Beiträge von CallMeMaybe

    Es ging in unserem Austausch nie darum, "das Web", geschweige denn den Congstar-Service "komplett per Mail" zu ersetzen.

    Im Gegenteil ist Congstar dabei, seine Self-Service-Angebote auf die App zu fokussieren, der telefonisch erreichbare Kontoserver über die 9577 läuft dann wohl bis auf Weiteres nebenher weiter, steht aber nicht im Fokus.

    Wer damit nicht einverstanden ist, kann und sollte auf andere Anbieter zurückgreifen. Ihr könnt etwas dagegen haben, es ist aber nicht zu erkennen, dass Congstar einlenken wird.

    Ich mach mal Feierabend hier.

    Man will ja auch im Postpaidbereich

    seine laufenden Kosten einsehen.....

    Postpaid heißt Postpaid, weil du erst nach Erhalt der Rechnung zahlst. Strittige Posten kannst du genau dann reklamieren. Das ist die Kostenkontrolle, die bei Postpaid-Verträgen standardmäßig vorhergesehen ist.


    Wer ein stärkeres Bedürfnis nach Kostenkontrolle hat, sollte zu einem Prepaid-Tarif oder fraenk greifen. Nicht jedes Angebot ist für einen gemacht. Jeder Mensch muss, solange man noch zurechnungsfähig ist, für sich selbst abschätzen, welchen Tarif, welchen Anbieter man sich noch zumuten kann.

    >>Wenn das per Mail kommt ist es ja quasi wie per Web

    Es gibt mehrere triftige Gründe, warum man für sowas nicht auf Mails setzt. Zum Beispiel:

    E-Mails sind standardmäßig unverschlüsselt. Und gerade seit Einführung der DSGVO sind Anbieter angehalten, datenschutztechnische "Best Practices" einzuhalten und so oft wie möglich verschlüsselte Kommunikationswege zu priorisieren.

    Deshalb musst du z.B. bei Congstar dem Versand von Rechnungen per unverschlüsselter Mail ausdrücklich zustimmen - weil du dann die Verantwortung dafür übernimmst, dass jemand in diesem Sendevorgang theoretisch Zugriff auf deine Rechnung erlangen kann. Denn es könnte möglich sein, dass dein E-Mail-Anbieter keine Transportverschlüsselung von E-Mails unterstützt - dann könnte eine unbefugte Person deine E-Mail mit der Rechnung abfangen.

    Und wer beruflich mit dem Thema "Massenversand von E-Mails" zu tun hat, weiß, was für ein Albtraum es inzwischen geworden ist, um sicherzustellen, dass die eigenen Mails überhaupt ankommen. Vom Kostenfaktor ganz zu schweigen, der durch diesen Mehraufwand entsteht. Das führt jetzt aber zu weit für dieses Forum.

    Das ist reines schönrechnen, weil du diese Beträge niemals monatlich auf der Rechnung hast.

    Und es geht am eigentlichen Kern von fraenk vorbei: Es ist ein Einfach-sorglos-Tarif. Man muss sich nur die Beiträge von heavenrider und Loopi auf der vorherigen Seite durchlesen. Wer will, muss sich absolut keinen Kopf mehr um seinen Vertrag machen. fraenk erhöht die Inklusivleistungen von sich aus und ist maximal kalkulierbar in der Nutzung.

    Man könnte argumentieren, dass fraenk for friends und die Option zu kostenpflichtigen Anrufen in die EU das fraenk-Prinzip aufgeweicht haben bzw. dass sie Menschen anziehen, die für dieses "Einfach einfach einfach"-Ding einfach nicht gemacht sind.

    Das ist okay. Ich hab mir auch letztens einen freenet-Vertrag für rechnerisch unter sechs Euro im Telekom-Netz geholt, aber das mach ich, weil mir diese Rechenspielchen sogar Spaß machen. (Wer daran interessiert ist: Die Krokofarm hilft.)

    Deshalb verstehe und akzeptiere ich aber auch, dass fraenk Leute wie mich eigentlich gar nicht ansprechen muss. Vielleicht muss sich das so manch anderer TK-Freak auch mal vergegenwärtigen.

    Kann man es nicht über ne Kurzwahl einrichten das man im postpaid Bereich oder Prepaidbereich auch noch per Mail seinen aktuellen Accountstand zugeschickt bekommt ?

    Ruf mal *100# am Congstar-Prepaidanschluss an und staune. (Für Postpaidanschlüsse erschließt sich mir der Sinn nicht. Dafür gibt es die monatliche Rechnung.)

    Du musst nie gesondert ein Opt-in beantragen, wenn der alte Vertrag ausläuft und du die Rufnummer nahtlos zum neuen Anbieter portieren lassen willst. Damit stellst du sogar sicher, dass du nie doppelt zahlst. (Wenn dir ein Portierungsdatum ein paar Tage nach Vertragsablauf genannt wird, versorgt dich der alte Anbieter bis dahin weiter.)

    Das Opt-in ist nur bei vorzeitigen Portierungen (bei denen dem alten Vertrag eine neue Rufnummer zugewiesen wird) sowie bei Prepaidanschlüssen nötig.

    Dann muss man halt entweder in den sauren Apfel beißen und die App installieren, monatlich die App öffnen, PDF-Rechnung öffnen und per E-Mail sich selber halt schicken.

    Rechnungen kann man sich übrigens inzwischen per Mail zuschicken lassen (das ist nur nicht für den Prepaid-Bereich relevant, um den es hier geht). Ich nehme an, dass man sich Einzelverbindungsnachweise weiterhin selbst herunterladen muss.

    Das nur zur Ergänzung.

    "Ponzi Scheme" ist auch der falsche Fachbegriff dafür, schließlich muss kein Kunde wieder substanziell Geld reinholen, um erstmal schwarze Zahlen zu schreiben. Niemand muss fraenk for friends nutzen, niemand erfährt deswegen einen ganz krassen Nachteil. Man bekommt immer noch einen (IMHO) anständigen Tarif zu einem anständigen Preis.

    Der richtige Marketing-Fachbegriff für fraenk for friends ist "Affiliate Marketing". Ganz am Anfang gab es sogar noch Gutschriften, das entsprach also der klassischen Definition dafür. Inzwischen gibt es zwar "nur" noch Datenvolumen, trotzdem funktioniert das Ganze noch immer nach der Affiliate-Logik.