Beiträge von Tayku

    Wie jetzt - für dich ist es mehr Aufwand als Netzbetreiber zu deinen, sagen wir mal, 10.000 Mobilfunksendern zu spazieren und die Technik zu aktualisieren sowie in deinen Technikzentralen und ggfs. die Verbindung von der Zentrale zu den Mobilfunksendern als viele Millionen Haushalte mit einer neuen Strippe zu versorgen?

    Das Kabelnetz liegt schon. Hier wurde ohne Neuverlegung (oder nur bis zu wenigen Verteilern) über die Jahre doch auch immer mehr Bandbreite rausgekitzelt mit neuen Kodierungsverfahren. Bei Glasfaser wird es noch besser laufen: was jetzt verlegt wird, kann über Jahrzehnte in der Geschwindigkeit erhöht werden. 10 GBit/s, 25, 100, ein Terabit irgendwann. Aber da streikt vorher die Technik am Endbenutzer …


    Im Mobilfunknetz geht das nicht so einfach. Jede Verbesserung benötigt neue Hardware beim Kunden. Jeder neue Standard mit 5G, 6G … erreicht zwar moderate Erhöhungen, aber dann jeweils eben die 10000 Antennen, die Hardware bei Kunden, und es geht eben nicht einfach so, wie beschrieben, „auf Knopfdruck“. (Statista sagt, 88k 4G-Antennen und über 50k 5G-Antennen, Tendenz steigend – die Werte kann man zwar durch 3,05 teilen, ist aber trotzdem ne Menge.)


    Ich bin mehr für kabelgebunde Verbindungen. Ausfallsicher, stabil, und man hat nicht tageszeitabhängig mit zuvielen Leuten in einer Funkzelle zu kämpfen.

    Was die Discounter machen, obliegt aber doch den Discountern? Ich schätze mal, die kriegen von Vodafone alle intern eine Kostenübersicht und können damit dann versuchen, Tarife zu basteln. Oder machen die jeweils eigene Konditionen mit dem Netzbetreiber aus? Rossmann verkauft einfach eine Teilmenge der otelo-Angebote, Lidl wiederum hat immer was eigenes, und Fyve ist … *hust*.

    Fyve ist verstaubt,auch jemand der nur einen 9 Cent Tarif will wird einec jahrelang nicht mehr upgedatet Marke nicht wollen.

    Naja es war im Kontext „brauche kein Internet“ aufgeführt. Wenn man das nicht braucht, dann ist Fyve genauso gut wie alle anderen Tarife: 9ct. Ich hab das für meinen Vater 2012 geholt, und das reicht ihm. Er braucht wirklich nur so ein paar Telefonate und SMS im Monat, und erreichbar sein.

    Ich kann Pausen machen, ohne kündigen zu müssen.

    Ich muss keine Genehmigung zum Bankeinzug erteilen.

    Ich kann mehrere Karten halten, die ich nur gelegentlich nutze.

    Nirgendwo sonst sind Tarifwechsel so einfach.

    Das mit den Pausen hat SIMon mobile sogar übernommen, guter Punkt.

    Tarifwechsel sind einfach, das stimmt. Hab ich letzten Sommer auch genutzt. Ich hoffe mal, dass das mit Tarifoptionen bei otelo (postpaid) auch klappt.


    Sehe gerade, die Optionen „Internet Flat M/L“ sind witzlos, weil man für weniger Geld mehr mit den Smarttarifen bekommt. Und ne Flatrate dazu. Gleiches hat mich aber bei Lidl Connect auch immer gewundert … vielleicht setzen die auf Leute, die zu blöd zum Preisevergleichen sind.

    Was ist es denn, das an (ordentlichen) Prepaid-Tarifmodellen so attraktiv ist?


