Beiträge von shelter

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    Original geschrieben von mostwanted
    Es ist mit Künstlern leider fast immer so: Sobald sich Erfolg einstellt, bekommt man die Taschen nicht voll genug, sieht den ganzen Erfolg als eigene Leistung und meint, den Produzenten das Messer auf die Brust setzen zu können. Undankbares Pack, am Beispiel Sheen noch mit Allüren gepaart. Nicht zum Dreh kommen, weil man auf Entzug muss. Super....mit so Leuten kann ich nix anfangen, so lustig die Serie ist und so gut ich Sheen in der Rolle finde. (Bis auf die Lala-Land Lacher vom Band, damit die Amerikaner wissen wo gelacht werden muss).


    Naja, ich fand eigentlich eher die Begründung interessant, dass das Verhalten von Sheen (also bezogen auf Suff, Affären) mit ein Grund dafür sein soll, wenn man genau das doch auch in der Serie fokussiert und im Umkehrschluss dieses Verhalten ja auch toleriert, da dargestellt, da Wuotenbringer, wird. ;)

    Hat Guttenberg nicht von "übler Nachrede" gesprochen, als er das in Richtung Trittin in den Raum warf?


    Der Unterschied hierbei zur Verleumdung wäre ja formal eigentlich nur, dass Verleumdung voraussetzen würde, dass einem bekannt sein müsste, dass man jemandem die Unwahrheit nachsagt - oder?


    Gleich wäre bei beidem ja, dass das ganze dritten gegenüber geäußert werden würde - nicht Guttenberg selbst ins Gesicht, oder?


    Wäre es dennoch möglich Personen, die Guttenberg das direkt ins Gesicht vorgehalten/"unterstellt" haben, dass er ein Betrüger auf üble Nachrede zu verklagen, allein weil diverse andere Personen es mitbekommen haben? Oder war das dann quasi eine leere Drohung?


    Vielleicht mag ja einer unser Jura-Fachbeauftragten hier im Forum was dazu sagen:)

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    Original geschrieben von bernbayer
    Guttenberg hat nichts gestohlen. Er hat Zitate nicht korrekt mit Anführungszeichen versehen bzw. nicht die entsprechenden Fußnoten gesetzt. Das entspricht zwar nicht den Vorschriften für eine Doktorarbeit, aber der Vorwurf des Diebstahls trifft da trotzdem nicht zu, denn das er es vorsätzlich getan hat, dafür gibt es keinen Beweis. Das ist der entscheidende Punkt. Von Diebstahl zu sprechen ist deshalb nichts weiter als Verleumdung.


    Guttenberg hat geistiges Eigentum anderer für seines Ausgegeben, dieses durch seine schriftliche Erklärung dazu noch bekräftigt. JEDER der es schafft bis zu seiner Diss. zu kommen ist sich dessen auch vollkommen bewusst. Egal wie oft Guttenberg und seine Parteigenossen von Formfehlern sprechen. Er hat somit eine falsche Erklärung abgegeben, das Urheberrecht nicht beachtet und resultierend eben fremde Texte als eigene Ausgegeben. Die Diss. wurde veröffentlicht und kommerziell verwertet in dem sie käuflich zu erwerben WAR. Er hat mit den Worten anderer somit auch noch Geld (und eben seinen Titel) verdient.


    Wie heisst es so schön: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Und Unwissenheit muss man ihm auf Grund der Sachlage (MdB, Doktorant, Diss. mit Auszeichnung, JURA Studium!) einfach absprechen.


    Er nimmt fremdes Eigentum, wenn auch geistiges, gibt es für seines aus (wenn ich einfach in deinen -vermutlich fiktiven- Porsche steige und damit zu Freunden fahre, nur um den zu zeigen was für ein tolles Auto ich doch fahre und den dann noch zu Geld mache kann ich mich doch anschließend auch nicht hinstellen und sagen "hey, Formfehler, ich hab nur vergessen vorher um Erlaubnis zu fragen oder das Auto zu erwerben")



    PS: Ich frag mich immer noch, ob Du -also bernbeyer- einfach gern advocatus diaboli spielen magst. Wobei: Du diskutierst und argumentierst ja nicht. Insofern ziehe ich es wieder zurück.

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    [....] Der braucht ein extrem dickes Fell und ein stabiles Umfeld.


    Da ist Angie ja genau die richtige. Sie wird ihre Entscheidung erst einmal bis zur Bekanntgabe der Uni Bayreuth ruhen lassen.


