Kult, Kritik, Kommerz und Markt - wie geht es weiter mit Apple?

  • Magst teilweise Recht haben. Wenn man jedoch in relativ kurzer Zeit innerhalb eines Haushalts einen fünfstelligen Betrag in die Hand nimmt (soll jetzt wirklich kein Schwanzvergleich sein; die Nokia-Aktie hat das ja locker bezahlt ;) ), dann ist man an der Stelle trotzdem ziemlich unentspannt.


    Sollte doch klar sein, dass ich da so richtig stinkesauer bin, wenn das Zeug nicht so funktioniert wie versprochen/erwartet oder gar nach einem Update schlechter. Gerade nun, da ich ja nun auch mittlerweile verappelt bin.


    Wir haben deutlich mehr bezahlt als für Mitbewerber-Produkte; da sollte es zumindest so funktionieren, wie versprochen.


    Ich bitte an der Stelle tatsächlich um eine Runde großes Mitleid. :D

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Sollte doch klar sein, dass ich da so richtig stinkesauer bin, wenn das Zeug nicht so funktioniert wie versprochen/erwartet oder gar nach einem Update schlechter. Gerade nun, da ich ja nun auch mittlerweile verappelt bin.

    Klar. Ich verstehe deinen Aerger und unterstelle dir auch nicht, dass du dir die Probleme einbildest (was du zu denken scheinst, so sehr wie dich das zu verfolgen scheint, anhand der Haeufigkeit mit der du das an unterschiedlichen Stellen erwaehnst).


    Ebensowenig betreffen die Probleme aber jedermann (wie das aussieht haben wir bei iOS 8.0.1 gesehen). Vielmehr kommt es offenbar auf diverse (uns unbekannte) Faktoren an, die zusammenkommen muessen. Einige sind betroffen, andere nicht.

    Zitat

    Ich bitte an der Stelle tatsächlich um eine Runde großes Mitleid. :D

    Oooooooooooh :D

  • derAL
    *tätschel* Wird schon wieder gut. Na klar bin ich auch angenervt, aber es tut sich doch was. Wenn ich an das monatelange Theater mit Acronis denke, sieht man bei Apple jedenfalls Fortschritte. Mein Supporter hat sich jedenfalls schon gemeldet.

    Viele Grüße,
    Wolfgang
    Seit zehn Jahren wollte ich schon sterben, aber ich war zu gesund! [F.Sch.]
    * Europas Hightech-Industrie wird irrelevant *

  • Er würde nicht angreifen, wäre Apple nicht angreifbar.


    Icahn ist klug und eine verdammt coole Socke. Der kennt die Schwachstellen von Apple.
    Er legt nur den Finger in die Wunde.


    Und warum? Weil das Apple Management versagt hat, diese selbst zu heilen.


    Icahn heilt diesen wunden Punkt, damit sich die Wundes des Patienten nicht infiziert und daraus eine Blutvergiftung entsteht.


    Er tut Apple im Grunde genommen etwas Gutes.


    Aber der Patient empfindet den stechenden Schmerz einer heilenden Spritze immer als Angriff des lieben Onkel Doktors.


    Ich wiederhole es immer wieder: Apple Barreserven sind ein Problem. Zugegeben, es ist nicht einfach, das gedanklich zu realisieren.


    Gebundenes Kapital, das eine immer kleiner werdende unternehmerische Rendite abwirft, ist fehlallokiert. Man kann es alternativ in wachstumsträchtigere Unternehmen investieren. Was soll es dann bei Apple, wen die damit nicht anfangen können, was genauso viel oder eine höhere Rendite abwirft?


    Vergleiche hierzu mein Startposting dieses Threads:


    Zitat

    Original geschrieben von derAL vom 10.11.2012, 09:23 Uhr
    ... Zudem drücken die Barreserven des Unternehmens und werden langsam zum Problem, denn man kann sie aktuell nicht mehr im Sinne einer (wie von Apple gewohnt hervorragenden) unternehmerischen Rendite so ertragreich investieren, wie in der vergangenen Dekade ...

  • Zitat

    Original geschrieben von MiaForster
    Wie ich diese Person verabscheue. :flop: :mad:


    Da schliesse ich mich vorbehaltlos an. Sowas sollte verboten werden. Nicht die IS zerstört die Welt, ok, die vielleicht auch, aber in erster Linie, sorgen solche Typen dafür. Aus persönlicher Gier werden zigtausende von Existenzen zerstört.


    Aber auch ein Icahn kann sich kein ewiges Leben kaufen und sein letztes Hemd wird auch keine Taschen haben.

  • Na auch wenn der über den Jordan geht, dann kommt irgendein anderer Gierhans der ihn ersetzt. Leider :(


    Ausserdem ist er nur ein "Gesicht"... es gibt genügend andere mächtige MEnschen die nicht im Rampenlicht stehen und genau so ticken wie er.

  • Es gibt viele Icahns.


    Sie sorgen für eine Verteilung des Kapitals dort, wo es benötigt wird. Sie leiten Kapital um, wo Wachstum generiert wird. Gäbe es diese nicht, dann passiert das, was wir in der Finanzkrise gesehen haben: Kreditklemme.


    Die Icahns sorgen dafür, dass Risikokapital in neue Chancen weitergeleitet wird. Nur das bietet Chancen für neues bzw. nachfolgendes Wachstum und sorgt für neue Nachfragen nach Innovationen, neuen Produkten oder Dienstleistungen.


    Nur ein solches Risikokapital schafft Fortschritt, weil es ihn letztlich mit Kapital ausstattet, ihn finanziert.


    Icahn und seine Zunft sind die Vorläufer von Kickstarter usw., als es so etwas noch nicht gab.


    Sie sind es, die hohe Wagnisse eingehen und Risikokapital zur Verfügung stellen, wo Banken alle abwinken. Ihr Geld bekommen sie von Unternehmen, die es horten, ohne es sinnvoll zu investieren.


    Sie investieren in 100 Start-Up-Unternehmen. Davon überleben 99 Unternehmen nicht und das Risikokapital ist weg. Das eine Unternehmen, das vielleicht übrig bleibt, bringt den Ertrag.


    Und für das wahnsinnig hohe Risiko verdienen die Icahns auch gut, wenn es funktioniert.
    Bei Icahn hat das funktioniert. Es gibt jedoch viele, da hat das nicht funktioniert, mit aller persönlicher Konsequenz. Weil sie eine Fehleinschätzung getroffen haben.


    Jene, die Icahn und andere als Aasgeier darstellen, blenden aus, welche Risiken sie eingehen, damit die Allokation von Risikokapital funktioniert.


    Risikokapital ist ein Lebenselixier von Märkten.
    Gäbe es das nicht und keine, die bereit sind, für eine Chance ein hohes Risiko einzugehen, dann wäre jegliches wirtschaftliche Handeln am Ende. Weil keiner etwas gegen Risiko finanzieren würde und dafür einen Ausgleich in Form einer Risikoprämie erhält.

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