[...]
Zum Thema Startguthaben der Prepaid-Angebote allgemein:
Dieser Marketingtrick macht Prepaid-Karten quasi gratis, weil die Zielgruppe alles geschenkt haben will (oder wirklich so arm ist, dass sie sich kein Telefon leisten kann).
[...]
Bei der gegenwärtigen Position von Prepaid im Mobilfunkmarkt kann m.E. kaum noch von "die Zielgruppe" gesprochen werden, dafür ist Prepaid inzwischen viel zu etabliert.
Warum der Aspekt des gewährten Startguthabens hier mit einer unterstellten kostenlos-Mentalität in Verbindung gebracht und in dem Kontext auch noch monetäre Armut thematisiert wird, erschließt sich mir nicht.
[...]
Was vielleicht anfangs von einem oder wenigen Prepaid-Anbietern als werbewirksames Alleinstellungsmerkmal gedacht war (ähnlich Übernahme Portierungsentgelt), haben dann aber alle Mitbewerber rasch nachgemacht.
– Trotzdem ist es legitim, wenn Provider das Startguthaben nur zum Abtelefonieren/Versurfen verschenken, solange das transparent in den AGB geregelt ist.
Hier kommen wir der Sache schon näher:
Das Startguthaben ist aus Anbietersicht die perfekte Kombination, um einerseits einen ersten Umsatz direkt am POS zu generieren und andererseits mit der entsprechenden Gegenleistung in vergleichbarer Guthabenhöhe den aufgerufenen Kaufpreis zu legitimieren. Rechnerisch kostenlos ist hier faktisch lediglich die SIM-Karte als Nutzungsvoraussetzung.
(In der Welt der Laufzeitverträge könnte dies mit der sog. Anschlussgebühr in Kombination mit einer regelmäßig angebotenen Erstattung selbiger verglichen werden.)
Dass zur jeweiligen Marketingstrategie noch ein teilweise sehr großzügig gewährter Portierungsbonus dazu gehört, was bei der Kundschaft entsprechende Anreize für den Wechsel zum platzierten Angebot auslösen möge, sollte in einem derart gesättigtem Markt wie dem Mobilfunk bei gleichzeitig großer Konkurrenz doch mehr als einleuchtend sein - vor allem in der Bubble eines Telefonforums. 
Telekommunikation und Transparenz, ein ungleiches Paar! (diplomatisch formuliert) 
[...]
Außerdem habe ich ein ganz schlechtes Gefühl dabei, dass die Kaufabwicklung über eine Klitsche läuft, die erst vor kurzem insolvent war und nach Namensänderung weitermacht.
Warum die Telekom das nicht alles selbst verwaltet, kapiere ich nicht.
[...]
Dito!
Auf der Website großartig ein Premium-Image inkl. Greenwashing pflegen und unter der Haube einen relevanten Prozess an fragliche Akteure outzusourcen - schwierig!