Frank73 : Wie hier bereits diskutiert, geht es um den Vorschlag der BNetzA, dass Telekom und Telefonica je 10 Millionen € an 1&1 zahlen, damit die die Mehrkosten von Roaming bei Vodafone in den Gebieten, die 1&1 mit Lowband an sich selber versorgen könnte, bis Ende 2030 finanzieren können. Bis dahin blieben die Frequenzen wie jetzt verteilt. Vodafone soll es entsprechend billiger machen.
Beiträge von xrw
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Geht allerdings diesmal genauso mit 15 × 4 € für die Allnetflat. Wobei heute GMX relativ bald danach billiger kommt.
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Das mit der Preissensibilität halt ich auch für ein Märchen. Wenn dem so wäre, könnten die Anbieter keine Prepaidaktionen machen, bei denen sie draufzahlen, sobald es wer ausnützt.
Die Realität ist doch, dass das alles wesentlich von Leuten finanziert wird, die reine Mondpreise zahlen, was hauptsächlich aus dem allgemeinen Preisverfall resultiert, der Verbraucher zum Handeln fordern würde. Und im Bereich weiter unten ist es der Masse auch ziemlich egal, weil es ohnehin so wenig kostet, dass es den Aufwand für weitere Kostenminimierung nicht wert ist.
Der wirkliche Treiber sind erstens die sehr niedrigen Grenzkosten, die es gerade zusammen mit der geringen Preissensibilität für die Anbieter attraktiv machen, Preise anzubieten, mit denen sie keine Chance hätten, ihre Fixkosten zu decken, wenn mehr Leute drauf anspringen würden. Und zweitens die starke Regulierung, die Differenzierungen auf der Qualitäts- und Leistungsseite so weit einengt, dass sie für die Masse schwer erkennbar sind. Dann bleibt halt fast nur noch der Preis, abgesehn von irrationalen Kriterien.
Aber wenn mehr Qualität und Leistung gefordert wird, als der Markt von sich aus hergibt, dann muss man halt noch mehr regulieren (im Extremfall zurück zum Monopol). Von größerer Zahlungsbereitschaft ohne wirkliche Nachfrage steigen bloß die Gewinne (und bei den Anbietern auch nur deshalb, weil sie zu großen Teilen selber vermarkten; sonst kassiert die Differenz in der Regel primär der Handel).
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Praktisch interessant wär vorallem die Frage, ob man damit Volumen um die Laufzeitgrenze herum verschieben kann. Die Nutzungsbedingungen gibts aber wohl nur bei der Anmeldung in der App; auch Google kennt die nicht.
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Die Telekom-Discounter sind jetzt glaub ich auch alle auf 15.00 € für eine Ersatz-SIM gegangen. Ob sie das auch bei einer eSIM verlangen, ist in den Preislisten aber unklar.
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Freenet ist übrigens grad letzte Woche wegen dem Kündigungsbutton verurteilt worden: https://www.verbraucherzentral…en-freenet-dls-gmbh-97519
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Ich seh auch keinen. Bei Vertragsschluss über eine App ist es auch nicht ganz eindeutig. Da steht »über eine Webseite«: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312k.html
Aber so klar, wie sie auf die App umleiten, würd ich davon ausgehn, dass zumindest auf der Website ein Kündigungsbutton vorhanden sein müsste. KI behauptet (ohne relevante Belege), dass es generell auch für Apps gilt, aber da wär ich mir nicht ganz so sicher.
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Der erste Teil ist wohl korrekt, aber die Weiterversorgungspflicht besteht nur, solang der Endnutzer keine Unterbrechung verlangt. Insbesondere sollte das kein Kündigungsrecht beeinträchtigen. Aber Achtung: »Endnutzer« ist nicht unbedingt der Vertragspartner; da könnten sie sich auf den Standpunkt stellen, dass die Kündigung allein noch nicht reicht. Aber es ist wohl immer sicherer, zuerst zu kündigen und dann erst zu portieren, wenn man nicht auf die unterbrechungsfreie Versorgung Wert legt. https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__59.html
PS: Der gesetzliche Kündigungsbutton sollte nicht verschwinden können, weil der im ausgeloggten Zustand existieren muss.