Kult, Kritik, Kommerz und Markt - wie geht es weiter mit Apple?

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Ohne Anteilseigner und deren Kapital gäbe es dagegen gar keine Produkte, denn diese haben den Start erst möglich gemacht bzw. diesen finanziert. Damit erst Produkte entstehen können, die Kunden auch kaufen können.

    Die wenigsten Unternehmen beginnen ihr Leben als AG...


    Es geht um die Priorisierung der Interessen. Es gibt sicher viele Unternehmen, die so handeln wie du es dir wuenschst. Ob das aber fuer alle das beste Ergebnis erziehlt... Apple stellt ganz klar die Produkte und die Kunden in den Vordergrund, und nicht die Aktionaere.


    Icahn kann mit seinem knappen Prozent Anteil gerne soviel Einfluss ueben wie es dieser Anteil eben gewaehrleistet... Offene Briefe scheinen aber seiner Meinung nach effektiver zu sein.

  • Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    Die wenigsten Unternehmen beginnen ihr Leben als AG...


    ... Apple stellt ganz klar die Produkte und die Kunden in den Vordergrund, und nicht die Aktionaere.


    Icahn kann mit seinem knappen Prozent Anteil gerne soviel Einfluss ueben wie es dieser Anteil eben gewaehrleistet... Offene Briefe scheinen aber seiner Meinung nach effektiver zu sein.


    - Die Noch-Nicht-AG-Firmen benötigen auch Markkulas und Risikokapitalgeber. Darüber haben wir weiter oben auch diskutiert.


    - Du glaubst das halt, dass Apple das so macht; das ist Teil des amerikanischen Show-Biz. Aber glaube das gerne nur weiter. Glaube versetzt bekanntlich Berge. ;)


    - Er hat nicht nur direkten Einfluß, sondern auch indirekten auf andere Kapitalgeber. Er ist ein gewichtiges Sprachrohr der Wallstreet. Dessen Worte beachten viele andere gewichtige, getreu dem Motto:


    'You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them.
    But the only thing you can’t do is ignore them. Because they change things.'

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    can quote them, disagree with them, glorify or vilify them.
    But the only thing you can’t do is ignore them. Because they change things.'


    Und genau deshalb würde man - in einer gerechteren Welt - solche Geier davonjagen. :D Hier handelt es sich nicht um nachhaltige Investoren, sondern um Spekulanten. Sie schöpfen Werte ab, ohne zur eigentlichen Wertschöpfung beizutragen.

  • Sie schöpfen Werte ab, um die Erschaffung neuer oder weiterer Werte zu finanzieren.


    Damit tragen sie zur Wertschöpfung bei:


    'They push the human race forward.
    And while some may see them as the crazy ones, we see genius.
    Because the people who are crazy enough to think they can change the world, are the ones who do.'


    ;)


    Wie Du siehst, kann man aus jeder Perspektive das Gleiche sehen.


    Gerechter geht es kaum.


    Schade empfinde ich es immer noch, dass wir nicht über die Inhalte seines Statements diskutieren, sondern darüber, ob er nun ein guter oder ein böser Cop ist.


    Das hat doch nicht etwa den Anschein, dass man gute Argumente ignorieren möchte?

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Schade empfinde ich es immer noch, dass wir nicht über die Inhalte seines Statements diskutieren, sondern darüber, ob er nun ein guter oder ein böser Cop ist.

    Hatten wir doch schon. Icahn will, dass Apple mehr Geld fuer Aktienrueckkaeufe ausgibt. Wir haben uns schon ueber die Intention von Icahn unterhalten, und darueber wie wir das finden. Was fehlt dir noch? Lies' vielleicht nochmal nach, evtl. gab's da das ein oder andere Edit.


    Ansonsten singt er ein Loblied auf das Apple Management, ganz im Gegensatz zu den ueblichen offenen Briefen.

  • Du warst der einzige mit einem inhaltlichen Edit. :p


    Aber lassen wir das; die Zeit wird es Dir schon zeigen, wie unbedeutend er ist.
    Bis dahin darfst Du gerne glauben, dass die Trendwende durch die evolutorischen Produkte kam, an die man sich just in den Momenten erinnerte bzw. sich unbekannterweise darauf freute und in Folge dessen nach Apple-Aktien nachfragte, als Einhorn, Icahn und Sorros polterten (und ein höheres Aktionärsprogramm erzielen konnten; Du würdest vermutlich wieder behaupten, dass das Tim Cook allein und unabhängig entschieden hat).
    Die Liebe (und vermutlich auch die Apple-Liebe) macht bekanntlich blind.


    Glück in der Liebe, Pech im Spiel. Oder war das umgekehrt? ;)


    :D


  • Ich denke du hast hast die Aussage von Steve Jobs falsch verstanden. Mit "Crazy Ones" meinte er bestimm nicht solche Aasgeier wie Icahn.

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  • medox
    Man kann auch das Zerstören von Unternehmen als kreative und schöpferische Tätigkeit ansehen. Wenn man krank genug ist.

    Viele Grüße,
    Wolfgang
    Seit zehn Jahren wollte ich schon sterben, aber ich war zu gesund! [F.Sch.]
    * Europas Hightech-Industrie wird irrelevant *

  • Apple ist ja schon lange Mainstream. Gerade in Sachen Smartphone wurde dieser durch Apple aßgeblich gestaltet. Ich denke, da ist jetzt aber langsam die Luft raus. Die Veröffentlichung der neuen iPhones hat tolle Geräte gebracht, aber gerade in Sachen Design nichts, was es nicht schon 100mal auf dem Markt gibt, und das nicht erst seit gestern.


    Früher oder später sortiert sich Apple mit seinen Produkten wieder da ein, wo die Geräte herkommen: bei den Asiaten. Mag sein, dass iPhones immer nen Ticken teurer sind als die anderen Produkte, aber ewig wird es so wie bisher nicht weitergehen. Dafür gleiten sie zu flott in die "Normalität" ab.

  • Zitat

    Original geschrieben von Wolfgang Denda
      medox
    Man kann auch das Zerstören von Unternehmen als kreative und schöpferische Tätigkeit ansehen. Wenn man krank genug ist.


    Ich denke, es besteht keine Notwendigkeit, beleidigend zu agieren, nur, weil man eine Position nicht nachvollziehen oder respektieren kann. Was soll das, Denda?


    Ich spreche nicht von Zerstörung, sondern um die richtige Allokation von Risikokapital, das für viele neue Crazy Ones benötigt wird und das Apple hortet, ohne es produktiv einzusetzen und dabei seine Rentabilität schwächt, was den Anteilshabern nicht gefällt, weil es ihr Geld ist, was sie in Apple investiert haben.


    Und zu Jobs und was er gemeint oder nicht gemeint haben soll: Er war auch kein unternehmerischer Engel. Er war knallhart im Geschäft. Er zog sein Ding ohne Rücksicht auf Kollateralschäden durch. Das vergessen viele bei der Glorifizierung. Jobs sprach ALLE Crazy Ones an und nicht nur die, welche Euch gefallen. Er meinte die, welche Fortschritt fördern und die Menschheit weiterbringen. Und Risikokapitalgeber liefern dazu einen wertvollen Beitrag. Damit diese Risikokapital verteilen können, müssen sie es von anderen, die es nicht benötigen, abziehen. Und Apple benötigt nun mal nicht so viel Barreserven, das sich aus eben diesen Risikokapital gespeist hat.

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