Beiträge von EvolvedPenguin

    Kann mich dem nur anschließen. Leider wird hierbei der Fakt unterschlagen, dass Amazon offensichtlich Leiharbeiter als Ersatz für Festeinstellungen einstellt. Es ist natürlich klar, dass Leiharbeiter insbesondere im Weihnachtsgeschäft notwendig sind, schließlich wurde die Leiharbeit gerade für solche Zwecke eingeführt. Wenn aber auf eine Festeinstellung fünf Leiharbeiter kommen (und ich unterstelle mal, dass die ARD hier richtig liegt), passt definitiv einiges nicht.

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    Man sollte aber auch Bedenken: Niemand wird gezwungen dort zu arbeiten. Die ausländischen Leiharbeiter verdienen mit 8 Euro Brutto / Stunde mehr als in ihrer Heimat am Tag.


    Dazu gehört dann aber auch, dass die Bedingungen von Anfang an klar sind und eingehalten werden. Amazon hat ja offensichtlich einen deutlich höheren Stundenlohn versprochen und erst nach der Anreise an das Zeitarbeitsunternehmen verwiesen. Von Überstunden mal ganz zu schweigen.


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    Viele Deutsche Arbeitnehmer haben keine andere Wahl und müssen für 6-7 Euro Brutto Hilfsarbeiten machen, für die sich viele von uns zu Schade sind und dazu Wohngeld oder eine andere staatliche Unterstützung beantragen, weil sie damit einfach nicht über die Runden kommen.


    Das rechtfertigt jetzt aber auch nicht wirklich das Vorgehen von Amazon. Ein Mindestlohn ist hier genauso notwendig.


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    Ich verstehe jedoch die Aufregung über die Secrurity Leute nicht - den eventuellen rechten Hintergrund mal außen vor gelassen. Wenn ich mir nichts zu Schulden kommen lasse, dann habe ich auch kein Problem mit einer Taschenkontrolle.


    Es ist wohl klar, dass die Rundumüberwachung wie im ARD-Beitrag dargestellt nicht primär dazu dient, eventuelle Diebstähle o.ä. aufzuklären. Ziel ist es doch zu demonstrieren, wer die "Macht" besitzt und gegenseitiges Misstrauen unter den Arbeitern zu schaffen, damit diese nicht im großen Stil protestieren. Wer alleine versucht etwas zu bewirken, wird sofort gekündigt.

    Ich hatte mit den 60 MB für eine Woche bisher keine Probleme. Habe aber auch die Datenverbindung bei Nichtnutzung abgeschaltet, damit keine Push-Dienste unnötig Daten verbrauchen (im Urlaub will man ja sowieso nicht über jeden Mist informiert werden).
    Man kann es sich ja auf einen Monat hochrechnen (wären dann 240 MB) und mit dem vergleichen, was man so im Inland verbraucht. Wobei im Urlaub eventuell zusätzliche Foto-Uploads und Kartennutzung dazukommen können, je nachdem, was man nutzt.

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    Amazon ist für viele Leute inzwischen DER Anbieter, viele schauen fast gar nicht mehr in andere Shops. Es wäre für Amazon überhaupt kein Problem, die Preisstruktur minimal anzupassen, allein aufgrund des Volumens würde man mehr als ausreichend Geld verdienen um feste Mitarbeiter angemessen zu bezahlen.


    Nun darf man aber bei einem gewinnorientierten Unternehmen nicht unbedingt erwarten, dass man aus Gründen der Fairness auf Einnahmen verzichtet, insbesondere dann, wenn es die Kaufentscheidungen der Kunden nicht oder nur geringfügig beeinflusst. Was zum Teil auch daran liegt, dass Unternehmen über die Arbeitsverhältnisse keine Rechenschaft o.ä. ablegen müssen. Preise und technische Daten kann man sehr wohl vergleichen, Arbeitsverhältnisse kaum.


    Wenn die "unsichtbare Hand" es also nicht selbst regelt, muss wohl der Staat eingreifen. Korrigiert mich, wenn ich mich täusche, aber mit einem allgemeinen Mindestlohn wäre zumindest das Problem der unterbezahlten Leiharbeiter - die ja wohl zur Kapazitätserweiterung um die Weihnachtszeit herum so oder so gebraucht werden - gelöst.