OK. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass DECT erheblich einfacher ist. Bei WLAN-Telefonie muss Du ausmessen bzw. die Überlappungen der WLAN-Zellen planen. Dann klappt das toll. Auch bei DECT-Multi-Cell wäre das nötig. Aber bei WLAN brauchst Du wahnsinnig viele WLAN-Zellen. Vorteil bei den WLAN-Telefonen sehe ich keinen, außer dass Du eine nachvollziehbare „offene“ Gesprächs-Verschlüsselung haben kannst (TLS mit PFS und sRTP mit AES-128). Bei DECT weißt Du halt nix.
Messenger, Fotokamera, Ansteuerung von außen als quasi Raumüberwachung usw.
Ich denke hier liegen die größten Schwächen. WLAN-Telefone sind vielleicht fünf Jahre jünger als DECT-Telefone, also etwa auf dem Stand des Jahres 2006. Kamera fehlt bei Vielen. Teilweise hast Du Barcode-Scanner. Messenger auch nur bei Einigen. Was Du machen kannst, sind VoIP-Apps auf normale Smartphones laden. Und daran scheitern ebenfalls viele Hersteller, weil dann nicht nur Android hinterher hecheln müssen (Linux Kernel), sondern auch den WLAN-Chipsatz (für Roaming) und die Audio-Schnittstellen (für Echo) erst beherrscht werden müssen. Das erfordert spezialisierte Mitarbeiter, die zu langsam sind etwas umzusetzen, was dann nicht nur veraltete Android-Telefone sondern völlig überteuerte Preise hervorbringt.
sind nicht einmal auf dem Niveau des damals aus Mailand stammenden Pirelli DP-L10 (T-Com TC300 bzw. Arcor Twintel). Jedes Nokia Mobile Phone von vor 14 Jahren haut die locker in die Ecke. Keine Ahnung, was jene drei Hersteller wollen und jetzt dieses Fanvil soll. Auch die uralten Platzhirsche
können es nicht lassen. Wie fähig die sind: Wenn Du denen ein Software-Security-Vulnerability meldest, passiert nix. Wird einfach ignoriert. Bei Beiden hatte ich mir sogar den Spaß gemacht, die Hauptzentrale aufzusuchen. Spectralink hatte nicht einmal ein abgeschlossenen Briefkasten sondern nur eine offen im Flur herumliegende Posteingangs-Schale. Mein Eindruck bei bisher Allen: Die wissen überhaupt nicht was Software oder gar Informatik ist, die Programmieren nur. Das sind Mitarbeiter aus den 70ern mit Hardware aus den 90ern, also 50 bzw. 25 Jahren zurück – je nachdem, wie man es betrachtet.