Cloudflare wäre sicherlich eine Lösung, ist aber auch datenschutzrechtlicher Sicht bedenklich.
Datenweiterleitung an Dritte: Wenn Traffic über Cloudflare läuft, gelangen HTTP(S)-Anfragen und damit Metadaten (Quellen-IP, Anfragepfade, Header) an Cloudflare. Das schafft eine zentrale Partei mit Sicht auf Verkehr, die rechtlich oder technisch Zugriff auf diese Daten haben kann.
TLS‑Zertifikate & Schlüssel‑Modelle: Cloudflare bietet verschiedene TLS‑Setups:
- Full/Full (strict) mit Origin‑Zertifikat: Cloudflare terminiert TLS an ihren Edge‑Servern und baut eine verschlüsselte Verbindung zum Origin auf; Cloudflare besitzt nicht Ihren Origin‑Private‑Key, wenn Sie ein Origin‑Zertifikat nutzen, aber Cloudflare hat das Edge‑TLS‑Privat‑Key, das zur Entschlüsselung beim Edge gebraucht wird.
- Universal/Shared Certificates: Cloudflare verwaltet Zertifikate/Schlüssel für Ihre Domain; dadurch liegt ein Privat‑Key bei Cloudflare.
Konsequenz: Bei Termination auf Cloudflare‑Edge kann Cloudflare (theoretisch) Inhalte lesen, weil TLS dort beendet wird.
TLS‑Inspection / Worker‑Funktionen: Zusatzfunktionen (z. B. Web Application Firewall, Workers, Image/HTML‑Optimize) erfordern oft, dass Cloudflare den Inhalt verarbeitet; das erhöht die Angriffsfläche und die Möglichkeit, dass sensitive Inhalte zugänglich werden.
Jurisdiktion & rechtliche Anfragen: Cloudflare ist in den USA tätig und unterliegt US‑Gesetzen (z. B. Gerichtsbeschlüsse), kann also verpflichtet werden, Daten herauszugeben. Auch grenzüberschreitende Datenübermittlungen und unterschiedliche Datenschutzstandards sind relevant.
Logdaten & Retention: Cloudflare speichert Logs und Metadaten; je nach Vertrag/Datenschutzerklärung können diese aufbewahrt und für Analyse, Sicherheit oder gesetzliche Zwecke weitergegeben werden.
Key‑Escrow / Notfallzugang: Bei angebotenem Schlüsselmanagement besteht theoretisch das Risiko von Schlüsselzugriff in Notfallszenarien oder durch Mitarbeiter/Provider.