Beiträge von Meester Proper

    Nein, im Limited Service State geht auch keine Internet-/Datenverbindung.


    Was du meinst ist, dass der Endgerätestandort im Rufaufbau über VoLTE übermittelt wird.

    Das funktioniert in der Tat auch im Limited Service State.


    Ist jedoch bisher bei den meisten Smartphones noch nicht aktiviert und wenige Leitstellen werden das bisher unterstützen.

    Allerdings um auf das VoLTE Problem zurück zu kommen, das Wiko Harry kann VoLTE aber kein Netzbetreiber in Deutschland hat das Gerät für VoLTE freigeschaltet.

    Du meinst der Hersteller hat es bei keinem Netzbetreiber in DE freigeschaltet. Die Netzbetreiber haben damit in der Regel nichts zu tun.

    Das Problem sind halt auch relativ junge Smartfons, die zwar VoLTE können, wo es aber seitens der Netzbetreiber geblockt wird (wohl mal mit dem Argument, dass die Funktionsfähigkeit von GSM-Notrufen bei aktivem VoLTE nicht verifiziert ist). Ich geh aber nicht davon aus, dass sie ohne Verpflichtung was dran ändern werden, und bei VoNR wird es irgendwann genauso laufen.

    Mir ist kein solcher Fall mehr bekannt. Im Gegenteil: Das Problem liegt in der Regel auf Seiten der Endgeräte, die in ihren Carrier Profilen nicht für alle Netzbetreiber VoLTE freigeschaltet haben.


    Samsung war früher mal so ein Kandidat, hat aber im letzten Jahr eine Kooperation mit der GSMA abgeschlossen, um solche Lücken zu beseitigen und VoLTE standardmäßig zu aktivieren: https://www.gsma.com/newsroom/…rough-4g-and-5g-networks/

    Ich habe gerade einen interessanten LinkedIn Post von Lars Brackschulze, Leiter Plattformkooperationen der Telekom gefunden.


    Dort berichtet er, dass die Telekom

    - 17 BSA Wholebuy-Kooperationen im FTTC-Umfeld

    - 6 FTTH BSA Wholebuypartner (Glasfaser Nordwest, R-KOM GmbH, M-net Telekommunikations GmbH, wilhelm.tel, GLASFASER RUHR, Netcologne)

    - 2 neue FTTH BSA Vereinbarungen mit der e.discom und der Wemacom

    hat.

    Kommt auf das netz an die Telekom will eine Faser vom Kunden bis zum PoP und nicht bis zum passiven Netzverteiler.

    Aber wie stellt die Telekom sich das ganze eigentlich vor? Mietet die Telekom dann Platz im PoP des Konkurrenten?

    Warum solchen Aufwand statt einfach einen Bitstream Zugang zu mieten wie Ihn die Telekom selbst auch verkauft.

    Das lustige ist die Telekom vermietet keine Dark Fiber zum Kunden verlangt dies aber von der Konkurrenz.

    Die Telekom verlegt ein Kabel von ihrem PoP (mit ihrer aktiven Technik) in den PoP des passiven Netzbetreibers und lässt sich dort die Faser zum Kunden übergeben.

    Ich weiß nicht, ob sie dort noch optische Koppler verbaut, um weniger Fasern zum eigenen PoP zu benötigen.

    Wenn man ein GPON Netz aufbaut will man eben nicht nur die Fasern vermieten sondern die komplette Technik.

    Du spielst darauf an, dass die Telekom eine Modell mit wenigen Fasern bis zum Kunden nutzt und die Endbündelung damit schwierig ist?

    In möglichen Kooperationsgebieten könnte man das auch sicherlich ändern und mehrere Fasern parallel bis zum Endkunden bauen - analog dem Schweizer Modell, wo dann bspw. Salt auch XGS/GPON-Technik einsetzt, die Zusammenführung mehrerer Kunden auf einen Port aber erst am PoP erfolgt, ohne Splitter/Koppler am NVt/Haus.

    Die Ausrede der Telekom nur unbeschaltete Fasern zu mieten ist für mich eine gute Ausrede um keine Verträge in Fremdnetzten anzubieten, man will ja lieber überbauen statt zu helfen fremde Netze profitabel zu machen.

    Hier hängt es vermutlich eher daran wer das Netz baut: Mit Stadtwerken lässt sich einfacher eine solche Kooperation eingehen als mit anderen klassischen TK-Anbietern.

    Glasfaser zu bauen ist teuer und die neuen Anbieter brauchen zahlende Kunden, die dabei bleiben. Die sind aber in Mehrheit bei der Telekom und sehen keinen Grund zu wechseln. Wenn eine Abschaltverpflichtung käme, würde die Telekom halt dort schneller Glasfaser ausbauen (soweit das logistisch geht) ,die privaten "träumen" halt davon, dass die Telekom bei ihnen Glasfaser als "Bitstream" (und nicht als dunkle Faser oder reines Leerrohr) einkauft.


    [...]


    Telekom kauft auch "fremd" ein, sogenanntes Whole buy. Fragt mal betroffene Kunden. Würde die Telekom nicht gewaltigen Aufwand betreiben, um mit einer Sonderhotline die Probleme des Zulieferers abzufedern, wäre es noch viel schlimmer.

    Das Problem ist doch, dass die Telekom extern bei FTTH nur unbeschaltete Fasern einkauft, anderen Netzbetreibern im Gegenzug aber nur Bitstrom-Vorleistungen anbietet und nicht auch unbeschaltete Fasern. Dieses Geschäftsgebaren kann man zurecht kritisieren.