    Wenn ich sowieso irgendeinen festen Betrag im Monat für mein gewünschtes Datenvolumen ausgebe, wo ist dann noch der nennenswerte Unterschied zu einem rechnungsbasierten Modell? Schneller Wechsel von Tarifmodellen? Gibt es, z.B. SIMon Mobile. Hat auch keine längere Vertragslaufzeit.


    Tarife mit möglichst geringen Kosten? Gibt es, z.B. simyo oder die Drillisch-Marken.


    Was ich dagegen bei Lidl Connect vermisst hatte, war tatsächlich die Inflexibiltät, vom Datenvolumen abgesehen. Beispiel: ich musste in die Schweiz reisen, aber gab es irgendwelche Optionen dazu (für Daten/Telefonie)? Nö. In vielen Vertragstarifen hätte ich die als Zusatzoption gehabt. Vielleicht nicht das günstigste, aber dafür unkompliziert. Klar, es gibt es auch bei Prepaid, bspw. Magentamobil oder tatsächlich auch bei Callya. Aber nicht bei otelo oder simon (oder gar Fyve), wenn wir nur das Vodafone-Netz betrachten.

    Das ist manchmal aber willkürlich gewählt: mit Congstar Prepaid kann ich auch in der Schweiz mein Datenvolumen nutzen. Mit Congstar Postpaid kann ich das nicht und habe nicht einmal eine Tarifoption für Schweiz (tatsächlich Kosten von 50€ pro GB). Ist halt zielgruppenorientiert. Nimmst du fraenk, selbe Firma, ist wieder alles mit drin und sogar günstiger als Congstar Postpaid.


    Die Telekom hat ja eigentlich auch nur eine Trennung von Prepaid/Postpaid, um zwischen den Zahlungsniveaus zu unterscheiden. Postpaid beginnt ab 30€ im Monat, Prepaid hat Preispunkte von 5–20€ (also faktisch höher wegen Vierwochenrhythmus). Da es hier aber ja auch kein Grundgebührfreies Modell mehr gibt, ist das lediglich eine psychologische Unterscheidung. Ein rechnungsbasiertes Modell, monatlich kündbar, wäre dasgleiche in grün. Siehe Drillisch.



    Meine Meinung ist: die Grenzen verwischen heutzutage, da es schon lange nicht mehr um das Nutzungsverhalten „nach Bedarf“ geht: mal telefoniert man, mal nicht. Internetzugriff ist nicht mehr nach Bedarf (das war mal, das war sackteuer), sondern einfach ein festes Kontingent zum Verbrauchen. Deswegen zahlt man in den allermeisten Fällen auch hier regelmäßig, und dann gibt’s nicht mehr wirklich den Unterschied, ob man ein guthaben- oder rechnungsbasiertes Tarifmodell wählt. Man muss sich lediglich das Tarifmodell suchen, das die Anforderungen erfüllt.


    Und wenn man das alles nicht braucht? Also kein Internet? Genau dann gibt’s doch noch z.B. Fyve oder Callya: 9ct pro Minute und SMS. Braucht man regelmäßig mehr, ist man ja schon wieder bei Paketen / Flatrates mit monatlichen festen Kosten.


    Ich prophezeihe, dass bei otelo Prepaid, Rossmann mobil und fyve nichts mehr passieren wird.

    Die Marken sind tot.


    Vodafone wird bei Prepaid nur noch auf Lidl Connect und CallYa setzen.

    Nunja, totgelaufene Marken muss man nicht wiederbeleben, das kann sogar teurer werden als neue Marken zu etablieren, weil man gegen ein negatives Meinungsbild angehen muss. Eine neue Marke startet dagegen neutral.

    E-Plus hatte damals ein Business-People-Image, teuer, inflexibel, usw. Sie haben dann einfach BASE gestartet und auf der grünen Wiese begonnen. Das war dann so erfolgreich, dass die Grundmarke ein paar Jahre später ganz eingestampft wurde. Es gab kein E-Plus mehr, das war nur noch das Netz an sich. Und es hat funktioniert. Vielleicht auch, weil BASE nicht mit dem eher schlechteren E-Plus-Netz in Verbindung gebracht wurde.


