Beiträge von xrw

    Den Mobilfunkbericht hab ich per IFG flott (1 Woche) gekriegt. Ist noch die Version von 2025. Nachdem sie die Daten offenbar bloß noch halbjährlich erheben und bisher das Ende des 1. Quartals verwendet haben, wird der für 2026 vermutlich erst Ende Oktober oder im November rauskommen. Netzbetreiberspezifische Angaben zur bisherigen Erfüllung der Versorgungsauflagen betrachten sie weiter als Geschäftsgeheimnisse (ohne nähere Begründung) und sind geschwärzt. Diesmal haben sie aber zumindest nicht das ganze Kapitel rausgenommen. Den Indizien nach haben sie die geschwärzte Version von vornherein produziert gehabt. IFG-Anfrage mit den erhaltenen Dokumenten ist hier: https://fragdenstaat.de/anfrag…gemaess-ss-103-abs-5-tkg/


    Zu den Versorgungsauflagen hab ich die Pegeltabelle angefragt. Das PDF dazu haben sie offenbar erst frisch für mich produziert. Laut Überschrift bezieht sie sich nur auf LTE, aber die Versorgungsauflagen müssten technologieneutral sein. Der wesentliche Teil ist bei 20 MHz »belegter Bandbreite der Aussendung« wie folgt (Pegel in 3 Metern Höhe):


    Mbit/s RSRP-Pegel
    10 -126
    15 -124
    20 -123
    25 -121
    30 -120
    35 -119
    40 -118
    50 -115
    60 -112
    70 -110
    80 -108
    90 -107
    100 -104


    Im Prinzip scheint das frequenzunabhängig und proportional zur Bandbreite zu sein. Halbe Bandbreite ergibt also bei gleichem Pegel halbe Datenrate. Wenn der Pegel bei verschiedenen Frequenzen und/oder von verschiedenen Zellen unterschiedlich ist, müsste man die jeweiligen Datenraten addieren. In der Summe muss dann mindestens 50 Mbit/s (Fläche, nachrangiges Verkehrsnetz) bzw. 100 Mbit/s (Haushalte, Hauptverkehrsnetz) rauskommen, damit eine Gitterzelle als versorgt gilt. Bei den 50% Haushalten bis Ende 2030 für 1&1 seh ich in den FAQ inzwischen auch 100 Mbit/s, obwohl da zumindest die ursprüngliche Entscheidung der BNetzA keinen konkreten Wert explizit benennt.


    Unklar ist mir vorallem noch, ob man dazu die Datenraten sämtlicher vorhandener Bandbreite addieren kann (und bei mehreren empfangbaren Zellen womöglich noch mehrfach, wobei mir das bezüglich gegenseitiger Störung eh unklar ist) oder ob das für einen einzelnen Empfänger auch technisch aggregierbar sein muss. Und halt die Frage, ob das auch alles für 5G und bei 3.6 GHz gilt.


    Für eine genauere Klärung müsste da sonstwer informell bei der BNetzA anfragen. Das ist jenseits einer IFG-Anfrage, und ich werd da bis auf Weiteres nichts mehr tun. Im November frag ich vielleicht noch nach dem Bericht für 2026.


    Den ungeschwärzten Bericht von 2022 gibts hier: https://mdb.anke.domscheit-ber…m-%C2%A7103-Abs-5-S-1.pdf

    Webseite dazu hier: https://mdb.anke.domscheit-ber…igitalausschuss-22-06-22/

    Bei mehr als einer Karte 'auf dem Parkplatz' pro Nutzer würde ich auch so argumentieren…


    Dann sollen sie halt was dafür verlangen. 1–5 Cent pro Tag für die Erreichbarkeit wär doch nicht übertrieben, wenn sie dafür realistischere Minuten/SMS-Preise verlangen würden und/oder Schmalbanddaten dabei wären. Bei 3 Cent kämen sie automatisch auf die 15 €, die sie für die maximale reguläre Lebensdauer gern hätten. Wenn sie nichts verlangen, um vielleicht irgendwann doch noch kräftig was abgreifen zu können, hab ich da auch kein Mitleid.

    Das ist die ganz normale EU-Fair-Use-Policy, wie man sie z.B. auch in der Preisliste von Aldi Talk auf Deutsch nachlesen kann. Falls sie mit 15 Tagen wirklich 15 Tage meinen, wär das 1 mehr als das Minimum. Beendet werden muss nach folgender Regel:

    Zitat

    Der Roaminganbieter beendet die Erhebung des Aufschlags, sobald das Nutzungsverhalten des Kunden aufgrund der in Artikel 4 Absatz 4 genannten objektiven Indikatoren kein Risiko einer missbräuchlichen oder zweckwidrigen Nutzung regulierter Endkundenroamingdienste mehr erkennen lässt.

    Also nach der 4-Monats-Regel wohl dann, wenn in den letzten 4 Monaten entweder mehr als die Hälfte des Verbrauchs (Volumen, Telefonate) im Staat des Anbieters war oder von den eingebuchten Tagen mehr als die Hälfte (auch) dort war.