    Als Anmerkungs noch: Zwischenzeitlich hatte ich auch schon fast "Mitleid" mit dem Anblick Guthenbergs, zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass er sich seiner Körpersprache durch und durch bewusst ist.


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    hieraus:


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    Die Dimension der nicht lediglich behaupteten, sondern durch simplen Vergleich nachgewiesenen Übernahmen fremder Texte in die Doktorarbeit ist derart groß, dass Guttenbergs Behauptung „unbewusster Fehler ohne Täuschungsabsicht“ eine noch gespenstischere Perspektive eröffnet: Da reiht jemand einen Fehler an den anderen und merkt es nie. Und will dann doch „freudig“ Minister bleiben.


    Wer jedoch nicht wissenschaftlich gearbeitet hat, wird sich trotzdem schwer damit tun dieses in vollem Umfang wirklich nachvollziehen zu können. Das ist ja noch der Punkt, auf dem scheinbar die meisten Hoffnungen ruhen: Es dem "gemeinen Volk" gegenüber medial zu bagatellisieren.

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    Original geschrieben von HappyDay989
    Im übrigen hat Trittin die Dinge auf den Punkt gebracht: Guttenberg ist ein Hochstapler und Lügner und als solcher vollkommen unglaubwürdig....


    Welche Feststellung ich auch noch sehr schön fand, mir ist nur grad entfallen welcher SPD Politiker sie einbrachte: Guttenberg hätte bei identischer Rolle wohl jeden seiner Mitarbeiter schon längst geopfert, der sowas oder ähnliches verbockt hätte.


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    Krista Sager hat, und da stimme ich dem Kollegen Robert Beloe ausdrücklich zu, eine sehr engagierte Rede gehalten, in der sie sogar eine gewisse Sympathie für den Menschen Guttenberg VOR Copygate zum Ausdruck brachte,


    Rhetorisch natürlich auch nicht ungeschickt.... War aber insgesamt die ruhigste und dadurch verhältnismäßig am sachlichsten wirkende Rede. Auch die dezenten Vorwürfe an Frau Schavan rundeten das Bild ab. Da wurde wenigstens nicht nur auf Guttenberg "rumgehackt", sondern wenigstens "weiter gedacht".


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    Was die Wiederholungen angeht: zutreffende Vorwürfe werden nicht dadurch falsch, dass man sie wiederholt.


    Was gerade hier die Oppositionsgegner ja kritisieren - Was sie hier bedenken sollten: Das sind geschriebene Reden. Und da will jeder das sagen, was er sagen will. Und nur weil vorher das schon fünf andere gesagt werden wird es nicht aus dem Kontext kurz vor der Redezeit gestrichen. Als Ergänzung dazu vielleicht noch.




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    Original geschrieben von bernbayer
    Dar war kein einziges Argument sondern nur Polemik und Hetze :flop: "flashhawak" hat vollkommen recht.


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    Original geschrieben von mostwanted
    Gebetsmühlenartige Wiederholung der selben Vorwürfe sind keine Innovation.


    Stimmt, FDP/CDU/CSU glänzten ja mit reiner Sachlichkeit ohne jegliche Wiederholungen über die Redner hinweg. Sorry, aber bitte.

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    Original geschrieben von mostwanted
    Bedenklich, dass der Bundestag kostbare Zeit mit Boulevardthemen vergeudet.


    Das durfte man ja auch herrlich oft von der CDU/CSU + FDP hören. Als ob der Bundestag nur alle 30 Tage einmal zur aktuellen Stunde zusammenkommt, Libyen vollkommen ausklammert und sowieso alles doof ist.


    Oder wie sagte Philipp Mißfelder so schön und bezog dankenswerter Weise (!) auch seine eigene Parteigenossen mit ein: "Ich hoffe Sie kommen alle morgen auch alle so zahlreich zur aktuellen Stunde - Wenn es um das Thema Libyen geht.



    SPD und vor allem die Grünen (Krista Sager!) insgesamt inhaltsreicher, bzw. themennäher, die CDU rhetorisch vor allem darauf ausgerichtet den Angriff anzuprangern und dem Bürger die Meinung in den Mund zu legen, die er doch haben soll.


    Ansonsten zuletzt ein politscher Schaukampf, der zeigt wie und mit welchen stilistischen Mitteln sich die Parteien im Bundestag bekämpfen mögen ohne dabei zu sehr auf Inhalte einzugehen. Dennoch unterhaltsam.