Beiträge von Meester Proper

    Telefónica verhandelt mit Vodafone über eine Zusammenarbeit beim Ausbau und Betrieb von Mobilfunknetzen in Deutschland ("Network Sharing").

    Ziel ist es, durch gemeinsame Nutzung Kosten zu senken und die Netzabdeckung im deutschen Markt zu verbessern.


    Laut Quellen befindet sich das Projekt noch in einer frühen, explorativen Phase, macht aber deutliche Fortschritte.

    Geplant ist ein „sehr ambitioniertes“ Abkommen vor allem für mittelgroße Städte.


    Sollte es einen Deal mit Vodafone geben, könnte die Übernahme von 1&1 platzen. Ein solcher könnte auch eine Chance für bessere Verhandlungsbedingungen und einen niedrigeren Kaufpreis (zuletzt etwa 5 Milliarden Euro) bedeuten.


    Quelle: http://archive.is/9Wjnn

    In dem verlinkten PDF steht, dass alle Wettbewerber zusammen 17% der mit VDSL versorgten KVz ausgebaut haben, die Telekom 83%.

    Das PDF ist vor dem erneuten/erweiterten FTTC-Ausbau mit Vectoring ab 2013, vom 10. Dezember 2012.

    Davor hat der Telekom FTTC-Ausbau hauptsächlich in 50 Städten stattgefunden.


    Der geförderte Ausbau fällt zeitlich mit dem Beginn des Glasfaserausbaus zusammen und wurde aggressiv dort priorisiert, wo vorher kein VDSL-Ausbau ohne Zuschuss der Kommunen stattfinden sollte, aber dann die FTTH-Konkurrenz auf den Plan trat. Man kann das als Versuch sehen, die Förderung zu kassieren, bevor die Gebiete durch die Glasfaser ihre Förderfähigkeit für VDSL verlieren würden, oder man kann das als Verdrängungswettbewerb betrachten. Wie man das sieht, hängt wahrscheinlich davon ab, wie nah man an diesem Geschehen dran war und die Werbeaktivitäten selbst erlebt hat.


    Leider kann man nicht sagen, wer aus der Vergangenheit nicht lernt, muss eben in Zukunft draufzahlen. Netze sind keine Individualentscheidungen.

    Der geförderte Ausbau ist zeitlich maßgeblich durch Förderprogramme von Bund und Ländern beeinflusst, nicht durch die Geschäftsstrategie von Netzbetreibern. Im übrigen kann kein geförderter Ausbau in Gebieten stattfinden, in dem es eigenwirtschaftliche Ausbauvorhaben von Unternehmen vorgesehen sind.


    Ein konkurrierender Ausbau rein mit Eigenmitteln ist dagegen natürlich möglich.

    Kann, nicht muss. Zeig mir eine Statistik, für welchen Prozentsatz der VDSL-Anschlüsse ein anderes Unternehmen als die Telekom gefördert wurde. Wenn die private Konkurrenz ihren Ausbau beendet, weil das Investitionsklima sich ändert, bekommt niemand mehr einen kostenlosen Glasfaseranschluss. Ob der Staat oder der Kunde zahlt, lasse ich dahingestellt, aber die Telekom wird kassieren, und wer nicht zahlt wird am langen Arm des Monopolisten verhungern.

    Die Wettbewerber haben teilweise flächendeckende FTTC-Netze gebaut:

    - EWE im Norden - siehe bspw. hier ab Seite 5

    - DNS:NET In Brandenburg

    - inexio im Südwesten

    - Mnet in Bayern

    - Thüringer Netkom in Thüringen

    und viele kleinere Unternehmen meist lokal.


    Zur Zeit des geförderten Telekom-FTTC-Ausbaus (2013-2018) gab es doch praktisch keinen privatwirtschaftlichen FTTH-Ausbau.

    Dieser hat doch erst am Ende dieser Periode angefangen, bzw. danach.

    Wie gesagt, dass der VDSL-Ausbau auf dem Land erst in Fahrt kam, als sich Konkurrenz zeigte, die man so mit "gut genug" ausgebremst hat und dafür gleichzeitig noch reichlich Fördergelder kassieren konnte, gerät offenbar schnell in Vergessenheit. Die Telekom hat den Kommunen gesagt, zahl zu oder wir bauen nicht, und das wird sie auch wieder tun, wenn die Konkurrenz ihre Investitionen in einem anderen finanziellen Klima beendet.

    Das ist doch Quatsch. In Förderverfahren kann sich jedes Unternehmen mit einem Angebot bewerben. Das wirtschaftlichste Gebot für die geforderte Leistungsfähigkeit gewinnt dabei. Wenn dafür VDSL(-Vectoring) reicht, dann wird es diese Technologie. Nicht nur Telekom hat in dieser Zeit auf diese Technik gesetzt, auch viele andere Unternehmen.