    Relevanter ist aber, dass sie jederzeit einen Nachweis für stabile Bindungen verlangen können, sofern das in den AGB steht (und das wird es dann höchstwahrscheinlich). Also Meldebescheinigung, Arbeitsvertrag oder dergleichen. Die 4 Monate sind praktisch bloß eine Absicherung, wenn trotzdem die Auslandsnutzung langfristig überwiegt.


    Die derzeit 1.10 € netto, die sie für Roaming jenseits von Fair Use verlangen dürfen (sofern sie es nicht ganz sperren), sind genau das regulierte Maximum für den Großhandelspreis. Soweit nicht Abkommen überwiegend auf Gegenseitigkeit existieren, wird das wahrscheinlich auch so ähnlich verlangt. Die Kalkulation beim Datenvolumen basiert fast immer darauf, dass das real nur zu einem Bruchteil ausgenutzt wird. Für unbeschränkt haltbares Volumen auf Roaming-eSIMs zahlt man entsprechend mehr.

    Wobei man sich z.B. bei Lidl Connect noch 3 Monate auch ohne SIM und App problemlos einloggen kann und dort unaufgefordert die Portierungsinformationen präsentiert bekommt. Wenn die Karte bloß deaktiviert und noch nicht gekündigt ist, dann auch länger.

    Vor ein paar Monaten hat glaub ich wer ermittelt, dass das SMS-Interface zwischenzeitlich komplett abgeschaltet worden ist.


    Die Penny-mobil-App hat mich inzwischen völlig ausgesperrt. Ohne SMS empfangen zu können, geht garnichts mehr. Und das nach Schließen der App sofort alles von vorn inklusiv alle Datenschutzeinstellungen neu setzen. Auf meinem alten Smartfon hat die App eh schon vor langer Zeit jegliche sinnvolle Funktion eingestellt. Soweit möglich sollte man da für jeden Dreck den Kundenservice bemühn.

    Was soll das denn sein? Selbst Lyca scheint die ganz billigen Angebote inzwischen gestrichen zu haben und liegt damit oberhalb von Lebara. Die sind zwar auch teurer geworden, aber im Bereich oberhalb von 5 GB pro Monat gibts glaub ich sonst bloß noch GMX FreePhone kaum billiger fürs halbe Volumen, abgesehn von gelegentlichen Aktionen. Gerade im Telefonica-Netz sind billige Tarife im Normalbereich eh rar.

    Die von der Bundesnetzagentur gemeldeten 3% Flächenabdeckung in 4G reichen laut 1&1 Geschäftsbericht für 34% Haushaltsabdeckung aus.

    Wobei sich Letzteres halt auf die Versorgungsauflage beziehn wird. Im Mobilfunk-Monitoring ist die Haushaltsabdeckung geringer. Von einer optimalen Verteilung bezüglich maximaler nomineller Abdeckung sind die Standorte weit entfernt.


    Der 5G Layer der Karte ist viel näher an der realen 4G Abdeckung.

    Bei LTE haben sie die nominelle Reichweite der Sender teils ziemlich deutlich erhöht (insbesondere bezüglich dieser obskuren quadratischen Kappung), was vermutlich auch mit Band 1 zusammenhängt. Darauf geht wohl der größere Teil vom Zuwachs zurück. Bei 5G, das zum Jahreswechsel noch mehr als LTE war, haben sie dagegen die Ränder eher noch leicht gestutzt, insbesondere wohl auch auf engere Quadrate.

    Für die Abdeckung von 50 % der Bevölkerung an ihrem Wohnort genügen im Idealfall etwa 3 % Flächenabdeckung [1].


    Ich bin weiter vorn im Thread mit den Daten im 1km-Gitter auf 9210 km² (gut 2½ %) gekommen (wenn ganze Gitterzellen). Maßgeblich sind die Haushalte, für die es auch Zensusdaten gibt und wo deutlich weniger reichen als mit Bevölkerung als Bezug (Haushalte sind in dicht besiedeltem Gebiet meist kleiner). Die BNetzA rechnet allerdings mit kommerziellen Haushaltsdaten, die offenbar ziemlich stark davon abweichen. RE: Der 1&1 Netzausbau Thread


    Ich hab vor, das aktuelle Mobilfunk-Monitoring noch in Haushalte umzurechnen, was die BNetzA nicht freiwillig veröffentlichen will. Ist bloß etwas komplexer, weil die BNetzA UTM32 statt LAEA als Projektion verwendet.

    Wenn bei Congstar ein Prepaidtarif zum Zeitpunkt X untertags (also nicht um 0:00) aktiviert wird, erfolgt dann der nächste Guthabenabzug genau um X + 28 Tage, also auch wieder untertags?


    Kann nicht sicher sagen, wie bei Verlängerung was wann gebucht worden ist, aber es ist wohl Mitternacht, obwohl Tarifwechsel bei Congstar nicht mitternachts sind. Generell gehn bei Telekom und Vodafone die Grundtarife (im Gegensatz zu Datenpässen u.Ä.) nach Kalendertagen und nur bei Telefonica sekundengenau.


    Dafür gibts aber bei Congstar teilweise diesen obskuren 29. Tag bloß für die Restdaten. Weiß nicht, ob auch bei Verlängerung noch Daten aus dem vorigen Abrechnungszeitraum verwendet werden; aufgefallen ist mir da nichts.