Beiträge von xrw

    Interessante Frage. Die Rechnung ergibt relativ eindeutig knapp 42.8 GB bezogen auf den Preis für das maximale bzw. (gedrosselte) unbegrenzte Volumen (der davon allerdings nicht automatisch fällig würde). Der Tarif fällt mangels festem Preis aber wohl überhaupt nicht unter die Regelung. Das sollte eine Fair-Use-Regelung nicht ausschließen, aber es gäbe dann keine konkreten Vorgaben dafür.


    Wobei eine Begrenzung eh vertraglich vereinbart sein müsste; reguliert ist nur das Minimum dafür. In der Preisliste steht zwar was von möglichen Aufschlägen, aber ohne irgendwas Konkretes. Im Produktinformationsblatt steht ausdrücklich, dass die Preise auch im EU-Roaming gelten. Sie haben auch einen ziemlich vorbildlichen Roamingrechner, der »ganz ohne Aufpreis« sagt: https://naked.net/de/de/roaming/


    Ist im Schnitt eigentlich auch teuer genug, dass das drin sein sollte, und kündigen können sie bei Übertreibung auch recht schnell. Übrigens schreiben sie durchgängig »Marsch« für »März«, obwohl das sprachlich eigentlich alles ziemlich am oberen Ende des Üblichen ist.

    Postpaid bezieht sich an sich nur auf die Möglichkeit einer Nachzahlung. Bei Postpaid-Stromtarifen wird in der Regel selbst für verbrauchsabhängige Kosten teilweise Vorauszahlung verlangt. Bei 1&1 war die Rechnung für verbrauchsunabhängige Kosten auch im Voraus (dort Vertragsmonate und nicht Kalendermonate). Paradoxerweise ist das glaub ich nur bei Simply mit den Pseudo-Prepaid-Tarifen anders.


    Bei Otelo hat es wohl auch den Grund, dass sie ohne Aktivierungsgebühr und mit teils hohem Wechselbonus nicht 8 Monate oder so warten wollen, bis sie mal eine erfolgreiche Abbuchung sehn.

    Im Mobilfunk gibts mindestens die Hürde, dass sich der Kunde selber um die Portierung kümmern muss. Das tut er nicht dafür, dass er danach für weniger Leistung mehr bezahlen darf und sich dafür in der Banking-App anschaun kann, wann sein Volumen aus ist. Bei hinreichend großem Massengeschäft wirds halt auch noch welche geben, die sich damit tatsächlich verbessern.


    Was die Telekom an Zusammenarbeit gerade mit Kleinstfirmen hat, ist eigentlich unglaublich. Mit den Großen legen sie sich doch eher an, jedenfalls im Vergleich zur Konkurrenz.

    Dieser Bankenfunk ist doch reiner Nepp. Und es gibt doch heute kaum noch wen, der spontan grad einen Standard-Mobilfunkvertrag braucht und für etwas mehr Bequemlichkeit (als bei sonstigem Neuvertrag) den doppelten Marktpreis hinblättert. Irgendwo muss da auch ein Mehrwert sein, und das sind hauptsächlich Nischen. Große Ausnahme ist halt Ausland jenseits der EU (und bei Telefonie auch EU). Der Rest muss preislich zumindest mit dem mithalten, was der größte Teil der Zielgruppe eh schon hat. Zu vereinfachen gibts da für die meisten Leute nicht mehr viel, und die Wechselbereitschaft ist generell gering.

    Simsalasim schaut mir eh eher wie eine Fusion aus Roaming-eSIM und Sipgate o.Ä. aus. Die Konkurrenz wär dann primär auf der Systemebene, und von einem Netzbetreiber muss das überhaupt nicht abhängig sein. Halte es durchaus für möglich, dass das die Zukunft ist und sich die Rolle der Netzbetreiber grundlegend wandelt.

    Ist jetzt noch kein Jahr her, dass die Telekom ihr Telco-as-a-Service-Projekt angekündigt hat, nachdem zuvor Telco-as-a-Platform gelaufen ist. Denen fehlt es wohl eher an Kunden, weil MVNOs wie Lebara oder Spusu lieber selber so viel Wertschöpfung wie möglich machen, anstatt der Telekom die entsprechenden Margen zu lassen. Zum Teil scheint es aber auch auf den internen Einsatz in Unternehmen zu zielen.

    Ich würd aber eher vermuten, dass das Gegenteil der Fall ist. 70 € Aufladung macht man nicht mehr so leicht ohne Überlegung. Und es wird dann jederzeit kündbar mit Rückzahlungsanspruch. Das tun sie zwar offenbar nicht ohne Weiteres (bei Telekom original), aber an sich wissen die das ziemlich sicher ganz genau. 30 € sitzen wohl noch locker genug. Das Experiment mit dem größeren Halbjahrestarif zu 60 € (steht bis heute in der Preisliste) haben sie ja wohl auch schnell wieder aufgegeben.


    Die Geschichte bei der Konkurrenz spricht auch dafür, dass aktionsweiser Verkauf eher im Interesse der Händler war. Man weiß da halt nicht so genau, wer da an wen für was wie viel zahlt. Bei Verkauf im Laden kassieren sie sicher kräftig Provisionen; wie das online läuft, ist weniger sicher. Allerdings ist der Umgang der Telekom mit ihren eigenen Jahrestarifen schon eine sehr seltsame Sache.

    Sparsim ist übrigens schon wieder bei effektiv 4.91 € für 35 GB bei Portierung und mit Cashback bei potenziell bis 4.28 € (sollte man sich wohl nicht drauf verlassen). Nominell aber weiter 6.99 €.

    Normalerweise kommunizieren die beiden Anbieter nur über eine definierte Softwareschnittstelle miteinander. Der aufnehmende schickt eine Portierungsanfrage mit den Daten, die in der Regel direkt aus den Angaben des Kunden kommen. Der abgebende beantwortet das automatisiert entweder mit einem Portierungstermin oder mit einem Fehlercode, in dem Fall wohl 0400 (Rahmenbedingungen nicht erfüllt) oder 0401 (fehlendes Opt-in). Im Fehlerfall muss der aufnehmende Anbieter meist mit dem Kunden abklären, was getan werden muss, damit eine erneute Anfrage Erfolg hat.