Mein Eindruck der Fragestunde:
Weitestgehend (aalglatt) aus der direkten Beantwortung vieler Fragen gewunden, indem er immer wieder darauf Bezug nahm was er eh schon gesagt hat.
Bei manchen "Angriffen" kam jedoch ein leicht aggressiver Unterton hervor, der darin gipfelte Trittin indirekt davor zu warnen, dass doch aufzupassen sei nicht den Tatbestand der üblen Nachrede zu erfüllen
oder auch anderen Vorwürfe zu machen ('Es komme ja öfters vor, dass der wissenschaftliche Dienst von Abgeordneten ohne Einwilliung des Präs. genutzt wird - Wir sollten uns da alle hinterfragen/verbessern').
Guttenberg hatte sich gut vorbereitet, die lust'ge Gesellschaft der Fragestunde teilweise weniger. Ich fand es wurde vereinzelt doch zu sehr versucht ihn einfach nur anzugreifen, was er dann als rhetorisch geschulter Mensch natürlich dazu nutzen konnte, die nicht so gut ausgearbeiteten Fragen "im Umkehrschluss" abzuhandeln, ohne auf die Fragen wirklich einzugehen - Zumindest nicht auf die Form, auf die die Abgeordneten abzielten. Das Ausweichen wurde ihm weitestgehend leicht gemacht.
Was mir persönlich, grad auch in Bezug auf seine fortwährende Wiederholung des "Fehlerhaften Arbeitens und nicht Täuschens!!!!" gefehlt hat: Einfach mal die Frage ob er an der Uni nicht gelernt hat wissenschaftlich zu arbeiten, bzw. in seinem Studium nicht wissenschaftlich arbeiten musste um zu seiner Diss. zu gelangen, denn eigentlich weiß jeder Student darüber Bescheid was als Täuschungsversuch angesehen wird/werden könnte.
Ich empfand es insgesamt ab einem gewissen Punkt als mühsam mir das anzuschauen, trotz der recht kurzen Zeitspanne, da sich seine Aussagen wiederholten.
- Aus seinem Fehler könne man nur lernen
- Er stehe zu seinem Fehler
- Darum habe er ja den Titel abgegeben (schön, dass er diese Formulierung wiederholend nutzte)
- Er müsse die Vorwürfe weiter prüfen
- Nicht der Fehler sei entscheidend, sondern dass er dazu stehe