Stromausfall in Berlin- Mobilfunk

  • Wir hatten letzten Winter einen mehrstündigen Stromausfall. Irgendwann gingen in allen anderen Straßen die Lichter wieder an, weil der Notfalldienst vom zuständigen Versorger das Problem behoben hat. Nur: In unserer Straße, die direkt am Stadtrand liegt, war weiterhin Stromausfall. Da in unserer Straße auch nur ein Handvoll Häuser sind, war dem Notfalldienst dies nicht aufgefallen. Ohne Handyverbindung hätte ich nicht anrufen und Bescheid sagen können, dass wir immer noch ohne Strom sind.

  • Es gibt keine Aggregaten an den Masten, das wurde schon vor Jahren eingespart, vermutlich dachte man dass mitten in Berlin keine Stromausfälle möglich sind.

    Wo bitte gibt oder gab es je (reguläre) Mobilfunkmasten mit Notstromaggregaten? (ich meine keine extra aufgestellten mobilen Masten)

    Vielleicht haben manche Mobilfunkmasten eine Batterieversorgung, aber wenn überhaupt dürfte die maximal für wenige Stunden ausgelegt sein.


    Die Lage ist schlecht, VF ist weg, o2 geht noch, vermultich strahlt es von weit weg. Um stabil bei VF zu telefonieren muss man eine Station weiter mit der S-Bahn fahren.

    welches Netz von O2 ist verfügbar? 2G?

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  • Die Telekom hatte doch mal einen Beitrag gepostet über Ihr Disaster Management...hätte erwartet dass die jetzt vor Ort irhendwie aktiv sind?

    Sind sie grundsätzlich vermutlich auch, aber was genau sollen sie ohne Strom machen? Im Festnetz geht da realistischerweise ohne Strom gar nichts, und selbst wenn man dort einen mobilen Funkmast aufstellt (sowas hat die Telekom) und vielleicht per Notstromdiesel betreibt, wird die Netzanbindung dieses schwer. Vielleicht kann man vom Rand des nicht versorgten Gebiets (aktuelle Karte hier; ändert sich ab und zu: https://www.stromnetz.berlin/krisenseite/) aus zusätzlich einstrahlen, aber das dürfte auch nicht mal ad hoc machbar sein; darf ja z.B. nicht mit den übrigen noch funktionieren Zellen zu Konflikten führen).


    Spannend dass O2 geht ind VF nicht

    Das dürfte lokal sehr unterschiedlich sein. Die Aussage erhebt sicher keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit für Zehlendorf, Wannsee, Schlachtensee, Krumme Lanke und Steinstücken (Lichterfelde dürfte mittlerweile wieder komplett versorgt sein mit Strom).

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  • So pauschal würde ich die Aussage nicht treffen. Im Nachbarort hat TEF erst im Sommer eine neue USV-Anlage mit 150 Ah an einem sehr alten Standort installiert.

    Und für wie lange genügen 150 Ah?

    Was macht die Datenanbindung des Masts, wenn in der mittleren Umgebung der Strom ausfällt?


    Etwas erschreckend ist, daß man über Youtube mehr lokale Einblicke erhält als über den ÖRR.

    Das ist doch vollkommen normal. Youtube hat ein Vielfaches an "Sendekapazität" (und Produktionskapazität) und damit Vielfalt eines jeden Fernsehsenders.

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  • Spannend dass O2 geht ind VF nicht


    https://www.berliner-zeitung.d…te-ohne-strom-li.10012611


    "17 Uhr: Notruf in Zehlendorf wieder verfügbar

    Im Ortsteil Zehlendorf ist es wieder möglich, den Notruf zu wählen. Das teilte die Berliner Feuerwehr mit. „Durch die Deutsche Telekom konnte eine Basisversorgung für den Notruf in dem betroffenen Bereich eingerichtet werden“, hieß es. Das gelte für Notrufe, die im Freien getätigt werden und unabhängig vom Mobilfunkanbieter. Man könne keine Versorgung in Gebäuden garantieren."


    bezieht sich auf Mo. 17 Uhr. Ich weiß nicht, ob sie damit die Mobilfunkversorgung (mit GSM?) an sich meinen, die nun wieder zumindest im Freien flächendeckend existiert, oder ob es um die lokale Notrufzentrale geht. Letzteres wohl nicht, da dürfte bei Ausfall im Netz auf eine andere Zentrale umgeschaltet werden. Also wird wohl die Mobilfunknetzversorgung gemeint sein.


    "11 Uhr: Vodafone-Mobilfunk weiter eingeschränkt

    In dem vom Stromausfall betroffenen Bereich ist auch am Montagmorgen der Vodafone-Mobilfunk weiterhin eingeschränkt. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) mitteilte, sind knapp zwei Drittel (27 von 39) der Vodafone-Mobilfunkstationen in Betrieb. Mit Stromgeneratoren sollen weitere Funktürme in Betrieb gehen. Dies sei allerdings schwierig, da eine hohe Nachfrage an Generatoren bestehe."


    bezieht sich auf Mo. 11 Uhr.

