wo es auch hingehört und stellt dort den Bau von Produktionsstätten ein, werden sich diese zwangsläufig wieder an die alten Standorte zurückbewegen.
    Fakt ist jedenfalls. daß man den Herstellern mit den Globalisierungsträumen nicht erlauben darf, überall so billig wie möglich zu produzieren und dann de facto ohne große Mehrkosten weltweit zu verkaufen. Die Produktion muß eben von den Preisen her im Markt enstprechend preislich passen.
    Ohne eine WTO oder sonstige Absprachen sind für mich irrelevant. Wichtig ist im Endeffekt nur, daß der Lebensstandard in der EU und Deutschland entsprechend hoch ist und dadurch genügend Arbeitsplätze und Kaufkraft vorhanden sind. Genau darum soll sich die Politik kümmern, statt immer weiter Einschnitte zu verlangen, sich mit 5 Millionen Arbeitslosen abzufinden und diese nur noch zu verwalten.Während in Brüssel und Berlin nur noch über Posten geredet wird und sich jeden Tag neue Grausamkeiten ausgedacht werden, rationalisieren die Konzerne täglich neue Jobs ins Ausland weg.

    ------------------------------------------------
    Ericsson T39m
    Legends never Die!
    ------------------------------------------------

  • Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Es gibt genügend Gegenbeispiele. Drängt man das kommunistische China wieder hinter den eisernen Vorhang, wo es auch hingehört und stellt dort den Bau von Produktionsstätten ein, werden sich diese zwangsläufig wieder an die alten Standorte zurückbewegen.


    Wohl kaum. Was machst du mit Indien, Indonesien, Thailand, Philippinen, Malaysia etc.? Alles günstiger als in Deutschland.



    Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Fakt ist jedenfalls. daß man den Herstellern mit den Globalisierungsträumen nicht erlauben darf, überall so billig wie möglich zu produzieren und dann de facto ohne große Mehrkosten weltweit zu verkaufen..


    Damit greifst du in den Markt ein. Planwirtschaft ist die einzige Möglichkeit umd den von dir genannten Fall zu verhindern.


    Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Die Produktion muß eben von den Preisen her im Markt enstprechend preislich passen.


    Und genau das ist doch das Problem. Die Produktion in Deutschland ist zu teuer. Was bringen dir da Strafzölle u.ä.? Holt man die Produktion nach Deutschland zurück, dann wird sich der Preis erhöhen.



    Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Ohne eine WTO oder sonstige Absprachen sind für mich irrelevant. Wichtig ist im Endeffekt nur, daß der Lebensstandard in der EU und Deutschland entsprechend hoch ist und dadurch genügend Arbeitsplätze und Kaufkraft vorhanden sind.



    Du wirst einmal ins Ausland verlegt Arbeitsplätze kaum wieder zurückholen können. Eine Verringerung der Arbeitslosenzahl ist nur durch Innovation und Bildung möglich. Für Produktion brauchst du keine hohe Bildung, für Stammzellenforschung schon.


    greetz,
    autares

  • galahad13: Utopia lässt grüßen :rolleyes:


    EDIT:


    autares: Du nimmst mir das Wort aus dem Mund. :) Endlich mal jemand der mich versteht :top:


    Zitat

    Wohl kaum. Was machst du mit Indien, Indonesien, Thailand, Philippinen, Malaysia etc.? Alles günstiger als in Deutschland.


    Oder auch (um mal in der EU zu bleiben) Polen, Ungarn, Tschechische Republik, etc. Bei vielen EU Ländern handelt es sich um Niedriglohnländer! (und teilweise auch um Niederigsteuerländer, aber das ist eine anderes Thema)


    njoy_az

    Zwar weiss ich viel, doch möcht' ich alles wissen...

  • [URL=http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,327534,00.html]Chinas Energiehunger ist weiterhin unersättlich...[/URL]

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren. Zitat:Andre Kostolany

    Gruss
    beugelbuddel

  • [URL=http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,329037,00.html]Wann schlucken chin. Firmen auch hier renommierte Hersteller/Marken?[/URL] :(

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren. Zitat:Andre Kostolany

    Gruss
    beugelbuddel

  • guten Morgen,
    zumindest der große Blaue wird sich von einem Teil seines Konzerns wohl an die Chinesen trennen....


    "New York - IBM befinde sich in ernsthaften Gesprächen mit dem größten chinesischen PC-Hersteller Lenovo und mindestens einem weiteren Interessenten, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Kreise. Der Verkauf, dessen Volumen in einer Größenordnung von ein bis zwei Milliarden Dollar liegen soll, umfasse den Bereich Desktop und Notebooks. "


    [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,330730,00.html]Quelle[/URL]


    schade, schade...


    greetz
    cm

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!