Beiträge von Gag Halfrunt

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    Original geschrieben von tomi78
    Keine Ahnung woran es lag, aber das passierte manchmal sogar mehrmals täglich. Die Einladung hatten alle immer dabei und trotzdem keine Ahnung das sie falsch waren. Anfänglich fand ich das noch halb so wild, aber mit der stetigen Wiederholung hat mich diese maßlose Blödheit irgendwie nur noch abgeturnt.

    Ei, ist doch logisch: Die haben nach der Adresse im Internet geguckt oder in ihr Smartphone.


    Ich hab mich auch mal auf die Adresse im Navi verlassen, als ich zu einem Konzert in einem kleinen, mir bis dahin noch nicht bekannten Club gefahren bin. Dort angekommen musste ich feststellen, dass er vor zwei Jahren schon umgezogen war.
    Die korrekte Adresse stand auch auf der Eintrittskarte. Zum Glück hab ich es noch rechtzeitig geschafft.

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    Original geschrieben von kaputer
    Das ist Wunschdenken!
    Wenn das umsetzbar wäre, würde ich sofort Pilot werden und eine entsprechende BU abschließen. Dann geh ich wg Depressionen zum Arzt, erkläre das mein Leben nicht gut läuft.... und zack ein Fall für die BU. Abstrakte Verweisung ausgeschlossen und ab gehts mit der fetten BU Rente auf die Bahamas :D

    ... hättest dann aber dennoch den 70k€-Kredit für die Ausbildungskosten an der Backe. Bin mir nicht sicher, ob die Loss-of-Licence-Versicherung dir auch schon in den frühen Jahren so viel zahlt, dass es für die Bahamas reicht. ;)


    Aber im Prinzip funktioniert das, muss ja nicht unbedingt Pilot sein. Der große Bruder einer früheren Freundin hat sich verbeamten lassen (JV-Beamter) und dann einen auf "Paragraph 8" gemacht. Er hat wohl einen Psychologen gefunden, der ihm bescheinigt, dass er seelisch die Arbeit im Knast nicht erträgt, blablabla.


    Die dumme Sau kassiert seit dem für die Frühpensionierung Kohle vom Staat und freut sich des Lebens – und gibt auch noch damit an, wie er die gelinkt hätte. Nebenbei verdient er sich noch was als Türsteher und Taxifahrer hinzu.


    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

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    Original geschrieben von stanglwirt
    Es werden auch Piloten nicht zugelassen, die keine perfekten Augen haben. Das heisst aber nicht, dass jeder mit nicht perfekten Augen auch nicht fähig ist, zu fliegen...

    1. Die Sehfähigkeit kann man messen.
    2. Eine ärztlich attestiert geheilte Vorerkrankung wird als nicht mehr relevant angesehen.
    3. Ein Pilot kann jederzeit z.B. eine Bindehautentzündung bekommen und wäre dann nicht mehr dienstfähig. Wer schützt uns davor?


    Wäre die logische Konsequenz deiner Forderung nicht, dass ein Pilot vor jedem Flug (genauso wie das Flugzeug selbst) sich einer gründlichen medizinischen Untersuchung stellen müsste?

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    Gerade weil psychische Erkrankungen nicht "messbar" sind, sollte es bereits bei kleinsten Vorkommnissen das Aus bedeuten. Der Beruf des Piloten ist eben kein "normaler" Beruf.

    Wie soll man diese "kleinsten Vorkommnisse" denn zuverlässig erkennen, wenn, wie du selbst sagst, psychische Erkrankungen nicht messbar sind?

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    Original geschrieben von Andreas Böhm
    Soll man ihnen jegliche Existenzberechtigung nehmen? Was sollen Betroffene Deiner Meinung nach dann machen? Müll im Park sammeln? Straßen fegen? An der Pforte sitzen?
    Oder sind das noch zu verantwortungsvolle Aufgaben und wir sperren Depressive am besten gleich weg?!

    Ja, viel schlimmer: Was ist, wenn die Diagnose falsch war? Oder die Depression eben ereignisbezogen war?


    Dieser hilflose Aktionismus, der jetzt herrscht, ist nicht zielführend.

