Die Idee einer Mobilfunkbank kommt IMHO Jahre zu spät. N26 hätte das gleich beim Start mit einem der großen Anbieter durchziehen müssen.
o2 Banking (war ich Kunde) hat das richtig gemacht. Den Wechsel zu ComDirect habe ich nie vollzogen.
1Global (vormals Truphone) bietet nur eSIM für Daten an, weil sie da keine KYC (Kenne Deinen Kunden ID Prüfung machen müssen, die lästig und aufwendig, sprich teuer ist) - bei 1 Global ist außerdem nicht 100% klar, ob der russische Oligarch , dem das mal gehört hat, nicht immer noch indirekt dran beteiligt sein könnte. Und solange Russland nicht begreift, welchen Schwachfug sie weltweit und speziell in der Ukraine betreiben, wäre das für Viele Kunden , die das wissen, ein No Go.
Wenn N26 über einen "no Name Providers Provider" wie Gigs (?) in den Markt kommen will, können wir wetten, dass es am Anfang rumpelt und holpert und dann sind sie schneller wieder weg, als sie gekommen sind.
Wenn Valentin Stalf (Co Chef von N26) von "einem der beiden großen Provider" spricht, meint er vermutlich Vodafone oder Telekom. Ich würde auf Vodafone tippen, die sind aktuell um jeden Neukunden "bemüht", weil die unbedingt Erfolg haben müssen, sonst werden sie abgewickelt.
Bleibt die Frage, welche Preise N26 gegenüber den Kunden aufruft und wie schlau sie das mit dem N26 Konto verknüpfen. Damit können Sie sicherlich "neue" Mobilfunk-Kunden gewinnen, die eine solche Karte als Dritt oder Viertkarte auf Halde legen. Spüren werden das möglicherweise 1&1 und der eine oder andere Vodafone-Discounter und vielleicht Vodafone selbst.
Sollte es jedoch Telekom sein, läuft dieser Tarif dann auf der "wackligen" ex-Multibrand-Plattform oder wirklich im ausgereiften Telekom-Kern-System?
Ich bin seit Number 26 (Vorläufer von N26) dort Kunde und es lief bislang alles völlig problemlos, wie es sein soll. Hoffe, das bleibt so.