Natürlich darf man positiv bemerken das sich am Ausbau etwas tut, keine Frage.
Aber es gibt da einige Punkte, die zurecht negativ auffallen.
1.) Wie damals bei 2G und 3G, bekommt man bei 4G irgendwie den Hintern nicht richtig hoch.
-> 2G wurde erst ausgebaut als die Telekom das Roaming-Abkommen beendete. Hätte o2 sonst noch länger auf Roaming vertraut?
-> Man bedenke 3G wurde eigentlich nur durch E+ halbwegs flächendeckend eingekauft
-> Vorhandenes 4G von E+ wurde dann einfach deaktiviert, und wird heute teilweise wieder gefeiert wenn es nach Jahren ein Comeback hat
2.) Wieviel 4G wäre wirklich gekommen, wenn nicht Medienwirksam die Netzagentur mit einer Strafe gedroht hätte?
-> weil o2 nach 10 Jahren (D1 startete im August 2010 mit LTE) immernoch einen großen Teil der Versorgungsverpflichtungen nicht erfüllt hatte
-> o2 startete LTE auch erst 2012, also schon 2 Jahre verzögert zu Vodafone und Telekom
-> ein ähnliches Szenario ist auch für 5G nicht unwahrscheinlich. Man hat auch dort jetzt schon wieder einen Rückstand.
3.) Was war mit den vielen Vollmundigen Versprechungen was für ein tolles Netz man doch bis Ende 2018 hinzaubern wird? Dann für Ende 2019.
"2 Netze ist besser als 1", ein Spruch der mir als ex o2 Kunde bis heute massiv in den Ohren klingelt.
Man meinte schon 2018 man wäre auf dem Weg zum "Mobile Customer & Digital Champion"
Das davon ein großer Teil natürlich übliches Marketing blabla ist, ist ganz klar, aber man muss sich auch bisschen daran messen lassen.
4.) Im wichtigen Discount-Segment (ja, Penny, Lidl, ALDI,.. ) ist kein Preisunterschied mehr vorhanden, womit will man also Kunden ins o2 Netz locken?
Wie gesagt, nicht falsch verstehen, aber in der Historie von o2 ist halt wirklich oft zu sehen, das vollmundigen Versprechen
meist wenig folgt, und da ist es nur verständlich das das mal kritisiert wird.
Und ob man sich 2020 über einen erstmals stattfindenden 4G-Ausbau freuen sollte, wo die nächste Technologie schon am Start ist?
Eigentlich müsste man viel eher sagen, wieso erst jetzt?