Beiträge von zardi77

    Das juckt doch die Banken nicht; dann hat der Kunde halt Pech gehabt. Die Argumentation der Banken geht ja genau in diese Richtung: Würden die Kunden weniger Bargeld mit sich herum tragen und mehr nach Kartenzahlung fragen, würden auch immer mehr Händler Kartenakzeptanzverträge abschließen. Wenn du ab nächster Woche bei allen Bäckerein in Deutschland mit Karte zahlen könntest, würden bei den Banken die Sektkorken knallen.

    Ausgangspunkt der Diskussion war doch die Frage, ob es rechtens ist, dass einem Kunden für eine eingehende Überweisung, die nicht in seinem Verantwortungsbereich liegt, Kosten entstehen dürfen. Also beispielweise, wenn mir jemand, ohne dass ich es wollte, 1 Cent überweist und die Bank für den Buchungsposten dann 25 Cent verlangt und mir somit ein Schaden von 24 Cent entsteht.


    Ob bei dem Kontomodell des Kunden für jeden Buchungsposten Entgelte anfallen, er also auch für ausgehende Überweisungen etwas bezahlen muss, ändert doch an der Fragestellung nichts, auch wenn BartS1975 plötzlich darauf herum reitet, dass es keine Bank gibt, die nur Eingänge aber keine Ausgänge bepreist. Das ist doch vollkommen egal; der Kunde muss für eingehende Überweisungen, die er u.U. nicht beeinflussen kann, ein Entgelt bezahlen, etwas anderes war nie Gegenstand der Diskussion, denn Ausgänge beauftragt der Kunde ja immer aktiv selbst.


    Es gibt übrigens nicht wenige Banken, die für die Verbuchung einer eingehenden Überweisungen mehr verlangen als für die Verbuchung einer ausgehenden Überweisung. Dann wäre zumindest das nach der Logik einiger hier nicht korrekt, denn schließlich kann sich der Kunde, während er für abgehende Überweisungen selbst verantwortlich ist, gegen Eingänge nicht wehren. Wenn also BartS1975 schon sophistisch Nebelkerzen wirft und plötzlich zwischen einem generellen Buchungsentgelt und einem auschließlich für Eingänge erhobenen Entgelt unterscheiden will, dann muss nach seiner Logik auf jeden Fall die Differenz des Buchungspostenentgelts rechtswidrig sein.

    Dass scaleon keine Ahnung hat, wissen wir, aber dass BartS1975 jetzt auch den Ahnungslosen gibt, verwundert mich. Wenn du ein Kontomodell hast, bei dem Buchungen einzeln bepreist werden, betrifft das natürlich auch eingehende Überweisungen. Sparkasse hier bei uns am Ort (Privatkonto): Grundpreis: 2,00€/Mo. Beleglose Buchung (z.B. Zahlungseingang): 0,32 / Buchung im onlineBanking (z.B. Überweisung): 0,22 ... nur ein Beispiel.


    scaleon: Warum man Dinge, die sich frei recherchieren lassen, nochmal extra belegen soll, bleibt dein Geheimnis. Außerdem: Wenn ich von einer Sache keine Ahnung habe, verlasse ich mich auf die Aussagen derer, die Ahnung haben, ohne Belege dafür einzufordern.

    Ich behaupte gar nichts. Ich berichte über Tatsachen. Nur weil du relativ wenig Ahnung von dieser ganzen Materie hast und mir nicht glaubst, muss ich das nicht zu meinem Problem machen. Wenn du Belege willst, kannst du das selbst recherchieren. Ich gebe dir die Chnace, dein Wissen zu erweitern, aber ich bin nicht deine Sekretärin.

    Die Materie ist viel komplexer, als ihr denkt. Die Banken, Acquirer und Kartenunternehmen verdienen mehr als das durch die EU gedeckelte Intercharge. Es gibt noch eine Vielzahl an weiteren Kostenfaktoren: Autorisierungsentgelt, Vorgangsentgelt, Buchungsentgelt bzw. Kosten für cash-pooling und disagio. Geht davon aus, dass ein "normaler" Händler, abhängig von Gesamtumsatz pro Monat, der Umsatzhöhe je Transaktion und der verwendeten Kartenart auf durchschnittliche Kosten von ca. 1,5% je Transaktion kommt, die die beteiligten Unternehmen unter sich aufteilen. Wenn ihr mehr wissen wollt, macht euch kundig; ich kann hier keine Doktorarbeit schreiben.


    Wo ich mir widersprechen soll, verstehst nur du scaleon. Ich habe gesagt, die Banken wollen, dass Kunden mit Karte bezahlen und kein Geld am ATM abheben, weil der Einsatz von Karten für sie viel lukrativer ist als das Bereitstellen einer Bargeld-Infrastruktur. Ginge es nach den Banken, gäbs überhaupt kein Bargeld mehr.


    Ferner habe ich gesagt, dass es den Banken gerade recht ist, wenn ein Kunde, der keinen Dispo besitzt bzw. nicht einmal gedultet überziehen darf, zur Konkurrenz wechselt, weil keine Bank Kunden haben möchte, die nicht einmal für 500 EUR Dispo gut sind. Wenn sie also schon solche Kunden im Bestand haben, dann sollen diese Kunden wenigstens ihre Karte einsetzen und nicht am Monatsende mit einer Abhebung ihrer restlichen 20 EUR auch noch unnötig Kosten verursachen.

    Bei den meisten Geschäftskonto-Modellen kostet jede Buchung etwas, also auch eingehende Überweisungen. Wenn das rechtlich nicht haltbar wäre, hätte schon längst jemand dagegen geklagt. Wenn mir jemand jetzt 5000 mal 1 Cent auf mein Geschäftskonto überweist, um mir zu schaden, dann würde ich den Absender auf Schadensersatz in vierstelliger Höhe in Anspruch nehmen und nicht die Bank. Und da würde ich obsiegen, bin ich mir ziemlich sicher. Deswegen kommt auch niemand auf so eine schwachsinnige Idee ... außer ein paar Theoretiker hier im Forum ;)

    Goyale, nach deiner Theorie müsste die Santander mir auch schon längst die Super MasterCard gekündigt haben; hat sie aber nicht.


    Früher, als es auf deren SuperKonto noch gute Tagesgeldzinsen gab und da immer um die 10 bis 20k drauf lagen, haben sie mir immer Werbung für Kredite zugeschickt, was den Schluss zu lässt, dass herbert1960s Theorie eher hinkommt.