Beiträge von DUS-Tim

    Ich bin da grundsätzlich bei dir, allerdings wirkt sich eben häufig ein Streik bei der Bahn spürbarer auf das Leben der Menschen aus. Wenn ein Amazon Paket mal einen Tag später kommt, ist das üblicherweise leichter zu ertragen, als wenn der Zug einen Tag später kommt ;)


    Die Leute müssen ihre Anreise z.B. zur Arbeit organisieren - das kann mitunter in Stress, Zeitverlust und Problemen für den einen oder anderen ausarten. Das dann noch gepaart mit den (zumindest in meiner Region) seit Monaten gefühlt ständigen, mitunter erheblichen Verspätungen, Zugausfällen, defekten Heizungen (hatte ich selbst diese Woche schon zwei Mal - bei 2 Fahrten, also 100 %) - fertig ist das Feindbild.


    Dass die Lokführer wenig bis nichts für die marode Bahn können, wird da eben schnell mal ausgeblendet. Das ist nicht richtig, aber menschlich.

    Korrekt, das ist für mich ein zusätzlicher Grund auf diese wichtigen Berufe bei der Eisenbahn oder auch im ÖPNV aufmerksam zu machen. Denn wenn die Gewerkschaften hier nicht für substantiell bessere Arbeitsbedingungen streiken, kommt demnächst sowieso kein Zug und kein Bus mehr. In einer Vielzahl von Städten wurde der Busverkehr bereits erheblich eingeschränkt durch anhaltenden Personalmangel. Schichtdienst muss sich angesichts des derzeitigen Arbeitsmarktes wieder lohnen und das tut er momentan nicht. Die Arbeitnehmer stimmen mit den Füßen ab. Was ist uns der SPNV/ÖPNV als Gesellschaft also wert? Oder wollen wir wieder alle aufs Auto umsteigen und uns im Stau beklatschen?

    Das stimmt wohl. Da ich mich mit dem Tarifvertrag der Bahn nicht so auskenne würde ich gerne wissen: Welchen Tarif zahlen denn diese Unternehmen?

    Ohne jetzt die Situation dort genau zu kennen, ist es allgemein so, dass die privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen in der Regel eigene Tarifverträge mit GdL und/oder EVG haben.

    Schon jetzt müssen regelmäßig Fahrten ausfallen weil Lokführerstellen oder Stellwerke nicht im erforderlichen Rahmen besetzt werden können. Eine Arbeitszeitverkürzung würde die Situation nur weiter verschärfen. Daher kann die Bahn hier gar nicht nachgeben, und dieser GDL-Putin sollte sich langsam aber sicher mal Gedanken darüber machen, wie er aus dieser verfahrenen Situation ohne kompletten Gesichtsverlust wieder heraus kommt. Das ist meine persönliche Meinung.

    Das behauptet der Personalvorstand zumindest. Schon jetzt ist die 39 Stunden-Woche eher Theorie als Praxis. Ich habe alleine gestern eine Schichtlänge von über 13 Stunden gehabt. Die Ausfälle werden in Zukunft stark zunehmen, weil sich niemand mehr zu diesen Bedingungen für den Schichtdienst entscheidet und die DB wäre gut beraten die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das geht nur über mehr Geld und mehr Freizeit.

    AIDA hat mittlerweile Starlink und bietet Flatrate-Tarife an. Konnte es diese Woche testen und es hat erstaunlich gut funktioniert. Selbst VoWifi hat bei Vodafone (!) funktioniert vor der norwegischen Nordseeküste.

    Die Arbeitgeberseite gibt vor verhandeln zu wollen, geht aber mit keinen Worten auf die Kernforderungen der Gewerkschaft ein und hat eine Arbeitszeitverkürzung ja bereits ausgeschlossen. Scheinverhandlungen kann man sich dann auch sparen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

    Ich glaube ihr überschätzt die Mobilfunkaffinität des Durchschnittsbürgers ganz gewaltig. Das Datengeschenk ist ein netter Marketinggag und diejenigen, die vorher einen durchschnittlichen Verbrauch hatten, werden den Dezember sicherlich nicht dazu nutzen auf einmal ganze Staffeln ihrer Lieblingsserie in 4K unterwegs auf dem Smartphone zu schauen. Vielleicht sorgt es dafür, dass ein paar Kunden nicht in die Drossel rutschen, aber mehr auch nicht.

    Für wenig und unregelmäßigen Datenverbrauch kann ich wärmstens die BNE eSIM empfehlen. Da kostet das GB zwar 3,70 €, es läuft aber nicht ab und kann somit für mehrere Aufenthalte genutzt werden. Roamt bei Sunrise und Salt inkl 5G