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    Original geschrieben von stanglwirt
    Da gibt es angeblich so hohe Anforderungen an die Piloten und dann kann jemand mit sogar kommunizierter Suizidgefahr Pilot werden?

    Die Lufthansa hat keinen selbstmordgefährdeten Piloten eingestellt.


    Ihm wurde schließlich ärztlich attestiert, dass diese Gefahr nicht mehr besteht.


    Also wenn, dann kannst du maximal dem verantwortlichen Arzt einen Vorwurf machen, nicht aber der Lufthansa. Worauf soll man sich denn sonst verlassen, wenn nicht auf ein ärztliches Urteil?


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    Original geschrieben von stanglwirt
    IMHO werden solche Personen nie richtig "geheilt". Sie können vielleicht lernen damit umzugehen und irgendwie damit zurecht kommen (mit einer Therapie oder Medikamenten), aber als 100% geheilt gelten solche Personen meiner Meinung nach nie.

    Wir kennen die exakte Diagnose nicht. Manche depressiven Phasen werden durch externe Ereignisse ausgelöst (Tod eines Verwandten, Trennung, usw.). Ich hab mich nach einer unangenehmen Trennung auch wochenlang verschanzt und wollte nicht mehr. Ja und? Bin drüber weg und alles ist fein. Stelle ich deshalb eine Gefahr für mich und andere da?


    Man kann nicht in den Menschen hinein sehen. Das geht nicht. Du kannst nicht zweifelsfrei die Ursachen für Depressionen oder anderer psychischen Störungen ermitteln.


    Willst du jeden aus dem (Flug-)Verkehr ziehen, der im Verdacht steht, depressiv zu sein? Nach deiner Logik, dass es ja keinerlei Heilungsmöglichkeiten gibt, würde der Verdacht ja schon ausreichen, jemanden für immer aus seinem Beruf zu entfernen – ohne Chance auf Rückkehr.


    Das wäre gerade so, als würde Herr Löw einen Herrn Reus für immer aus der Nationalmannschaft ausschließen, weil er vor 15 Jahren mal einen Bänderriss hatte und deshalb in Gefahr läuft, dass das während eines wichtigen Spiels noch einmal passieren könnte. :rolleyes:

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    Original geschrieben von migolf
    Bei mir kürzlich auch der Fall. Scheint also ein Update gegeben zu haben.

    Ich hab gestern auch was verschickt. Jepp -- funktiontert.


    Statt wie früher nur zu fragen, ob man am Bonusprogramm teilnimmt, wird man gleich zu Anfang gefragt, ob man registriert sei. Karte rein, Sendung einlegen, fertig.


    Auf dem Beleg steht dann auch wieder der Name drauf. Fein.


    In der Sendungsverfolgung auf paket.de unter "Von mir verschickt" taucht es allerdings (noch) nicht auf. :mad:


    Die Sendung, die ich letzte Woche verschickt hatte, nachdem ich zuvor eine Sendung entnommen und mich daher mit mTAN angemeldet hatte, steht jedoch drin.

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    Original geschrieben von Printus
    Speziell die Lufthansa traut sich im Rahmen des berühmt-berüchtigten DLR-Tests zu, insbesondere auch charakterlich zum Konzern passende Kandidaten auszusieben. Okay, da geht es nicht speziell um die Gesundheit sondern mehr den Charakter. Aber man bildet sich eine Meinung über die Persönlichkeit des Bewerbers.

    Ich denke, dass du durchaus in der Lage bist, den Unterschied zu erkennen, ob man einen Bewerber ablehnt, oder einen fertig ausgebildeten Piloten aus seinem Beruf entfernt.

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    1. Aha, man ist im Falle von Kinderschändern also durchaus der Meinung, die psychische Situation eines Probanden von außen beurteilen zu können. Bei Piloten heißt es "geht nicht". Ja was denn nun?

    Ist das so schwer zu verstehen? Ein bereits auffällig gewordener Straftäter wird untersucht, inwieweit es gerechtfertigt ist, ihn weiterhin seiner Bürgerrechte zu berauben.


