WinSim verschickt Sim Karte mit Willommensbrief obwohl nie bestellt

  • Hallo Zusammen,


    meine Eltern haben ungefragt einen Willkommensbrief und eine Sim von WinSim per Post bekommen.

    Es wurde zu einem Vertrag gratuliert, der mein Vater definitiv nie abgeschlossen hat.

    Es handelt sich um einen 2 Jahres Vertrag mit dem Tarif LTE all 10+2 Gb.

    Die Anschrift sowie Vor- und Zuname sind korrekt geschrieben, die Benutzerdaten

    wären an eine "Vor.Zuname@skymail.de" (ist ebenso korrekt formuliert) versandt,

    die mein Vater ebenfalls nicht besitzt.

    Die Rechnung würde von der angegebenen Kontonummer über Einzugsermächtigung abgebucht (die er

    nie angegeben hat).


    Wir waren noch nie Kunde bei Winsim!


    Was ist da los?

    Uns ist darüberhinaus schleierhaft, woher die Daten meines Vaters stammen.

    Es besteht auch absolut kein Bedarf an diesem Tarif.


    Auf zum Anwalt damit?

    Mobilfunkpreise können davon abweichen...

  • Ist die Kontonummer auch noch richtig? Dann ist dein Vater wohl Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden, und der eigentliche Besteller war (warum auch immer) nicht in der Lage den Brief vor dem Briefkasten deines Vaters abzufangen. Als erstes mal den Vertrag widerrufen.


    https://imagepool.winsim.de/NE…load/95987_WRB_Bundle.pdf


    Dann kann man sich über einen Anwalt immer noch Gedanken machen.

  • eteleon hatte mal eine schlechten Ruf, wegen dubioser Verträge. Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist. Falls eine Lastschrit abgebucht wird, würde ich diese zurückbuchen lassen und eine Mail mit dem Sachverhalt senden. Ein Anwalt ist hier noch nicht erforderlich und kostet nur unnötig Geld.

    Herbert

  • Der Willkommensbrief mit der SIM-Karte muss nicht zwangsläufig abgefangen werden, damit der Vertrag missbräuchlicherweise genutzt werden kann. In der Servicewelt kann man den Wechsel zur eSIM kostenpflichtig beantragen.

    Das geht, ohne dass man vorher die physische SIM genutzt haben muss. Der Vertrag ist praktisch sofort aktiv, wenn keine Nummer portiert werden soll.

  • Will jetzt nicht alles zitieren:

    Die Kontonummer ist auf dem Willkommensbrief nicht aufgeführt.


    TWL Kunde sind wir nicht.

    Widerruf bzw. Rücksendung der Unterlagen per Einschreiben wird am Montag erledigt.


    Auf einen Anwalt haben wir auch keine Lust,

    allerdings erscheint uns diese Sache reichlich merkwürdig.


    Besten Dank für Eure Rückmeldungen,

    Ich dachte auch, vielleicht haben noch mehrere User einen solchen Brief erhalten,

    könnte ja ein neues Geschäftsmodell dieses Anbieters sein.


    Dass die Adressdaten irgendwo kursieren kann man heute ja leider nirgends mehr ausschließen. Interessant wäre es in der Tat, ob die korrekte Bankverbindung vorliegt.

    Das können wir aber ohne weiteres eh nicht überprüfen.

    Mobilfunkpreise können davon abweichen...

  • könnte ja ein neues Geschäftsmodell dieses Anbieters sein.

    Halte ich für unwahrscheinlich, um es vorsichtig auszudrücken.

    Im Falle von Identitätsdiebstahl ist es ratsam, bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Klingt nach mehr Arbeit, als es tatsächlich ist:

    Ihr geht mit dem Willkommensbrief zur Polizei (oder könnt das womöglich sogar online zur Anzeige bringen), erklärt die Situation und die nehmen die Daten auf.

    Ihr kriegt dann einen Wisch, die Anzeigebescheinigung, die ihr anschließend immer dann vorlegen könnt, wenn ihr eine unerwartete Rechnung, Auftragsbestätigung o.ä. bekommt und den jeweiligen Vertrag wegen offenkundigem Identitätsdiebstahl widerrufen wollt.


    Das geht einfach, kostenfrei und ohne Anwalt.

  • Warum ich nach der TWL gefragt habe:


    https://www.twl.de/das-ist-twl…ische-werke-ludwigshafen/


    Im Februar diesen Jahres habe ich auch zwei solcher Briefe mit jeweils einer SIM von sim.de und simplytel bekommen. Beides ebenso wie WinSim Töchter der Drillisch Online GmbH. Die Adressdaten und Bankverbindung waren jeweils korrekt und auch hier hat der Angreifer sich die Mühe gemacht, eine eMail-Adresse mit meinem Namen bei einem eMail-Anbieter anzulegen. Zeitnah erhielt ich auch die Vertragsbestätigung von einem Billigstromanbieter und mein bisheriger Vertrag (nicht bei TWL, jedoch in deren Netz) wurde durch den eingeleiteten Anbieterwechsel gekündigt. Dafür braucht man die Zählernummer und die gebe ich sonst nirgends an.


    Meine Recherchen hatten ergeben, dass die Verträge über eines dieser Vergleichsportale abgeschlossen wurden. Vermutlich um eine Provision zu generieren. Den Sachverhalt hatte ich bei der Polizei angezeigt und vor einigen Tagen kam die Mitteilung der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren ergebnislos eingestellt wurde.

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