Beiträge von lisari

    Hallo Martin,


    ich geb's auf, das zu erklären. Ich rede nicht von irgendwelchen riesigen Firmen, sondern von einer Ein-Mann-Firma. Und ich rede davon, dass ich mit einem Privatgiro das Gleiche mache wie ein Angestellter. Ich kauf damit im Supermarkt mit EC-Karte ein, und ich gebe nur das Geld aus, das ich monatlich als Privatentnahme zur Verfügung habe. Das sind keine größeren Summen, sondern zwischen 2.500 und 5.000 €. Das IST mein Einkommen. Ich verdiene es seit 20 Jahren mit meiner selbstständigen Tätigkeit. In den 20 Jahren hatte ich auch keine Sicherheit, trotzdem habe ich jeden Monat gut verdient. Und ich will auf dem Privatgiro auch bloß 500 bis 1.000 € Dispo, mehr brauch ich nämlich privat auch nicht, weil ich nicht mehr ausgebe. Es ist ganz genauso wie bei einem Angestellten, nur dass ich keinen bezahlten Urlaub kriege und auch weiterarbeite, wenn ich mal krank bin.


    Wo ist denn bitte bei einem Azubi mit 400 € Ausbildungsvergütung das "sichere Einkommen". Wieso ist der kreditwürdiger als ich und kriegt ein kostenloses Giro mit 500 € Dispo und ich nicht. Seine Firma kann jederzeit pleite gehen, dagegen kann er nichts machen. Ich kann immerhin was machen, bisher ist mir immer was eingefallen.


    Ich mache im Geschäft auch nicht irgendwelche riesigen Investitionen oder sonstwas, ich verdiene nur mit meiner Arbeitskraft (und meinem PC und meinem Gehirn) Geld, nicht mit riesigen Investitionen.


    Da reden wir ja noch gar nicht von Sicherheiten. Ich wohne im unbelasteten Eigenheim (das ich ohne Kredit, den ich ja nie gekriegt habe) erspart/erworben habe und habe nicht mal mein Auto finanziert. Da sind doch genug "Sicherheiten" da. Die Bank sieht aus den Kontoumsätzen, dass ich Grundsteuer bezahle, aber keine Miete. Sie sieht, dass ich tanke und Kfz-Steuer zahle, aber keinen Autokredit abzahle (aus dem gleichen Grund). Sie sieht, wie hoch die Daueraufträge für die Lebensversicherungen sind (also sind ja welche da!).


    Und wenn die Bank all das anhand mehrjähriger Zusammenarbeit kennt und mir als Selbständigen auf dem Privatkonto nicht mal 500 € Dispo einräumt, dann ist es aus meiner Sicht die falsche Bank, denn sie behandelt mich als Menschen zweiter Klasse, indem sie impliziert, ich sei weniger kreditwürdig als ein Azubi oder ein Rentner, dem sie sogar ohne Nachweis seines "sicheren Einkommens" ein kostenloses Giro mit 500 € Dispo gibt.


    Aber ich denke, ich sollte jetzt aufhören. Immerhin ist bei einigen Banken ein Umdenkprozess im Gange und sie bemerken, dass auch Selbstständige Menschen sind, die Geld verdienen. Inzwischen gibt es sogar ein kostenloses Girokonto für Selbstständige (bei der Agrarbank). Ohne Optimismus und Kampfgeist kann man (zumal in Deutschland) sowieso nicht selbstständig sein. Ich finde schon meine Banken ;)


    Gruß
    Lisa

    Hallo fonya,


    ja, ist kostenfrei. Sieh Dir das Preisverzeichnis an, da findet sich keine Position dafür, WEIL es nichts kostet:


    [url=http://www.barclaycard.de/media/de_form_price_new_visa_ff4l_v2,7332,8.pdf]Preisverzeichnis New Visa[/url]


    Da steht nur Belegkopien auf Wunsch des Kunden, das hatte ich mal, als ich einen Posten nicht zuordnen konnte. Da habe ich angerufen und nachgefragt, sie haben dann vom Händler den Beleg angefordert, das hat dann 3 € gekostet. (Der Beleg war aber in Ordnung, ich hatte es bloß vergessen.)


