Kult, Kritik, Kommerz und Markt - wie geht es weiter mit Apple?

  • Meine Beobachtungen sind in meinem Umfeld eher umgekehrt. Viel kaufen nach Jahren Android-Erfahrung iPhones, iPads und Macs. Hauptgrund liegt in der fragmentierten Major-Release-Versorgung, was viele mittlerweile als Risiko betrachten, mit veralteten Systemen sensible Transaktionen zu tätigen*. Auch haben andere Hersteller keine nachhaltige Strategie mehr (heute so, morgen so -Insider auf der Zunge zergehen lassen: Auch Nokia wie man am Beispiel HERE und Withings auch in der Neuzeit sehen kann). Ich werde oft bei Kaufentscheidungen zu Rate gezogen (auch wegen der freundschaftlichen After-Sales-Betreuung gegen Grillgut :)). Viele sind nach Jahren WIN unsicher, ob sie zu Apple wechseln sollen. Ist die Entscheidung gefallen (und mir ging es damals auch so), dann höre ich oft, "wenn ich das schon damals gewusst hätte, wäre ich schon viel früher ...". Die Erkenntnis erschließt sich aber erst, wenn man mal das Ökosystem in größerer Breite nutzt. Klar, auch hier gibt es nach wie vor unlogische Dinge oder UI-Inkongruenzen zwischen iOS und macOS, aber in Summe gibt es kein Ökosystem, welches weiter ist. Das Apple-Ökosystem ist Jahre voraus.


    Design:
    Vielleicht liegt da vielmehr ein Verständnisproblem vor.
    Wie bei Klamotten. Es gibt (die häufig wechselnde) Mode. Daneben gibt es die zeitlose Eleganz und den entwickelten Stil. Gutes Design ist zeitlos. Im Sinne Dieter Rams. Keiner wird auch auf die Idee kommen, einen Eames Chair langweiliges Design zuzusprechen. Oder anderen Manufakturproduken. iPhone-Geräte entsprechen dieser zeitlosen Designphilosophie. Sie werden selbst in 50 Jahren als gutes Design in den Museen zu finden sein. Deshalb kann ich Deine Ansicht nicht teilen, gutes Design mit der Begründung eines so kurzen Zeitwerts zu tadeln, vor allem, wenn die inneren Werte regelmäßig aktualisiert und an den neueren Stand der Technik herangeführt werden.


    Solltest Du mal in Prag sein, empfehle ich Dir dort einen Besuch des Apple Museums. Etliche Exponate diverser Produktlinien findest Du da im Zeitablauf. Du wirst erstaunt sein, was gutes Design bei schnelllebigen Technikprodukten (Schnelllebigkeit bezieht sich auf die Specs) selbst nach Jahrzehnten noch emotional auszulösen vermag.


    *= Deshalb gibt es ja neuere Ansätze, in denen Hersteller (auch Nokia) das neueste Android-System mit Major-Update-Garantie bewerben. Das Problem einer nachhaltigen Strategie bleibt jedoch bestehen. Wenn das Geschäft nicht die erwünschten schnellen Erfolge liefert (am Beispiel Nokia-Withings), Strategiewechsel und, wie viel ist die Garantie dann noch wert?

  • Naja, das iPhone 7 verkauft sich schon nach ganz gut, vorallem in den "seltenen" Farben Product RED, Piano Black und auch Rose Gold.


    Aber das VorVor- (iPhone 6S) oder VorVorVor-Modell (iPhone 6) kauft schon lange kaum noch jemand neu.


    Das iPhone 5C und das SE kann man eigentlich beide als Flop bezeichnen.


    Woher nimmst du all diese Weisheiten?

  • Vermutlich beruhen ihre bzw. seine Zahlen auf den eigenen Geräten. :D


    Aber mit einem hat er recht; da das 5C nach den ersten, bunten Nokia Lumia Modellen vorgestellt wurde, wirkten sie wie ein billiger Abklatsch. Ein iFlop im Design. Andererseits hätte ich nichts gegen ein neues, deutlich günstigeres Modell. Ganz in die Richtung iPad 2018. Und zusätzlich ein neues SE. Und dann noch die regulären Neuvorstellungen.