    Vodafone pflegt immerhin Callya, und das ist ja auch der richtige Weg, das ist ihre Marke. Lidl Connect will ihren 5€-Preispunkt nicht anpassen – da ist Callya selbst sogar besser, weil ganze Flatrate. Und es kostet ja auch Geld, mehrere Marken zu pflegen. Selbst Drillisch lässt die regelmäßig auslaufen und aktualisiert aktuell nur drei ihrer Dutzend Marken.


    Lidl, Rossmann und Fyve sind Branding-Angebote, keine Marken des Netzbetreibers. Wenn diese Firmen da keine neuen Kunden erreichen wollen, müssen sie nicht. Otelo dagegen als Vodafone-Tochter sollte aber schon zusehen, den Markt nicht gänzlich zu verlieren. Ich finde die Marke sympathisch, und hier wäre sicherlich noch was zu holen, zumindest im Prepaid-Bereich. Ich finde die Tarifmodelle da aber auch sehr unübersichtlich (auch, weil ich gerade so einen otelo-Baukasten-Tarif habe, der von Wiederverkäufern wie Logitel spezifisch konfiguriert werden kann). Heißt also, es wird was dran geschraubt, aber so halbgar, und das alte Zeugs bleibt auch noch da … schwierig. Und dann gibt’s mit SIMon noch Konkurrenz im eigenen Haus (für postpaid, aber halt dieselben Preispunkte).

    Ich wollte nur auf die eigentliche Wortbedeutung hinaus, und dass otelo jetzt auch in postpaid-Verträgen vorher abrechnet.

    Normalerweise bekommt man bei postpaid eben am Ende des Monats die Rechnung für den vergangenen Monat. Das macht otelo jetzt halt schon irgendwie willkürlich. Und das ist dann auch nicht mehr weit von echten Prepaid-Verträgen weg.


    Ich hab lange Jahre Prepaid-Verträge genutzt und sehe auch die Vorteile. Aber naja, im Vergleich zu früher (vor ~2008, 2009) haben die allermeisten Leute nun wirklich irgendeinen fixen Tarif fürs Internet aktiv. Da macht es kaum noch einen Unterschied ob der Tarif nun guthaben- oder rechnungsbasiert ist. Man zahlt eh xx Euro im Monat. Und hier gehen mir die Prepaid-Tarife auf den Keks, weil die nicht monatlich, sondern im Vierwochen-Rhythmus abrechnen. (In Italien hat der Staat dem ja schnell einen Riegel vorgeschoben. In Deutschland wird sowas dann merkwürdigerweise unreguliert gelassen.) Da verschiebt sich immer alles, das hatte ich gerade neulich hier gelesen, wie doof das für einige sein kann. Und auch ich fand das blöd, weil ich in meinem Samsung die Datenvolumengrenze nur monatlich setzen kann und dann immer korrigieren muss.


    Drillisch / 1&1 haben jetzt bspw. gar keine Prepaidtarife, dafür auch sehr kostengünstige (bis zu 3 Euro runter) Verträge, die man jeden Monat auch einfach wieder kündigen kann. Die haben eingesehen, dass die Grenzen verschwimmen und machen es einfach nicht kompliziert. („Weil einfach einfach einfach ist.“ ;))

    Fun Fact: otelo „postpaid“ ist inzwischen auch Prepaid, nur mit monatlicher Abbuchung. Auf der Rechnung vom April stehen nämlich die Grundgebühren für Mai (daher prepaid) und dazu die Gebühren für April von allem, was nicht in der Flatrate enthalten war.

    Sieht halt kacke aus, weil du dann theoretisch die Kosten desselben Monats in zwei Rechnungen verteilt hast. Und reines postpaid ist es ja auch nicht mehr.

