Keine Sorge 007x. Der Kursrutsch von Apple, den keiner von den objektiven Beurteilern hier auf dem Schirm hatte, brachte zunächst Reserven. Und bis bei mir was verdampft, müssen die erst mal wieder aufgezehrt werden.
:p
Kult, Kritik, Kommerz und Markt - wie geht es weiter mit Apple?
-
-
-
Zitat
Original geschrieben von Christian
Interessant in dem Zusammenhang finde ich übrigens auch dieses "Bekenntnis" von Twitter-Designer Paul Stamatiou:Hab' ich nun auch gelesen. Fuer jemanden, der komplett in der Google-Welt lebt und alle seine Daten dort hat, ist Android in der Tat das perfekte OS.
Wie clever eine solche Strategie dagegen ist, sei dahingestellt. Google schaltet ja gerne mal Dienste ab, schraenkt die Verfuegbarkeit ein oder praesentiert sie neuerdings mit Werbung. Wenn man sich dem gerne ausliefert, nur zu

Google: Gmail-Nutzer haben keinen Anspruch auf Privatsphäre
Google-Maps-App mit Werbung
WLAN-Kennwörter liegen unverschlüsselt auf Googles Servern
Google klemmt ActiveSync ab
Google stellt den Google Reader und weitere Dienste ein
Google kills LatitudeAber wenigstens freut sich der User, dass seine im Klartext gespeichertern WLAN-Passwoerter auf dem neuen Geraet wiederhergestellt werden. Und ich bin mir sicher, die Werbung sieht auf dem Androiden auch vieeeel besser aus und fuegt sich harmonisch ins restliche Erscheinungsbild

-
Übrigens noch mal ein wenig Icahn-Nachlese:
Handelsblatt vom 14.08.2013: 'Manager-Schreck Carl Icahn nimmt sich Apple vor'
Die 200-Tagelinie haben wir nun genommen, was grundsätzlich zunächst mal (kurzfristig) technisch positiv zu bewerten ist.
Frage ist, weshalb der Kurs nun steigt:
- Produktphantasie -> ein wenig iWatch und Billig-iPhone, ok
- Marktanteilsverlust -> nö, auf keinen Fall
- Ende der Delle -> naja, das ist noch nicht klar und eindeutig
- Icahn -> unbedingt
- Erfüllung von Investorenforderungen -> unbedingtEr stellt im Grunde genommen eine ähnliche Forderung wie Hedge-Fonds-Manager Einhorn:
(Stärkere) Beteiligung am Unternehmenserfolg (sogar Ex-Post; er will an die Bar-Reserven, auch an jene der wundervollen vergangenen Zeiten). Apple ist quasi nun die pralle Kuh, die gemolken werden kann, wenn man genügend Druck aufbaut. Er will die Kuh/die Bar-Reserven schlachten.Ein Investor (ganz gleich ob Value- oder Growth-Investor) will einen ordentlichen und angemessenen Ertrag für sein eingegangenes Risiko sehen. Der Kurs gibt das aber wegen des Wachstumsrückgangs und der veränderten Wettbewerbssituation zukünftig mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr aus eigener Kraft her (es sei denn, es geschieht ein Wunder; doch welcher realistische und besonnene Mensch glaubt heutzutage noch an Wunder, mal ehrlich?). Aus dem Grund fordern (die zugegebenermaßen bisher erfolgsverwöhnten) Investoren einen ebenbürtigen 'Ersatz' entweder in Form höherer Ausschüttungen (was steuerlich nicht ganz so gut ist), in Form von Aktienrückkaufprogrammen oder in Form eine Kombination von beiden Varianten.
Wie wirkt ein Aktienrückkauf? Ein Unternehmen kauft von seinen Bar-Reserven oder wie bei Apple teilweise auch durch Kreditaufnahmen (eigener Bond-Emissionen) eigene Aktien zurück, die den Kurs aufgrund der gestiegenen Nachfrage bzw. des dann begrenzteren Free-Float-Angebots (wie viele Aktien befinden sich für den Handel im Umlauf) steigen lassen. Quasi nach dem Motto: 'Mache das Aktien-Angebot knapper, dann steigt auch der Preis'.
Für Apple dürfte Icahn (iCahn :D) deutlich Action bringen. Es wird nicht lange dauern, bis andere (man mag mir den Begriff aus Münteferings Zeit verzeihen) Heuschrecken und Abstauber auf den Zug aufspringen und analoge Forderungen stellen.
Kurzfristig bringt das für den Aktionär weiter steigende Kurse.
Was hat das nun mit der Wettbewerbssituation oder mit neuen Modellen zu tun?
Nicht sehr viel. Das sind isolierte Nebenaspekte.Die Kehrseite der Aktienrückkaufs- oder Investorenbefriedigungs-Medaille: Wenn Unternehmen auf solche Forderungen eingehen (oder selbst auf die Idee kommen, kann es ja auch geben), kann das eben auch bedeuten:
- uns fällt nichts mehr Gescheites ein, was wir mit unserem Geld noch tun sollen
- wir investieren lieber nichts mehr, weil wir selbst bald mit einem deutlichen Einbruch der Nachfrage rechnenObjektiv gerade für den mittel- bis langfristigen Blick vertrauenerweckend?
Wenn Apple den Aktienrückkauf ausdehnt, die Dividende weiter erhöht oder zusätzlich eine Sonderdividende in Erwägung zieht, sollte man seine objektive Ampel auf mindestens 'Gelb' stellen, es sei denn, man glaubt noch an rosarote Elefanten.
-
ZitatAlles anzeigen
Original geschrieben von harlekyn
Hab' ich nun auch gelesen. Fuer jemanden, der komplett in der Google-Welt lebt und alle seine Daten dort hat, ist Android in der Tat das perfekte OS.Wie clever eine solche Strategie dagegen ist, sei dahingestellt. Google schaltet ja gerne mal Dienste ab, schraenkt die Verfuegbarkeit ein oder praesentiert sie neuerdings mit Werbung. Wenn man sich dem gerne ausliefert, nur zu