    Wobei, dann würde sich Apple selbst übertreffen.
    4 neue Modelle auf einer Keynote.

    Zurück in die Zukunft - Vom NOKIA 808 Pureview übers iPhone X zum 15 Pro MAX :):thumbup:

  • Hauptgrund liegt in der fragmentierten Major-Release-Versorgung, was viele mittlerweile als Risiko betrachten, mit veralteten Systemen sensible Transaktionen zu tätigen*.

    Wobei ich denke das das nur fuer einen kleinen Teil der Smartphonenutzer wirklich relevant ist.


    Fuer viele Privat und auch Businesskunden zaehlt das doch nicht wirklich. Ich glaub nicht das sich jemand z.B. fuer private Urlaubsfotos von normalen Privatleuten, oder z.B. fuer Fotos von defekten Umwaelzpumpen und undichten Rohren eines Heinzungsbaubetriebes intressiert.


    Ausserdem ist "veraltet" von Android immer relativ. Gut, JellyBean und aelter gilt als mittlerweile unsicher, und auch KitKat und Lollipop wuerde ich jetzt nicht unbedingt fuer Mobile Banking nutzen wollen. Aber das sind dann mittlerweile auch schon ziehmlich alte Geraete, wo vermutlich eh bald Akku und Display schlapp machen.


    Aber ob man jetzt schon Oreo oder gar P auf dem Device hat, oder noch Nougat oder Marshmallow macht keinen so grossen Unterschied. Alles ab Marshmallow wuerde ich fuer die meisten Anwender als ausreichend sicher und App-Kompatibel betrachten.



    Design:
    Vielleicht liegt da vielmehr ein Verständnisproblem vor.
    Wie bei Klamotten. Es gibt (die häufig wechselnde) Mode. Daneben gibt es die zeitlose Eleganz und den entwickelten Stil. Gutes Design ist zeitlos. Im Sinne Dieter Rams. Keiner wird auch auf die Idee kommen, einen Eames Chair langweiliges Design zuzusprechen. Oder anderen Manufakturproduken. iPhone-Geräte entsprechen dieser zeitlosen Designphilosophie. Sie werden selbst in 50 Jahren als gutes Design in den Museen zu finden sein. Deshalb kann ich Deine Ansicht nicht teilen, gutes Design mit der Begründung eines so kurzen Zeitwerts zu tadeln, vor allem, wenn die inneren Werte regelmäßig aktualisiert und an den neueren Stand der Technik herangeführt werden.

    Ich wuerde sagen, es gibt zwar schon zeitlose Grunddesigns die immer aktuell bleiben, aber im Detail wuenscht man sich dann trotzdem regelmaessige Veraenderung.


    Und es kommt auch drauf an wie oft man etwas nutzt. Ein Ballkleid das man vielleicht nur 2-3x im Jahr traegt kann man schon 10-20 Jahre behalten, zeitlosen Schmuck den man ebenso selten traegt sogar ein Leben lang und dann noch vererben.


    Aber ein Smartphone hat man eben jeden Tag in der Hand. Da sieht man sich eben dann einfach dran satt, auch wenn das Design ansich mehr oder weniger zeitlos ist.

  • [USER="5050"]klausN80X[/USER]


    Nein, das tut es bei mir nicht. Das X konnte mich in Summe nicht begeistern, weil Face-Id für mich keine echte Unterstützung bot. Auf das 8, was ich zuvor hatte, wollte ich nicht mehr zurückgreifen, da bald eine neue Generation vor der Tür steht. Face-Id (2?) hoffe ich, wird besser (Erkennung, Ausrichtung, Entfernung, Winkel). Das SE ist also eher taktischer Natur (welche mir 260 EUR gekostet hat und auch noch länger als Zweitgerät/Ersatzgerät von Nutzen sei wird). Interessant ist aber dennoch, welchen Nutzen (Handlichkeit) neuere Geräte nicht mehr haben (natürlich um den Preis eines geringeren und schlechteren Displays).


