China Inc.-die rote Gefahr

  • ich halte unsere Manager und Politiker ohnehin in Sachen China auf beiden Augen blind.
    Sie sehen nur kurzfristige Gewinne und denken nicht langfristig. So zieht man sich Konkurrenz groß und und schauen nebenbei bei den täglichen Menschenrechtsverletzungen und Greueltaten der roten Dikatoren dort weg.
    Das Ganze Wachstum dort wird auf Kosten der Menschen und der Umwelt erkauft.

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  • Zitat

    Original geschrieben von m@rtin
    P.S.: Nur so am Rande (ich hab ja schon gar keine Energie mich aufzuregen):
    [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,400777,00.html]MONTAGEVERLAGERUNG - Airbus prüft Fabrik-Standorte in China[/URL]


    Ich habe gerade folgendes dazu gefunden:

    Zitat

    To acquire the latest aircraft technology, the Soviets in 1973 proposed purchasing 50 Lockheed transports if the firm, then in financial difficulty, would build and equip a modern "aircraft city" in the USSR. A similar proposition was put to Boeing (it besieges the imagination to ponder Brezhnev appearing from the cabin of an Aeroflot 747). Line X practiced the venerable capitalist technique of playing off competitors, and, from this bidding, the Soviets sought to gain technical data for use at home.


    Quelle: http://www.cia.gov/csi/studies/96unclass/farewell.htm <--- man beachte den Domainnamen :D


    Die Amerikaner war damals gerade noch schlau genug, das Spiel zu erkennen. Die Europäer scheinen dagegen in Bezug auf China immer wieder bereit, über den (vermeintlichen) wirtschaftlichen Erfolg die strategische Perspektiven für ihre Unternehmen und Branchen aus dem Auge zu verlieren. :rolleyes:


    Der zitierte CIA-Report ist auch insofern interessant, weil er aufzeigt, mit welchen Mitteln die US-Regierung damals auf das sowjetische Interesse an westlichen Schlüsseltechnologien und die zugehörigen Spionageaktivitäten reagiert hat. Unter anderem wurden Pläne und Produkte speziell für die Sowjetunion "verbessert", so daß diese eine Zeitlang funktionieren, bevor sie plötzlich ausfallen. Das mittlerweile bekannteste Beispiel ist eine Software für Pipeline-Steuerung, die über eine kanadische Firma in die SU gelangte. Durch die plötzliche Fehlsteuerung einer Erdgaspipeline kam es 1982 zu einer so gewaltigen Gasexplosion, daß sie zunächst für einen Atombombentest gehalten wurde. (Damit wurde u.a. erreicht, daß die sowjetischen Erdgaslieferungen nach West-Europa schwer behindert wurden und Deviseneinnahmen ausfielen.)
    Informationen dazu findet man in diesem Washington Post Artikel von 2004, bzw. auf Deutsch hier oder gar hier. ;)


    Im Verhältnis zu China lassen sich diese Methoden aus dem Kalten Krieg natürlich nicht unmittelbar anwenden. Nicht nur, daß es sich um ein feindseliges Verhalten handelt, sondern vor allem weil in den Joint Ventures die westlichen Unternehmen ein Interesse haben, daß die Produktion einwandfrei läuft.
    Aber wenn es um zentrales Know-How und Teile, die im Heimatland gefertigt werden, geht, müssen dann die vorgezeigten Pläne 100% stimmen und alle Auskünfte zum Thema immer korrekt sein? :D
    Vielleicht könnten europäische Firmen auch einiges lernen, wenn sie sich von ein paar alten Experten für "economic warfare" beraten lassen. Sie sollten sich nur nicht erwischen lassen. ;)

    Die Revolution (der mobilen Datenkommunikation) frisst ihre Kinder.
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    Mein MMS-Server ist offline.

  • m@rtin:
    :apaul: ok, so passt es dachte du meinst es ernst ;)


    andi2511:
    so Billig-Elektronik mein ich nicht, aber mal ehrlich so viel wie inzwischen in den billigländern produziert wird, da müßten ja alle Artikel nur noch die hälfte kosten,oder?!


    das zeug wird doch max im laufe der zeit günstiger, von den tollen einsparungen wird nix weitergegeben

  • Nach dem Blackberry und Transrapid hat es nun den Smart erwischt. In China wird nun ein Fahrzeug im Smart Design mit Elektroantrib gebaut. [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,442191,00.html]>> spiegel.de[/url]

  • Zitat:


