Da die Monokultur weniger Hersteller, die spezialisierte und proprietäre Hardware liefern auf Dauer "ungesund" sein könnte, möchte die Branche schon länger alles in Software gießen und Standardhardware verwenden. Klingt auf den ersten Blick toll.
Problem ist aber die Software muss validiert, getestet, geprüft und verbessert werden. Das dauert.
Etablierte Hersteller wie Huawei stellen eine Kiste drin, die optimal funktioniert und wenig kostet. Problem der Hersteller könnte unter staatlichem Druck Dinge tun müssen, die niemand für gut findet. Bislang haben sie das (soweit wir das wissen) nicht getan.
Auch Telefónica wird auf OpenRAN umsteigen, Tests laufen schon, aber das dauert.
In Deutschland könnte man das o2-Roaming wiederbeleben, das gabs ja schon mal.
Was schick wäre, wenn die 1&1 Kunden zwischen VF-Roaming und o2-Roaming wählen könnten. Das wäre ein echter Knüller und ein Grund für viel zu 1&1 zu wechseln.
Ob das regulatorisch möglich ist, weiß ich nicht, denke aber schon.
Nur da muss TEF ein Angebot machen, das dem Ziel "Wachstum" entgegen steht, weil Dommermuth das nur akzeptiert, wenn es deutlich günstiger als das von VF ist.
Für TEF wäre ein Wunschziel alle 1&1 Kunden ins o2-Netz zu integrieren und die Technik von 1&1 abzuschalten oder jemand anders zu verkaufen. Und das ist eher unwahrscheinlich, wer kauft ein spezielles Mini-Netz ohne Kunden? Vom regulatorischen Problem (3 oder 4 Netzbetreiber) mal abgesehen.
Oder TEF atmet durch, schaltet sein Netz aus und gibt seine 40 Mio Kunden an jemand anders. Auch hier, wer würde das Netz haben wollen, kann man das in bestehende Netze integrieren (geht bestimmt (siehe E-Plus und o2) wird aber "knirschen".
Auch hier wieder das Regulator Thema und alle Kunden hätten sicher ein "Sonderkündigungsrecht". Am Ende könnte T(elekom) der Gewinner sein 