Das kollabierte Bauteil hatte eine Zustandsbenotung von 3.4.
Gemäß "Algorithmen zur Zustandsbewertung von Ingenieurbauwerken" ergibt sich bei einer solchen Benotung das Folgende: "Der Mangel/Schaden beeinträchtigt die Standsicherheit des Bauteils und des Bauwerks. Die Abweichungen in Bauteilzustand, Baustoffqualität oder Bauteilabmessungen oder hinsichtlich der planmäßigen Beanspruchung aus der Bauwerksnutzung übersteigen die zulässigen Toleranzen. Erforderliche Nutzungseinschränkungen sind nicht vorhanden oder unwirksam. Schadensbeseitigung kurzfristig erforderlich. Nutzungseinschränkung umgehend erforderlich."
Diese Benotung erfolgte erstmals 2018 und somit vor 6 Jahren. Definiere man also im ersten Schritt die Bedeutung von "KURZFRISTIG". (Die zwischenzeitlich sanierten Bauteile wiesen übrigens bessere Benotungen auf.) Weshalb wurde nicht nach Benotung saniert? Weshalb wurde an das wie o.a. benotete Bauteil nach 2018 noch ein Rad-Gehweg angebaut?
Aktuell schiebt man alles auf die DDR und Tausalzeinwirkungen. Wer hat jemals erlebt, dass Gleiskörper mit Magnesiumchlorid enteist werden? Da labern sich Verantwortliche IMHO um Kopf und Kragen und geben sich der Lächerlichkeit Preis.
Die offenen Fragen wird hoffentlich ein Gericht aufklären. Strafanzeigen gegen Verantwortliche Personen wurden ja bereits gestellt. so dass es gewisse Handlungszwänge gibt.
Der Baubürgermeister schätzte im Interview einen Ersatzneubau auf 100 Mio €. Die 2013 eröffnete Waldschlösschenbrücke (ohne Straßenbahn) war auf 80 Mio geschätzt, kostete aber 180 Mio, wobei sogar noch viele "kleinere" Posten in anderen Haushaltspositionen versteckt wurden (Beleuchtung etc.). Der Zauberer / Soziologe im Amt verarscht somit die Leute und weiß vermutlich noch nicht einmal selbst, dass es Verarsche ist, weil er einfach nicht vom Fach ist. Mein Tipp: Inkl. Rückbau wird man bei 4 Autospuren und 2 x Straßenbahn zwischen 200 und 250 Mio rauskommen, sofern man preiswert baut und nicht noch irgendwelchen Hirnschiss (historische Vorbilder) umzusetzen versucht.