    Das ganze Motto als bei mir: Downsizing (again) und usability-spezifische Erdung ;)

  • Ganz in die Richtung iPad 2018.

    Ja, das iPad 2018 geht schon in die richtige Richtung, weil es eben schon ein aktuelles Design hat und die Hardware passt auch.


    Nur finde ich ein 9.7" Tablet eben generell etwas unpraktisch, das das schon fast Subnotebook-Groesse ist, aber man den Nachteil der fehlenden Tastatur hat. Und mit einer Bluetooth-Tastatur kann man eben auch nicht bequem mobil arbeiten, waehrend man ein Subnotebook gut an der Tastatur halten kann.


    Auf das 8, was ich zuvor hatte, wollte ich nicht mehr zurückgreifen, da bald eine neue Generation vor der Tür steht.

    Das iPhone 8 hat aber durch die Glasrueckseite immerhin ein halbwegs neues Design und die QI-Lademoeglichkeit ist auch ganz nett. Face-ID wuerde mich eh nicht intressieren.

  • Gestern habe ich irgendwo gelesen, dass Apple sich wieder vom kabellosen Laden verabschieden könnte. Es dauert einfach zu lange. Wenn man ein paar mal das Haus/Büro verlässt und dann feststellt, dass man nur 65-70% kabellos geladen hat, dann greift man doch wieder zum USB-C-Lightning-Power-Ladegerät. Und das entspricht nicht den Grundsätzen von gutem Design (... macht ein Produkt -eine Funktion im engeren Sinne- brauchbar). Der Unterschied zwischen unserer Bewertung: Du freust Dich über ein verändertes Design (Glas, langsames kabelloses Laden um den Preis, dass die Chassis sturzempfindlicher wird); ich halte das noch nicht zu Ende gedacht (zu langsam, kein Saphirglas). Da hätte ich lieber bevorzugt, man hätte auf kabelloses Laden verzichtet und den Akku weiter optimiert (z. B Lücken nutzen wie beim MacBook; fehlender Lautsprecheranschluss bietet Raum), um mehr Kapazität bei gleichzeitig noch energieeffizienteren Chips darzustellen. Die Folge wäre längere Power trotz weiterer Performance-/Leistungssteigerung. Das wäre mMn mehr Apple-esk als nicht zu Ende gedachte oder ineffiziente (unfertige?) Funktionen einzubauen, weil der Markt mit den Mitbewerbern wedelt.


    Apple hat scheinbar auch so seine Schwierigkeiten mit der Air/PowerPlate (soll beim Laden zu heiß werden). Deshalb ist es immer noch nicht auf dem Markt erhältlich, obwohl schon lange angekündigt (hat hier fast schon die Züge von Nokia Produktankündigungen damals).

  • Drahtlos nur in gewisser Weise.
    Scheint mir eher ein magnetischer Anschluss zu werden. QI hab ich auch nur am Anfang mal genutzt.
    Ging, aber das Kabel war eben schneller und jede Ladematte hat nun mal auch ein Kabel.

    Zurück in die Zukunft - Vom NOKIA 808 Pureview übers iPhone X zum 15 Pro MAX :):thumbup:

  • Alle Kabel wegzulassen, halte ich für eine super Idee.
    Auch weil die Fehlerquelle Verschleiß der Buchsen wegfällt.


    Die Frage ist nur, ob es Apple auf die Reihe bekommt, alles drahtlos zu übertragen (z.B. auch hochauflösende Videos). Sollte aber über WLAN möglich sein.

  • Ich habe seit Anfang der 90er alle möglichen Handys gehabt, aber noch nie hatte ich einen "Buchsenverschleiß" irgendwelcher Anschlüsse und ehrlich gesagt habe ich auch noch nie davon gehört, daß jemand so etwas hatte. Ich lade nur per Kabel und finde diesen Hype um das drahtlose Laden völlig überzogen.
    Persönlich hoffe ich, daß es weiterhin iPhones mit Homebutton geben wird. Nachdem ich mich an die Macken von iOS gewöhnt habe, würde ich wieder ein iPhone kaufen, aber nicht um jeden Preis.

    Gruß


    Martin

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