    Gruß
    Lisa

    Hallo Martin,

    Zitat

    Es geht vielmehr darum, dass es sich bei dem einen Produkt (Privat-giro, KK für Privatkunden) um Angebote für Privatkunden handelt oder eben dann um Business-Konten und -Karten für Selbstständige und Firmen. Hintergrund ist schlichtweg die Bepreisung.
    Darauf achtet ein Bank umso mehr, je mehr Inklusivleistungen bei einer Karte / einem Konto mit dabei sind.


    Das ist schon völlig klar. Aber auch als Selbstständiger bin ich eine Privatperson und möchte gern ein kostenloses Privatgiro führen, möglichst auch mit einem kleinen Dispo. Und schon NUR DAS ist bei kaum einer Bank in Deutschland möglich, da kriegt ein Student leichter ein kostenloses Privatgiro als ein Selbständiger, der sein Einkommen der letzten 20 Jahre leicht nachweisen kann., obwohl er es wirklich als Privatgiro benutzt! Einzig die Netbank ist mir bekannt, die ein kostenloses Privatgiro für Selbstständige eröffnet. Die DKB ist sehr wählerisch und nimmt nur Ärzte, Rechtsanwälte usw. Aber dann noch einen Dispo von 500 € auf dem Privatgiro, auf dem meine 5.000 Privatentnahme jeden Monat eingehen, dafür darf ich dann aber schon allerhand Unterlagen einreichen.


    Ich kann einfach nicht einsehen, warum ich als Selbstständiger ein Mensch zweiter Klasse sein soll und kein kostenloses Privatgiro und keine günstige Kreditkarte für meine privaten (!) Zahlungen haben soll.


    Ist mir schon klar, dass ich als Ein-Mann-Unternehmen von den Banken preislich genauso behandelt werde wie ein Großunternehmen. Auf meinem Geschäftsgiro finden im Monat ca. 10 Buchungen statt. Trotzdem habe ich als Geschäftsgiro tatsächlich ein solches, und das ist auch nicht kostenlos. Ich trickse da gar nicht, deswegen trenne ich ja die Geldgeschäfte: Geschäft ist Geschäft, privat ist privat. Vom Geschäftskonto erfolgen motl. Privatentnahmen aufs private Girokonto. Das kann die Bank dann gern analysieren.


    Als Einzelunternehmer hafte ich voll mit meinem gesamten Privatvermögen. Auf der Kreditkarte steht natürlich nur mein Name. Alles läuft über meine persönliche Schufa. Und ich gebe ja auch an, dass ich selbstständig bin. Also warum sollte ich da eine andere Kreditkarte benötigen. Ich erschleiche mir ja nichts, ich mache ja wahrheitsgemäße Angaben. Deswegen nehm ich auch nur eine Bank, die mich als Selbstständigen als Kunden haben will, und käme nie auf die Idee, so zu tun, als wäre ich angestellt. Wie oft und wofür ich die Kreditkarte einsetze, darf die Bank gern analysieren (macht sie sowieso), aber solange ich immer ordentlich zahle, ist es ihr schnuppe, ob ich damit mein Geschäftsauto betanke oder bei Amazon ein beruflich zu nutzendes Buch oder ein Kochbuch kaufe.


    Also nochmal: Als Selbstständiger bin ich immer eine "Privatperson" und möchte meine privaten Zahlungen genauso günstig erledigen wie eine "angestellte Privatperson". Wie man hier im Forum sieht, haben viele Angestellte mehrere Kreditkarten, genauso wie ein Selbstständiger mehrere Kreditkarten benutzen kann (schon aus Akzeptanzgründen).


    Gruß
    Lisa

    Hallo fragger123,


    interessant, bei Krediten sieht man das. Die Frage ist: Sehe ich auch in meiner Schufa den Unterschied auch, also ob geschäftlich oder privat? Ich habe bisher bei den Girokonten in Schufa online keinerlei Unterschied gesehen, auch nicht in der ausführlichen Datenübersicht. Da ist der Text für das geschäftliche Girokonto und das private Girokonto vollkommen identisch. Könnte aber natürlich daran liegen, dass die Bank das nicht extra geschlüsselt hat.


