Hi KleinerMarcel, da habe ich mich doch gleich mal frisch angemeldet ![]()
Beiträge von hrgajek
-
-
Der Text macht irgendwie keinen Sinn, was genau meinst du nun?
Seit wann vermietet die Telekom Dark Fiber und was hat es damit zu tun das die Telekom sich weigert Netzte von größeren Anbietern wie zb DG zu nutzten statt zu überbauen?
Also:
Die Telekom kauft im Rahmen von "Whole buy" Leistungen bei Fremdanbietern nur selten und ungern ein. Viele Fremdanbieter können kein 24/7 Service garantieren und die Telekom muss das "abfangen", damit die Kunden nicht meutern.
Bei Glasfaser braucht die Telekom eigentlich nur die letzte Meile vom Verteilerkasten (FTTC) bis zum Haus, da würden sie gerne leeres Lehrrohr oder mit dunklen (= nicht beleuchteten) Fasern ("dark fiber") kaufen und wenig dafür zahlen, für die alternativen Anbieter wenig attraktiv.
Wo sie dunkle Fasern mieten, vermieten sie diese beleuchtet mit Bitstream Access an andere weiter und die Erbauer haben zu wenig davon.
Die privaten hätten gerne, das die Telekom einen kompletten Bit Stream Access bucht, d.h. die Leitung geht vom Kunden zum ersten Rechenzentrum des anderen Anbieters und ab da zur Telekom. Das ist aber teurer und oft nicht nötig, da die Telekom ja schon durch FTTC "in der Nähe" ist.
Was fehlt sind IMHO zwei Dinge:
Bundesweite Baurecht, wo klar definiert wird, dass Anbieter sich voranmelden müssen, dann dann gemeinsam oder getrennt aber zu einer Zeit bauen können und danach ist das Fenster wieder zu. Das würde vermeiden, dass Straßen/Weg zweimal, dreimal geöffnet werden müssen. Ist nicht.
Bundesweite Ausschreibung für ein bundesweites Netz, das alle Grunstücke und Anschlüsse austauscht, alle, das in Parzellen von Firmen gebaut wird, die sich beworben haben, die sich auskennen (Fachkunde) und Referenzen vorweisen können, die streng kontrolliert werden, dass sie wirklich auch bauen (und keinen Murks und zerstörter Straßen / Wege hinterlassen) und wenn es fertig ist, müssen sie es Jedermann anbieten - auch der Telekom. Notfalls zu regulierten Preisen.
Das gibt's ebenfalls nicht.
Der Traum der Privaten, durch zwangsweise Abschaltung von Kupfer in den Gebieten, wo die Telekom noch nichts verglasfasert hat, neue Kunden und Einnahmen zu generieren, bleibt ein Traum. Je schneller die privaten das begreifen, desto besser. Statt 250 Firmen könnten 5 (fünf) übrig bleiben.
-
Das Problem ist doch, dass die Telekom extern bei FTTH nur unbeschaltete Fasern einkauft, anderen Netzbetreibern im Gegenzug aber nur Bitstrom-Vorleistungen anbietet und nicht auch unbeschaltete Fasern. Dieses Geschäftsgebaren kann man zurecht kritisieren.
Klar kann man. Als "gefühlter Marktführer" können sie das, weil sie keine Lust haben eine nicht existierende Leerrohr oder Dark-Fiber Vermietung zu organisieren. Die Telekom zu Gunsten der privaten Konkurrenz zusammenzuregulieren hat die letzten 20 Jahre nicht funktioniert. Das ist nun mal Fakt.
-
WEtell
Und dann bleibt ja noch die Netzwahl. Ausgerechnet Vodafone, die das mit ihrer DNA erst recht nicht verkörpern.
Aber das hatten wir ja schon weiter oben.
Genau das ist auch mein Hauptkritikpunkt, aber WEtell hat es bislang nicht geschafft, einen direkten Draht nach Bonn aufzubauen. Die Bonner sollen - dem Vernehmen nach - neuen Service-Providern recht "skeptisch" gegenüber stehen...
-
-
Glasfaser zu bauen ist teuer und die neuen Anbieter brauchen zahlende Kunden, die dabei bleiben. Die sind aber in Mehrheit bei der Telekom und sehen keinen Grund zu wechseln. Wenn eine Abschaltverpflichtung käme, würde die Telekom halt dort schneller Glasfaser ausbauen (soweit das logistisch geht) ,die privaten "träumen" halt davon, dass die Telekom bei ihnen Glasfaser als "Bitstream" (und nicht als dunkle Faser oder reines Leerrohr) einkauft.
In Schweden ist das anders: Da haben alle ein landesweites Netz gebaut, das alle Anbieter benutzen können und der Kunde hat die freie Auwahl.
Dazu kommen fehlende Standards für Beschaltung, Technik, Entstörung. Es ist klar, wenn Minimal-Tel Freitags um 16 Uhr die hotline auf den AB umschaltet und Montags erst ab 10 Uhr wieder abhebt, sind Kunden bei großen Anbietern wie z.B. Telekom im Nachteil.
Telekom kauft auch "fremd" ein, sogenanntes Whole buy. Fragt mal betroffene Kunden. Würde die Telekom nicht gewaltigen Aufwand betreiben, um mit einer Sonderhotline die Probleme des Zulieferers abzufedern, wäre es noch viel schlimmer.
-
Die hier in regelmäßigen zur Verfügung gestellten Listen enthalten keine Neubauten und die wöchentlichen Teltarif Listen enthalten auch keine "Greenfield" Standorte

Mööp. Einspruch. Die Listen von teltarif.de enthalten inzwischen sehr wohl Greenfield Standorte, kommt jede Woche per Excel-Datei mit einem Feld "Greenfield: Ja/Nein"

Ok, es könnten viel mehr Greenfield Neubauten sein, das stimmt.
-
raimerik Interessant. Wohin hast du die Nummer portiert, also zu welchem Anbieter?
Viele Anbieter tun sich mit der Mailbox-Direkt-Anwahl noch schwer. Die ist nicht aus allen Netzen oder Tarifen zu erreichen.
(z.B. von Klarmobil D1 zu 0155-00-60-Restnummer (1&1 Netz) geht es bei mir nicht. Von Original-Telekom geht es.
-
Ich denke, früher oder später wird (muss) Vodafone das komplette Koaxkabel-Netz gegen echte Glasfaser bis zum Kunden in der Wohnung (FTTH) ausbauen.
Ein erster Schritt ist FTTB = Glasfaser bis in den Keller und dann übergangsweise hausintern mit vorhandener Koax-Technik, bis auch dort die Fasern verlegt wurden.
Es hängt halt an den gewaltigen Kosten, die Vodafone.de kaum stemmen kann, weil der englische Mutterkonzern das Geld braucht und die Kunden generell nicht mehr bezahlen wollen.
-
Ok, wenn der Rabatt garantiert ausläuft, dann bin ich bei Dir. Da würde ich aber die erste Rechnung nach der Verlängerung abwarten, dann hast Du ja monatliche Kündigungsfrist und kannst weg, wenn sie Dir nicht entgegen kommen wollen.