    Du forderst ein "Massenscreening" unauffälliger Personen und eine Prognose, ob diese jemals auffällig werden könnten. Das erinnert mich irgendwie an "Minority Report".


    Denn wieso sollte man das denn nur auf Piloten beschränken? Jedes Jahr werden hunderte Menschen durch von Tätern mit psychischer Disposition getötet oder verletzt. Was ist mit all denen? Die muss man doch auch beschützen.


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    2. Ich kenne keine genauen Zahlen, aber zu untersuchen wäre, bei wievielen es denn wirklich schief geht. Du hörst von den Fällen, wo es tatsächlich zu Rückfällen kam, nicht aber denen, wo nichts mehr passiert ist. Wäre mal interessant zu erfahren, welche Trefferquote hier erzielt wird.

    Es ist irrelevant, bei wie vielen es schief geht. Einer reicht, damit das Geschrei wieder groß ist.


    Was würdest du sagen, wenn die Lufthansa pro Jahr soundsoviel Piloten aus dem Dienst entfernt, aber dann irgendwann doch einer, der "durchgerutscht" ist wieder einen Anschlag verüben kann? Was dann? Zig Karrieren sinnlos zerstört und den einigen wahren Täter übersehen.


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    Neben dem aktuellen Fall weiß ich spontan von Egypt Air 990, einer 737 von Silk Air, in Afrika gab's kürzlich einen vergleichbaren Fall. Man müsste auch hier mal googlen. Es mag nicht alltäglich sein, aber es ist auch kein einzigartiger Sonderfall.

    Du hast meine Aussage nicht verstanden.
    Es gibt keine genauen Zahlen, aber pro Tag sind rund 100.000 Flugzeuge in der Luft und befördern irgendwas um die 8 Millionen Menschen.



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    Nein, damit darf man sich nicht abfinden! Das Ziel muss sein maximale Sicherheit anzustreben.

    Ich nehme an, du fährst deshalb auch kein Auto, verlässt das Haus auch nur mit Schutzhelm und schusssicherer Weste?


    Aufwachen! Es gibt keine "maximale Sicherheit". Das gesamte Leben ist ein einziges Risiko.


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    30% aller Menschen erleben im Laufe ihres Lebens eine psychische Erkrankung. Dafür darf man niemanden ächten und derjenige muss seine sozialen und beruflichen Standards halten können. Aber es ist inakzeptabel, dass andere Menschen ihr Leben dafür zur Disposition stellen sollen, dass man Verantwortlichen ganz lapidar vertraut weil man glaubt, dass es anders nicht geht.

    Nochmal: Jedes Jahr sterben allein in Deutschland mehr Menschen im Zusammenhang mit dem Suizid eines Dritten, als dort in der Maschine saßen. Vielleicht sollte man hier erst einmal anfangen.


    Ich weiß, dass die Vorstellung schwer erträglich ist, aber du verantwortest dein Leben jeden Tag an vielen Stellen anderen an. Der Busfahrer, die anderen Verkehrsteilnehmer, dem Architekten, der das Haus gebaut hat, in dem du dich aufhältst, der Elektriker, der den Lichtschalter angeschlossen hat, den du vorhin benutzt hast.


    Es gibt so unzählige Gefahren, wo überall man durch einen psychisch gestörten Menschen zu Schaden kommen könnte.


    Was du forderst, ist purer Aktionismus, der von einer unangenehmen Wahrheit ablenkt.


    Es gibt keine maximale Sicherheit.

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    Original geschrieben von handyman1981
    Unter der "Aufsicht" eines anderen Besatzungsmitglieds ist das sicher ungemein psychisch schwieriger als alleine im Führerstand.


    Der suizid gefährdete muss zudem davon ausgehen,dass sein Plan doch nicht aufgeht,anders als im Alleingang im Cockpit und dann heißt es jahrelange Psychatrie und noch mehr Verachtung,auch von der Familie.

    So sehe ich das auch.


    Einen solchen Plan wird man doch nur dann umsetzen, wenn man sich auch sicher ist, dass er gelingt. Und ein "Aufpasser" ist eben ein erhebliches Risiko, diesen Plan erfolgreich umsetzen zu können.