    Ja, bin ganz deiner Meinung, was den Punkt „Vertragsmodalitäten vor dem Abschluss“ angeht. In der Hinsicht ist Handyhelden nicht transparent. Wie gesagt, es steht ein Passus vor dem Vertragsabschluss, aber das wirkt nicht wie ein offizielles Dokument. Es ist auch nicht ersichtlich, wie geregelt wird, dass man nicht 40€ sondern nur 12 zahlt (und wie lange das gilt). Deswegen kann ich eigentlich nur von sowas abraten.


    Die 39,99 sind schon eine klare Aussage, nämlich das ist der reguläre (und höchste) Betrag, der von Klarmobil berechnet wird. Wie man von 40 auf 12 Euro kommt – das ist unklar.


    Drillisch ist da schon deutlich besser. Die haben viel dazugelernt und gehen sehr transparent und verständlich mit all ihren Tarifangaben um. Da kann man eigentlich nicht „reinfallen“, denn alle vermeintlichen Fallen sind keine, sondern werden vorher offen kommuniziert. Das finde ich wirklich gelungen.

    Auf anderen Suchseiten stehen auch jeweils unterschiedliche Informationen. Tariffuxx nennt bspw. 19,99 nach 2 Jahren, auf Handyhase steht tatsächlich sogar 39,99 – jeweils auf den monatlich kündbaren Tarif von Handyhelden bezogen. Warum ist das so?


    Nun zum einen schließt du einen Vertrag mit Klarmobil. Das Produktinformationsblatt (PIB, sehr detailliert übrigens, der einzige Provider, der hier die komplette Preisliste inkludiert) listet auch klar auf, dass du 39,99 Euro pro Monat von Beginn an zahlst. Wie kommt man dann auf 11,99? Ziemlich sicher wird Handyhelden einen Rabatt gewährleisten. Allerdings steht das (a) nirgends explizit erwähnt und (b) dann auch nicht, wielange dieser Rabatt gewährt wird. Die einzige Information, die ich sehe, ist ein Freitext bei der Auswahl des Vertrags:

    Zitat

    Was passiert nach Ablauf Deines Vertrags?

    Solange Du nicht kündigst, zahlst Du weiterhin 11,99 € pro Monat für Deinen Vertrag. Eine längere Laufzeit ist allerdings oftmals vorteilhafter.


    Ich gehe davon aus, dass du spätestens mit Abschluss des Tarifs eine handfeste schriftliche Information bekommst, und dort wird dann drinstehen, wielange der Rabatt läuft. Kann ja auch endlos sein. Aber die Preisvergleichsseiten haben das nicht unbedingt so auf dem Schirm. Die Tarife werden ja (nehme ich an?) manuell eingetragen, und dann kommt das drauf an, wie sehr derjenige dann durchsteigt.


    (Ich habe einen ähnlichen Tarif bei Logitel für meinen otelo-Vertrag gewählt. Hier steht aber klar im PIB, dass mein Grundpreis 19,99 beträgt und ich 15 Euro monatlich Rabatt bekomme. Also das steht direkt von otelo da so drin, und auch kein Enddatum für die Rabattzahlung. Daher bin ich rechtlich auf der sicheren Seite.)

    Aber die 49,99 Ap sind halt etwas happig

    Ach verflixt, immer dieses Kleingedruckte mit dem Sternchen (oder heutzutage ein freundliches „i“) … aber prinzipiell trotzdem ok, sind dann erstmal 2€ mehr im Monat, und nach zwei Jahren bleibt der Preis so günstig. Bei Angeboten mit der Telekom gibt es einen dicken Batzen Provisionsauszahlung, aber da wird es nach zwei Jahren 48€ teuer. Muss ich mir noch überlegen – der Knackpunkt sind eh die fünf oder sechs Rufnummern, die mitgenommen werden müssen (Anschluss meiner Eltern und … Gründe).