Beiträge von Berndson

    Die Portierung ist kostenlos, aber es gibt keine Angebote mehr, wo die Nummer auf Dauer kostenlos "geparkt" werden kann, also ohne ausgehende Gespräche keine Kosten anfallen würden. Der Regelfall ist inzwischen eine nutzungsunabhängige Grundgebühr oder ein Mindestumsatz.


    Voip2GSM bietet beides zur Auswahl und verlangt aktive Nutzung, ohne die der Vertrag gekündigt wird.


    Dus.net nimmt eine Grundgebühr für die Rufnummern. Der Account an sich ist grundgebührfrei und kann mit CLIP-Rufnummern auch ohne Rufnummerngebühr genutzt werden, aber darum geht es hier ja nicht.


    Easybell hat sich auch für eine Nummerngebühr im ansonsten grundgebührfreien Tarif entschieden, bietet aber auch Pauschaltarife an, wo die Nummer inklusive ist.


    Der vorübergehende kostenlose Parkplatz von Fonial lässt niemanden mehr rein und der Tarif mit Grundgebühr richtet sich preislich nicht an Wenignutzer.


    Sipgate hat sich aus dem Privatkundengeschäft mit Festnetznummern in vertraglicher und preislicher Hinsicht verabschiedet. Auch sonst wird das Festnetz inzwischen von Unternehmenskommunikation dominiert. Privat werden die Nummern kaum noch von neuen Kunden genutzt. Es wird langsam Zeit, dass die Unterscheidung zwischen Fest- und Mobilnummern aufgehoben wird und Festnetznummern auch mit Mobilfunktarifen und ortsunabhängig genutzt werden können.

    Was du beschrieben hast, reicht vielleicht bei einigen, bei anderen sicher nicht. Diverse Hersteller haben mehr oder weniger schlecht dokumentierte eigene Systeme, um die Akkulaufzeit ihrer Geräte etwas besser aussehen zu lassen. Es gibt z.B. auch eine Grenze, wie vielen Apps man so die Hintergrundnutzung gewähren kann, bevor sie anderen wieder entzogen wird. Auch das häufige Benachrichtigen über Anrufe und Nachrichten kann eine VoIP-App wieder in eine Auszeit schicken. Die zuverlässige Hintergrundausführung ist keine Sache davon, zwei Schalter zu finden und umzulegen. Dann wären VoIP Apps sehr viel beliebter.

    Bei Dus.net ist es so, wie du schon erklärt hast, dass man pro Account nur ein Gerät anmelden kann und bei Mehrfachanmeldungen immer nur das zuletzt angemeldete Gerät registriert ist. Du hast aber die Möglichkeit, mehrere SIP-Accounts anzulegen, um mehrere Geräte gleichzeitig nutzen zu können, die dann über die Rufverteilungsregeln angewählt werden (Parallelruf, erst eins, dann das andere, etc.). Du könntest damit auch aus der Ferne für Ordnung sorgen, indem du für die App einen neuen SIP-Account anlegst und im Webinterface die Nummernzuordnung oder Rufverteilung anpasst, vorausgesetzt du kannst dich im Webinterface anmelden.


    Die Kernproblematik bei den VoIP-Apps ist, dass viele Handynutzer sich jeden Blödsinn installieren und dann nicht in der Lage sind, den ständig an der Batterie nuckelnden Müll zu "finden" und wieder zu deinstallieren. Also versuchen die Betriebssysteme auf vielfältige Weise, Hintergrundprozesse einzuhegen. Die VoIP-Apps müssen regelmäßig im Hintergrund aktiv werden, um die Netzwerkverbindungen bei wechselnden Netzwerkumgebungen und durch NAT hindurch aufrecht zu erhalten. Das kostet natürlich Strom, also ist das genau das Verhalten, das die Handys einschränken. Leider gibt es keinen einzelnen Schalter, mit dem man dem System sagen kann "diese App ist wichtig und darf die Batterie leermachen, wie sie will". Bis man alle Mechanismen gefunden hat, mit denen Apps beendet und um ihre Berechtigungen gebracht werden, kann man graue Haare bekommen. Am Ende fliegen die wichtigen Apps dann immer noch sporadisch wegen Speichermangels raus.


