-
Den „Abgesang“ auf Telefondienste halte ich für verfrüht. Eine Telefonnummer ist weltweit standardisiert und kann beinahe unabhängig vom eigenen Medium (POTS, GSM/3G/LTE/5G VoNR ff., VoIP usw.) erreicht werden.
Was sind die Alternativen? SIP alleine genügt nicht, da kommen wieder Gatekeeper ins Spiel dank des absehbaren Spam-Volumens. Vielleicht erinnert man sich noch an die Anfangszeit von Sipgate und Co, da konnte man kostenfrei zwischen den entstehenden VoIP-Netzen telefonieren mittels Kurzwahlen ähnlich CbC-Netzkennungen und eigenen „Anschlussnummern“. Wurde auch nach und nach eingeschränkt.
Und die Messenger-Front mit ihren Gatekeepern und Walled Gardens, die zwar Voice nunmehr alle mit an Bord haben, aber eben immer nur zur eigenen Kundschaft. Auch da erinnert sich jemand vielleicht noch an XMPP/„Jabber“ (nicht das Cisco-Produkt), wo man auch zwischen Netzen verbunden werden konnte (selbst Facebook hatte das mal auf dem Radar). Auch alles abgeklemmt.
Von der Useability fangen wir nicht an wenn ich zig Apps brauche um erreichbar zu sein, jeweils in kleinen geschlossenen Gruppen. Oder halt einfach E.164 Telefonnummern 
-
Es driftet zwar leicht und langsam Richtung off topic ab, aber ich meine mich zu erinnern dass ich bzw. es früher mit den Ultracards von Vodafone Probleme gab, weil diese anfangs geklont waren, also dieselbe Simkarten Nummer hatten, und das für das Roaming überhaupt nicht klappte. Vielleicht erinnert sich Henning hrgajek ja noch? Vielleicht spielt mir meine Erinnerung aber auch ein Streich und das war das Problem bei den Twin Cards…
-
Aus ist nicht das Problem, eine SIM in Deutschland im Netz ist das Problem. Multi-SIM ist aber grundsätzlich hakeliger im Roaming.
-
Kann auch bestätigen dass es an sich funktioniert, zuletzt in Polen im Dezember. Es waren allerdings auch alle Karten im jeweiligen Land mit.
-
Warum denn so pessimistisch? Nur weil die Telekom das bis dato nicht gebacken bekommen hat ist es doch nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt! Wenn man es ein wenig auf der Makroebene betrachtet, ist es auf dem US-Markt ja ähnlich, dort gibt es neben den großen Anbietern auch kleinere regionale Unternehmen, die eben Nischenmärkte bedienen. Alaska zB, oder im ländlichen Raum. Und doch kümmert sich T-Mobile US um Roaming, auch wenns sich vielleicht nicht rechnet.
Mit einer guten Portion politischem Willen und der flankierenden Großhandelspreisregulierung geht da viel für Europa!
-
Auch mindestens Orange ist nicht vollständig, es fehlen zB Belgien und Luxembourg…
-
In Berlin Südwest (Bundesplatz Wilmersdorf, Schmargendorf, Dahlem inkl. Clayallee bis Grunewald) hat meine Drillisch-SIM noch gar keinen 1&1-Sender gefunden…
-
Konzerne wie Telefonica, Vodafone, aber auch Deutsche Telekom und Orange arbeiten natürlich heute schon länderübergreifend, nicht ohne Grund sind sie in verschiedenen Ländern aktiv und natürlich werden die sich daraus ergebenden Synergien genutzt, schon alleine die Anteilseigner würden dem Management sonst aufs Dach steigen. Ob das immer von Vorteil für die Kundschaft ist steht selbstredend auf einem anderen Blatt, Vodafone hat ja seinerzeit mit der Auslagerung des Netzbetriebs und der (Prepaid-)Kundenbetreuung auch fragwürdige Rationalisierungen an den Tag gelegt.
Für Telefonica wie für ihre Konkurrenten steht aus meiner Sicht eher ein Blick in Richtung Regulierung im Vordergrund. Die ins Feld geführten Beispielmärkte haben zwar weniger Marktteilnehmer, aber eben auch deutlich weniger Regulierungsinstanzen. Und das macht es attraktiv aus Konzernsicht. Für die Verbraucher wiederum bleibt es offen, denn der US-Markt hat nach meinem Gefühlt pro Kopf eine höhere Kostenstruktur (wo sonst kommt beispielsweise der hohe Gewinn von T-Mobile US her), und auch am indischen Markt hat sich Vodafone ja sichtbar verhoben. Wenn man nun also auch in Europa eine einheitliche, vereinheitlichte Regulierung rausleiern könnte, könnte man wieder mit mehr Luft agieren.
Trotzdem glaube ich nicht, dass diese Wunschgedanken realistisch sind. In Märkten wie Deutschland sehen die Regulierungsinstanzen eben eine Grundlage für vier am Markt konkurrierende Netze, und dann wird es sich meiner Meinung nach eher auf gemeinsame Erschließungen in die Fläche reduzieren. Also eher Initiativen wie die 2000 MOCN Standorte ausweiten.
-
Ich muss hier positiv hervorheben. Auch der Wechsel der eSIM von Android (Samsung zu Samsung) beim Gerätewechsel funktioniert einwandfrei. Top. 👍 iOS zu Android hatte ich auch schon mal gemacht. Geht also wie bei der Telekom z.B. automatisiert.
Ein für mein Verständnis elementares Detail fehlt mir: der Wechsel einer 1&1/Drillisch eSIM oder einer Vodafone eSIM ist von Gerät zu Gerät gelungen?
-
Spannend wirds ja erst wenn es um die Zuweisung von Rufnummern geht. Werden dann nationale Rufnummern zugewiesen, werden wie bei Irididum/Thuraya eigene Vorwahlen zugewiesen die nur zu Wucherpreisen erreichbar sind…