    Lutz Bethge, Chef von Montblanc, sagte kürzlich, er sehe in dem Designklau im Luxussegment kein großes Problem: "Wer ein Luxusprodukt kaufen will, der kauft das Original. Jene, die die qualitativ schlechten Kopien erwerben, tun dies nicht als Ersatz für ein Original."



    genauso ist es, ein original muss durch qualität und technik überzeugen, ein design kann jeder kopieren, besser oder schlechter.....


    und wenn der erfolg nur auf das design beruht, welches wirklich originalgetreu kopiert werden kann ist das produkt nichts wert


    es genügt eben nicht auf ein billiges produkt einen teuren markennamen zu schreiben und es so künstlich teurer zu verkaufen, soetwas wird zurecht kopiert


    es muss ein reeller wert vorhanden sein

  • Ich finde aber alleine die Tatsache,daß man ohne Scheu munter kopiert einfach nur frech! :mad: :( :flop:

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren. Zitat:Andre Kostolany

    Gruss
    beugelbuddel

  • Im Prinzip wäre ein Wirtschaftsboykott durch die USA, die EU und Japan gegenüber China ein richtiger Schritt zu Sicherung der Arbeitsplätze. Wahrscheinlich würde dadurch auch mittelfristig neben dem wirtschaftlichen Zusammenbruch Chinas auch deren politische Diktatur weggespült werden.

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  • Zitat

    Original geschrieben von beugelbuddel
    Ich finde aber alleine die Tatsache,daß man ohne Scheu munter kopiert einfach nur frech! :mad: :( :flop:

    Sehe ich ganz genau so.


    Aber: Der Chinese/Asiate allgemein sieht das ganz anders. Dort gelten Kopien als Kompliment allerhöchster Güte. Was denen dort sehr toll/gelungen vorkommt, wird kopiert. Nicht ohne Grund sehen dort vielen Autos nach den deutschen Oberklasseherstellern BMW, Audi und vor allem Mercedes aus.


    Davon kann man sich als Deutscher natürlich nix kaufen, aber es erklärt ein bisschen deren Handlungsweise.

    Sie nannten ihn Trollfütterer.

  • Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Im Prinzip wäre ein Wirtschaftsboykott durch die USA, die EU und Japan gegenüber China ein richtiger Schritt zu Sicherung der Arbeitsplätze. Wahrscheinlich würde dadurch auch mittelfristig neben dem wirtschaftlichen Zusammenbruch Chinas auch deren politische Diktatur weggespült werden.


    Wird aber nie passieren, dafür ist der dortige Markt nunmal zu groß.
    Und da wir im Kapitalismus leben, wäre ein Wirtschaftsboykott das Letzte, was einem gewinnorientierten, global agierenden Unternehmen oder einem am Gewinnstreben interessierten Land in den Sinn kommen würde.
    Zumal du hiesige Arbeitsplätze dadurch gewiss nicht sichern kannst.


    Zumal ein wirtschaftlicher Zusammenbruch Chinas ebensowenig wünschenswert ist (alleine schon der "einfachen" Bevölkerung wegen, denn die muss darunter dann leiden und das tut sie zT ohnehin schon genug), eine Ablösung des dortigen diktatorischen Kapitalismus durch eine halbwegs demokratische Regierungsform in Verbindung mit einer nach "üblichen" Maßstäben funktionierenden Wirtschaft wäre durchaus wünschenswert.
    Nur ist das eben derzeit pure Illusion.


    Und solange dort der Staat auf Wirtschaftsebene das eigentliche Sagen hat und die eigene Wirtschaft so erfolgreich vor internationelen Gesetzen abschirmt, und es im Gegenzug ausländischen Unternehmen auch entsprechend schwer machen kann, werden die chinesischen Unternehmen auch weiterhin vorwiegend durch billigste Kopien auffallen.
    Es gibt einige wenige Ausnahmen, aber den meisten Firmen ist Eigenengagement scheinbar eher fremd.
    Und Technologietransfer ist eigentlich auch das falsche Wort.
    Denn sie eignen sich eigentlich keine Technologie an, sie kopieren nur, ohne oftmals zu verstehen, was sie da eigentlich vor sich haben.
    Echte Ingeneursleistung steckt bis dato jedenfalls kaum dahinter.


    Aber auch das wird noch kommen, denn anders werden die chinesischen Firmen sich auf Dauer kaum auf dem internationalen Markt halten können.
    Hoffe ich wenigstens...

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