    Es gibt einen offiziellen Weg um das alles herum, nämlich die Benachrichtigung der App durch das Betriebssystem: Die kostet aber Geld, wenn man das im kommerziellen Umfang nutzt. Da hält dann z.B. die Mailapp nicht die Verbindung zum Mailserver, sondern der Mailserver benachrichtigt den Netzdienst, der über das Betriebssystem des Handys die App aufweckt, die dann die Mail abruft. Es gibt einen Ansatz, dieses System durch einen offenen Standard zu ersetzen. Nennt sich UnifiedPush, aber die Apps, die das bereitstellen, leiden unter den selben Einschränkungen, die andere Hintergrundapps betreffen. Eigentlich ist es ein Fall für Wettbewerbsbehörden, dass praktisch alle Alternativen für einen so zentralen Dienst durch ständige Interferenz unbrauchbar gemacht werden.

    kostet nur unötig Geld

    Da ist er wieder, der ewige Spagat zwischen "das sind Billigheimer" und "wie die das machen ist unnötig teuer". Die Alternative wäre übrigens nicht, für jede Stelle sofort den Asphaltierer mit ein paar Eimern Material kommen zu lassen, sondern diese Stellen erstmal abzusperren, statt sie provisorisch wieder benutzbar zu machen. Careful what you wish for.

    Für ein Google Konto brauchen sie eine Sim Karte

    Eigentlich nicht, aber das ist eine Möglichkeit. Und ja, du kannst mehrere SIM-Karten auf dich aktivieren.

    Sie sollen für meine beiden Kinder sein, welche aber noch sehr klein sind.

    ...und schon ein eigenes "Smart"-phone mit Google-Account...


    Nur nebenbei: Man kann Android-Telefone, auch solche die nicht vollständig entgooglet oder gerootet sind, ohne Google-Account betreiben, und was dann wegfällt ist fast nur Werbung, Suchtkram und Abzocke.

    Ab 85% Homes Passed im Bereich des jeweiligen Kabelverzweigers: Das heißt 15% der Haushalte, die kein DSL mehr bekommen sollen, sind gar nicht schnell an Glasfaser anschließbar und vom Rest hat ein großer Teil noch keinen Hausanschluss (und wahrscheinlich keine Inhaus-Verkabelung), weil Homes Passed nur heißt, dass die Glasfaser in der Straße vor dem Haus liegt. Das Geld wird offensichtlich knapper, wenn man zu solchen Methoden greifen will. Und deshalb: Monopolnetze wenn überhaupt, dann nur mit strikter Wholesale- und Preisregulierung, und da die Glasfaser DSL ersetzen soll, würde ich auch die Preise daran orientieren.


    Den Freibrief zum Gelddrucken können sie in drei Monaten auf den Wunschzettel für den Weihnachtsmann setzen. Real wird es das nicht geben.


    Wenn die Anschlussquote nicht weit über 50% liegt, dann ist das nicht die DSL-Konkurrenz Schuld, sondern die Produktabteilungen, die Glasfaser so teuer oder langsam machen, dass die Kunden den Sinn nicht sehen. Mein Glasfaseranschluss kostet weniger als ein üblicher DSL-Anschluss und ist viel schneller. Ich käme überhaupt nicht auf die Idee, DSL vorzuziehen, aber das ist kein normal angebotener Tarif. Die lassen mit ihren Normaltarifen lieber der Konkurrenz den Umsatz, als ein paar Euro weniger pro Kunde einzunehmen. Und da kommt der Wunsch nach DSL-Abschaltung her: Man will nicht konkurrieren. Weil man auch weiterhin Preise oberhalb von DSL aufrufen will, muss die planwirtschaftende Politik ran.