  • Wo bitte gibt oder gab es je (reguläre) Mobilfunkmasten mit Notstromaggregaten? (ich meine keine extra aufgestellten mobilen Masten)Vielleicht haben manche Mobilfunkmasten eine Batterieversorgung, aber wenn überhaupt dürfte die maximal für wenige Stunden ausgelegt sein.


    Ich war der Meinung dass es normal war das man im Fall der Fälle ein Notstromagregat zum Masten fahren kann = paar Stunden überbrücken per Akku und wenns länger dauert verteilt man die Agregate (ich bin von Anfang an im GSM Netz dabei aber noch nie was mit Technik zu tun gehabt = Wissen ist also eher aus ner Connect von 1998 ;) )

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Gar nicht. Unsere Infrastruktur ist Kosten- bzw. Ertragsoptimiert.

    Bitte denkt daran, dass bei einem längerem Stromausfall, zumal im Winter, es für die meisten Menschen größere Probleme gibt nicht vorhandener Mobilfunk.


    Außerdem handelt es sich hier um einen gezielten Anschlag. Es ist nicht leicht, eine großflächige Infrastruktur so zu bauen und zu schützen, dass sie keine Schwachpunkte aufweist, die ein Angreifer gezielt ausnutzen kann zur Sabotage. Notfalls legt er eben an zwei Kabelbrücken Feuer.


    Alle, die es besser wissen, dürfen gerne an geeigneter Stelle entsprechende konkrete Vorschläge machen.

    Mehr Geld allein wird es nicht bringen.


    Ich war der Meinung dass es normal war das man im Fall der Fälle ein Notstromagregat zum Masten fahren kann = paar Stunden überbrücken per Akku und wenns länger dauert verteilt man die Agregate (ich bin von Anfang an im GSM Netz dabei aber noch nie was mit Technik zu tun gehabt = Wissen ist also eher aus ner Connect von 1998 ;) )

    Aha. Ich glaube das war 1998 schon so nicht korrekt. Hast Du eine konkrete Quelle für dieses "Wissen"?

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  • Wenn man sich die Karte auf OpenInfrastructure Map anschaut, gehen vom Kraftwerk/Umspannwerk Lichterfelde drei 110 KV-Stränge über die Kabelbrücke über den Kanal ab, die zwar einen Ring bilden, der jedoch keine Verbindung zu anderen Netzsegmenten hat. Diese fehlende Redundanz müssen die Bewohner jetzt ausbaden. Hätte man das Umspannwerk Dahlem mit Lepsius oder Forckenbeck angebunden oder zumindest Kopernikus über einen zweiten Weg an Lichterfelde angebunden, wäre die redundante Anbindung des Ringes gegeben und der tagelange Stromausfall vermeidbar gewesen.

    Und Du meinst nicht, dass sie Saboteure dann geben an zwei geeigneten Stellen Feuer gelegt hätten?


    Glasfaser in Berlin. Ihr habt Humor!

    Gibt's. Nur weil es bei Dir offenbar nicht der Fall ist, hat das nichts mit Humor zu tun. Hat ja niemand behauptet, dass es für alle oder für die Mehrzahl der Kunden/Gebiete verfügbar wäre. Etwas mehr Sachlichkeit wäre angebracht.

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  • Und auch der falsche Fokus. Besser wäre den Mobilfunk zu priorisieren.

    Das hat nichts mit priorisieren zu tun. Mobilfunk ist eben nunmal sehr energiehungrig.


    Glasfaser ist da sparsamer (aber wenn an deren Ende die Stromversorgung weg ist, ist sie auch dunkel).


    Ich habe mit einer Bekannten in Berlin geschrieben, die mit ihrer Familie auch betroffen ist. Sie haben im O2 und Vodafone Netz ganz normalen Empfang.

    Je nachdem, wo sie wohnen, ist das auch kein Wunder. Schau mal auf die Karte der vom Ausfall betroffenen Gebiete. Da kann je nachdem ein paar 100 weiter schon wieder alles i.O. sein. Will sagen: ohne nähere Angaben zum Standort ist die Aussage bedeutungslos.

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  • Also sind die Kabel auf dem Oktoberfest schon verlegt?

    Ja, m.W. ist die Theresienwiese vorverkabelt. Bei dem Strombedarf für die ganzen Fahrgeschäfte ist der Bedarf für die temporären Mobilfunkstationen auch mit drin. Das sind ja keine Notlösungen. Glasfaser dürfte dort mittlerweile auch zu hauf verlegt sein.


    So sieht es aus für einige Betroffene aus der Gegend die ich kenne:


    Heizung - geht da Zentralheizung

    Dann dürfen sich diese Betroffenen glücklich schätzen. Bei der Mehrzahl der Betroffenen ist das nicht der Fall, da funktioniert die Heizung nicht ohne Strom.

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