    Kredite habe ich selbst nicht mehr drin. Bei meinem Mann (auch selbstständig, aber unabhängig von meinem Geschäft) steht noch ein alter erledigter Kredit drin, dem sehe ich auch nicht an, ob geschäftlich oder privat. Oder wertet das nur die Schufa entsprechend für sich und ihre Vertragspartner aus?


    Gruß
    Lisa

    Hallo Martin,

    Zitat

    das könnte bei der ein oder anderen Bank zum Problem werden. Die ganzen Angebote richten sich eigentlich immer an Privatleute. Ob auch Firmen bzw. Selbstständige die Angebote so zu den gleichen Konditionen bekommen können, das solltest Du vorher erfragen.


    Ja, das ist mir klar, daran bin ich schon gewöhnt. Ein Girokonto oder eine Kreditkarte läuft jedoch immer auf eine natürliche Person und kommt in deren Schufa. Ob die natürliche Person das Konto dann geschäftlich nutzt, steht auf einem anderen Blatt. Geschäftliche Nutzung heißt ja nicht per se, dass da wahnsinnig viele Buchungsvorgänge ablaufen. Bei der Kreditkarte können das auch nur ein, zwei Bezahlungen im Monat sein, der Umfang ist also genau wie bei einer "Privatperson". Für die KK herausgebende Bank gibt es da keinen Unterschied, sie bemerkt nicht, dass ich die Einkäufe geschäftlich nutze - und das ist ja auch völlig egal. Der Punkt ist: Sie muss bereit sein, eine Kreditkarte überhaupt an einen Selbstständigen zu geben (egal ob der sie nur privat oder auch geschäftlich nutzt). Ich brauche als selbstständiger Einzelunternehmer also durchaus keine "Firmen-Kreditkarte". Meist klärt sich das mit einem Anruf vorher.

    Zitat

    Landen eigentlich die Dinge als Selbstständige in der gleichen Schufa-Akte wie Du als Privatperson?


    Die Schufa sammelt Daten über natürliche Personen. Ich habe dort eine Akte. Da stehen dann zwei oder X Girokonten, 1 Kreditkarte, 1 Telekommunikationsvertrag usw. drin. Wie viele ich von denen privat und wie viele ich geschäftlich nutze, sieht die Schufa nicht. Das weiß nur die Bank, bei der ich sie habe. Zur sauberen Trennung zwischen Geschäft und Privat brauche ich aber das meiste doppelt, also mindestens zwei Girokonten, zwei Kreditkarten, zwei Tagesgeldkonten usw.


    Gruß
    Lisa

    Hallo Martin,

    Zitat

    Du hast ja bisher nur die eine Barclay. Warum willst Du eine zweite?


    Ich bin selbstständig. Die Barclay ist privat. Ich brauche eine zweite Kreditkarte für gelegentliche Einkäufte fürs Geschäft.

    Zitat

    Was Du mal machen könntest ist Dir eine Schufa-Auskunft anfordern. Einmal im Jahr ist das gratis.


    Klar, Online-Zugang hab ich und auch die kostenlose Datenübersicht bekommen, sonst wüsste ich die Branchenscores nicht.

    Zitat

    Die Schufa wird bei Dir recht übersichtlich sein.


    Das liegt wohl im Auge des Betrachters, im Vergleich zu Dir bestimmt übersichtlich ;) Aber als Selbstständiger ist man offenbar per se weitaus weniger kreditwürdig als ein Rentner, der nur 1/10 meines Einkommens erhält.

    Zitat

    Füll doch einfach die Felder mit Dummy-Daten aus. Einen Vertrag gibt es ohnehin erst, wenn Du den Eintrag einschicken würdest.


    Sehr gute Idee, dann könnte man sie immerhin mal lesen.


    Gruß
    Lisa

    Hallo rmol,


    ja, hast Recht. Ich gelobe Besserung. Mal zurück zur Amazon Kreditkarte?


    Gibt es neben der Online-Einsicht der Abrechnungen die Möglichkeit, zusätzlich die Abrechnung auf Papier zu erhalten (evtl. gegen eine Gebühr), ohne jedoch die Online-Einsicht-Möglichkeit einzubüßen?


    In der Preisübersicht findet sich die Position: "Kosten für den Versand von papierhaften Abrechnungen (pro Rechnung) 0,50 €".


