Nach Forderungen in St. Petersburg:
"Russland wird wieder gefürchtet und gehasst": Moskauer Regionalabgeordnete fordern Putin zum Rücktritt auf
Nachdem mehrere Stadtabgeordnete in St. Petersburg vorgeschlagen hatten, den Kremlchef des Hochverrats anzuklagen, ziehen nun auch Moskauer Lokalpolitiker nach. In einer Erklärung fordern sie Putins Rücktritt – dessen Ansichten seien "hoffnungslos veraltet".
Moskauer Abgeordnete: Putins Rhetorik ist "von Intoleranz und Aggression durchdrungen"
Seit Putins zweiter Amtszeit sei "alles schief gelaufen", so die Lokalpolitiker in einer Videoerklärung. Nicht nur, dass sich Versprechungen wie die Verdopplung des Bruttoinlandsprodukts oder die Anhebung der Mindestlöhne nicht erfüllt hätten. Die nationale Stabilität sei schlicht nicht mehr gegeben, Russen würden in Scharen das Land verlassen, beklagten die Abgeordneten. Der Kremlchef habe in seiner ersten und "teilweise" auch in seiner zweiten Amtszeit "gute" Reformen durchgebracht – "aber danach ging alles irgendwie schief", sagte ein Mitglied des Gemeinderats.
Die Rhetorik der Staatsspitze sei seit langem "von Intoleranz und Aggression durchdrungen, was unser Land letztlich in die Zeit des Kalten Krieges zurückversetzt hat.
Russland wird wieder gefürchtet und gehasst, und wir bedrohen die Welt erneut mit Atomwaffen." Das Wort "Krieg" nahmen die Lokalpolitiker allerdings nicht direkt in den Mund.