Google: Gmail-Nutzer haben keinen Anspruch auf Privatsphäre
Google-Maps-App mit Werbung
WLAN-Kennwörter liegen unverschlüsselt auf Googles Servern
Google klemmt ActiveSync ab
Google stellt den Google Reader und weitere Dienste ein
Google kills LatitudeAber wenigstens freut sich der User, dass seine im Klartext gespeichertern WLAN-Passwoerter auf dem neuen Geraet wiederhergestellt werden. Und ich bin mir sicher, die Werbung sieht auf dem Androiden auch vieeeel besser aus und fuegt sich harmonisch ins restliche Erscheinungsbild

Man kann aber ein Android Smartphone wunderbar ohne GMail Account verwenden, so wie ein iPhone ohne iCloud. Einzige Bedingung bei beiden Welten ist ein Account für den App/Play Store, wobei man bei Android sogar das noch umgehen kann (wovin man allerdings abraten sollte).
Und Google stellt veraltete Produkte ein? So what, wenn es was besseres Neues gibt oder einen Ersatz, der nicht von Google kommt.
Apple ist ja auch mal so frei, iMessage/Facetime auch nicht für den PC/Android/Windows Phone
anzubieten. Stört mich auch nicht, gibt eh viel besseres.
Apple und Google sind keine romantischen Weltverbesserer (wobei in der Werbung teilweise etwas anderes suggeriert wird) und müssen Geld verdienen. Apple tut das hervorragend mit Hardware und Google eben mit Software und den dazugehörigen Diensten.Aber wenn man zu große Bedenken gegen die allseits übliche Datenschnüffelei und den teilweise verantwortungslosen Umgang mit persönlichen Daten hat, für den ist ein Smartphone vielleicht nicht das richtige Gerät (weder iOS noch Android).
-
Zitat
Original geschrieben von f.bat
Man kann aber ein Android Smartphone wunderbar ohne GMail Account verwenden, so wie ein iPhone ohne iCloud.[x] Du willst den von Christian verlinkten Artikel lesen, damit du den passenden Kontext hast.
Das war im Prinzip ein "Google-Produkte sind fantastisch und funktionieren am besten mit mehr Google-Produkten"-Post.
ZitatOriginal geschrieben von f.bat
Apple und Google sind keine romantischen Weltverbesserer (wobei in der Werbung teilweise etwas anderes suggeriert wird) und müssen Geld verdienen.Vollkommen richtig. Daher auch mein kleiner Faktencheck.
ZitatApple tut das hervorragend mit Hardware und Google eben mit Software und den dazugehörigen Diensten.
Wenn ich mich recht erinnere, verdankt Google den allergroessten Teil seiner Einnahmen (Edit: aktuell 92%) dem Verkauf von Werbung. Der Rest ist Beiwerk.
-
-
Zitat
Original geschrieben von harlekyn
[x] Du willst den von Christian verlinkten Artikel lesen, damit du den passenden Kontext hast.Das war im Prinzip ein "Google-Produkte sind fantastisch und funktionieren am besten mit mehr Google-Produkten"-Post.
Hatte den Artikel auch gelesen und ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Paul Stamatiou weiß, worauf er sich einlässt. Ich wollte nur klarstellen, dass es in der Android Welt nicht nur Paule's gibt. -
Zitat
Original geschrieben von harlekyn
Das war im Prinzip ein "Google-Produkte sind fantastisch und funktionieren am besten mit mehr Google-Produkten"-Post.Erstaunlich. Wenn Apple die Nutzer mit sanfter Gewalt dazu bringt, sich möglichst viele Apple-Produkte zu kaufen und/oder herunterzuladen, dann ist das alles unglaublich praktisch, weil in der Apple-Welt alles so wunderbar harmoniert (und es ein absoluter Krampf ist, Apple-Geräte irgendwie mit Nicht-Apple-Geräten zu verbinden, wie ich neulich anhand des iPhones meines Vaters und meinem Transformer Prime feststellen durfte).
Wenn Google in kleinerem Maßstab so etwas tut (kleinerer Maßstab deswegen, weil sich die Google-Welt primär auf Software und Internet-Dienste bezieht, nicht aber auch noch auf Hardware), dann wird das belächelt und kritisiert.
Realität ist eben wie so oft relativ.
-
Google ist momentan mein Favorit für Bearbeitung von Dokumenten im Team, obwohl die Business Apps vergleichsweise günstig sind, habe ich ständig Angst das einer der Dienste wieder von der Bildfläche verschwindet. Apple kann man im online Bereich leider vergessen.
Für OSX gibt es nicht mal gescheite CRM Software, ausser Daylite und das ist ein komischer Verein.
Das wäre ein Kritikpunkt, der gegen Apple spricht. :top:
-
Naja Google und Android werden ja immer als so offen und anpassbar gelobt, da passt so etwas natürlich weniger in den Kontext als bei Apple wo eben nichts offen ist. Wenn mein offenes und freies System dann trotzdem nur im eigenen Ökosystem richtig gut funktioniert, dann beraubt man sich ja des Vorteils den man gern so lobt...
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!