Original geschrieben von Brainstorm
Der Punkt mit den Steuern ist so schon richtig. Wenn auch vielleicht etwas Milchmädchenhaft gerechnet. Ich denke nämlich nicht, daß man allein mit 25% Mwst. und wegfall aller übrigen Steuern den Staatshaushalt in den Griff bekommt.
Da müsste die Mwst schon viel höher steigen.
Außerdem dienen Steuern ja nur zum Teil dazu den Staat zu finanzieren. Ein anderer Punkt ist es ein bestimmtes verhalten zu fördern, oder zu bremsen.
So soll mit Alkohol und Tabaksteuern versucht werden, den Konsum dieser Produkte einzuschränken, bzw. Jugendliche (die allgemein weniger Geld haben) vom Kauf solcher Produkte abzuhalten.
Auch die Öko und Mineralölsteuer dient ja auch dazu, die Autofahrer dazu zu bringen, weniger zu fahren, und so die Umwelt zu entlasten.
Solche Steuern, die ein bestimmtes Konsumverhalten beschränken sollen (oder in Form von Steuervergünstigungen verstärken sollen), sollten auf jeden Fall bleiben.
Der andere Punkt, mit dem ich absolut nicht einverstanden bin, ist der des Bürgergeldes.
Jedem Bürger pauschal einen bestimmten Betrag zu überweisen, zu dem er sich dann wenn er will, noch etwas dazuverdienen kann, halte ich für sehr "faulheitsfördernd". Und außerdem für verdammt teuer für den Staat. Von den 25% Mwst. kann der das bestimmt nicht finanzieren.
Rechnen wir das doch einmal nach: Ein Mensch kauft ein. 25% von dem Geld, daß er ausgibt, gehen an den Staat. Davon bezahlt der Staat seine verpflichtungen, dann den Rest an seine Bürger. Auch an den, der eingekauft hat. der damit wieder einkauft.
Wenn wir einen Stapel aus zehn Münzel basteln, und diesen Stapel im Kreis unter Freunden weiterreichen, und jeder nimmt eine Münze runter, dann kann der Stapel nicht unendlich weitergereicht werden. Ich denke die Logik leuchtet ein.
Der Vorschlag stellt also einen kreislauf dar, aus dem ständig etwas entnommen wird, aber an keiner Stelle etwas dazu kommt. Und selbst wenn, dann reicht das nicht aus, um des Entnommene auszugleichen.
Daher mein Fazit: Es klingt schön, muß aber zwangsläufig scheitern.