    In den AGB steht unter 11.: "Der Hauptkarteninhaber erhält einmal monatlich eine Online-Kartenabrechnung ..."


    In den Bedingungen für das Kreditkarten-Banking steht unter 9. (1): "Nutzer des Kreditkartenbanking erhalten ihre Kredit-/Kartenabrechung auf elektronischem Wege und verzichten auf eine gesonderte schriftliche Benachrichtigung ..."


    und unter 9. (5): "Der Nutzer ist jederzeit berechtigt, den Verzicht auf die Zustellung der Kredit-/Kartenabrechnung in Papierform zu widerrufen. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt der Versand wieder in Papierform, jedoch werden die Kredit-/Kartenabrechnungen nicht mehr über das Internet zur Verfügung gestellt."


    Ich könnte also die elektronische Zustellung der Abrechnungen widerrufen. Dann erhielte ich die Abrechnung in Papierform, wie gewünscht.


    Ich würde jedoch gern weiter online die Umsätze einsehen. Verzichte ich mit diesem Widerruf auf die elektronische Zustellung auch auf das Kreditkarten-Onlinebanking oder nur auf die elektronische Zustellung der Abrechnungen? Die Option lässt sich im Kreditkartenbanking auswählen, ich bin eben nur nicht sicher, ob ich damit generell auf das Kreditkarten-Onlinebanking verzichten würde.


    Hat das jemand schon mal ausprobiert oder weiß Bescheid?


    Gruß
    Lisa

    Hallo fonya,

    Zitat

    Haben eigentlich alle hier die eine Barclay New Visa beantragt habt auch den Online-Kundenservice beantragt nachdem sie die Karte erhalten haben oder lasst Ihr Euch die Rechnungen per Post schicken?
    Standardmäßig ist das doch noch nicht aktiviert wie z.B. bei der Amazon Visa oder?


    Zunächst ist der Postversand der Rechnung Standard und kostet auch nichts. Wenn man sich online registriert, kann man den trotzdem weiter stehen lassen (läuft bei mir so). Ich kann also online einsehen und erhalte trotzdem monatlich noch die Rechnung per Post. Wer die Postrechnung nicht braucht, kann das wohl auch abwählen. Gefällt mir so am besten, jeder kann die Variante wählen, die er möchte, oder auch beide!


    Bei Amazon Visa entscheidet man wohl bereits im Antrag, dass man online einsehen will, ist bei mir so eingerichtet. Man kann dann online wohl auch den Postversand wählen, ich verstehe es aber so, dass man dann nicht mehr online einsehen könnte. Oder geht da auch beides parallel?


    Gruß
    Lisa

    Hallo saintsimon,


    das war jetzt ein Missverständnis. Als Zahlungskonto finde ich die Agrarbank ein sehr gutes Angebot für Selbstständige als Geschäftskonto.


    Bei mir kommt noch eine gewisse Paranoia hinzu: Als Selbstständiger schreibt man aus Gewohnheit unten auf den Briefkopf die Bankverbindung. Der Briefkopf wird für Rechnungen verwendet, aber auch für Angebote und sonstigen Schriftverkehr. Auf meinem Briefkopf steht als Bankverbindung ein Tagesgeldkonto, von dem aus Verfügungen nur auf mein Referenzkonto möglich sind.


    Damit kann ein böser Bube, der irgendeinen Brief von mir erhält (etwa als Angebot o.ä.) mit der Bankverbindung keinen Schindluder treiben. Wenn er versuchen würde, sie für unberechtigte Lastschriften zu verwenden, geht das gar nicht, weil Verfügungen nur auf das Referenzkonto möglich und Lastschriften gar nicht zugelassen sind. Ich brauch dieses Konto also gar nicht auf unberechtigte Lastschriften zu überwachen/zurückzugeben.


    Wenn ich Einzugsermächtigungen erteile, dann von dem normalen Girokonto, dafür kommt auch die Agrarbank sehr gut in Betracht. Die Giroverbindung des "Zahlkontos" steht dann aber auf keinerlei Briefkopf, sondern die erhält nur derjenige, dem ich sie zu diesem Zweck gebe. Somit bringt diese Aufteilung zwischen Konto für Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge einen Sicherheitsvorteil!


    Gruß
    Lisa