Heute abend mal was Neues: ich wollte von meinen Eltern mit dem Zug nach Hause fahren, der kleine Bahnhof ist „ebenerdig“, die Bahnsteige jeweils außen. Um die Seite zu wechseln, geht man über den nebenstehenden Bahnübergang.
Der Zug hatte insgesamt 20min Verspätung, auch wenn die Fahrplananzeige das wegen der Bahnbaustelle in der Nähe nicht korrekt anzeigte. Es gab keine Anzeigen am Gleis über Verspätungen oder sonstwas. Irgendwann stellte sich ein Baustellenzug (in die andere Richtung) auf ein Güterzug-Zwischengleis. Kurz danach kam mein Zug. Aber im Gegengleis! Der hielt dann auch auf der anderen Seite. Aber wie zur Hölle hätte ich dann auf die andere Seite kommen sollen? Der Bahnübergang ist geschlossen, bis der Zug durch ist (das wäre noch mit Rennen gegangen), aber da der Baustellenzug dann seinerseits auch gleich losfuhr, kam man nicht mehr rüber, weder legal noch illegal.
Die Verspätung ist ok. Meinetwegen auch ohne Planung und Ankündigung – es war halt ne Baustelle auf der Strecke. Aber dass man die Fahrgäste so null informiert, dass ihr Zug auf der anderen Seite halten wird und man – wenn er in Sicht kommt – null Möglichkeiten mehr hat das Gleis zu wechseln, dass ist eine Unverfrorenheit. Und ich hatte mehr als genug Zeit davor. Man hätte es nur mal irgendwo hinschreiben oder anzeigen sollen.
Sowas ist bislang noch nie vorgekommen, ich fahre seit Jahrzehnten mit der Bahn. Aber hätte ich so auch nie erwartet. Gleiswechsel werden immer angekündigt. Bin not amused.